Studium mit Kind – Ein Update


Wer kennt es nicht, dieses Gefühl, am Ende des Tages nur die Hälfte von dem geschafft zu haben, was auf der to do Liste stand. Da sind zum einen die offensichtlichen Dinge die der klischeehafte Wäscheberg oder das Wohnungschaos vom Tag. Und zum anderen sind es Dinge, die mehr Zeit benötigen, Konzentration, Ruhe und Ausdauer. Bei mir sind das z.B. eine immer größer werdende Monsterbestellung an Fotos, die ich eigentlich in die Alben der Kinder einkleben möchte. Das habe ich auch schon mal angefangen und die ersten drei Lebenswochen meiner Großen sind fertig eingeklebt – sie ist jetzt dreieinhalb Jahre alt. Oder so viele Themen, die ich eigentlich hier auf dem Blog eigentlich schon gerne mal verschriftlichen wollte. Einfach, weil es mir Spaß macht und ich mich über den Austausch freue. Nähprojekte, zu lesende Bücher, mich mal genauer mit meiner Kamera auseinandersetzen, sportliche Ziele undundund. Die Liste könnte ich ewig fortführen. Bitte sagt mir, dass es euch auch so geht.

„Eigentlich“ ist gerade das Wort, welches gerade dick und fett über jedem Tageskapitel steht

Und eigentlich hatte ich auch schon im April geplant, mal wieder in meine Uni-Unterlagen zu schauen, sodass ich eine der drei noch ausstehenden Hausarbeiten bis Ende Mai abgeben kann. Ihr dürft raten, wieviel ich diesem Ziel bisher näher gekommen bin. Ja, genau. Gar nicht. Während des Studiums Kinder zu bekommen hat definitiv seine Vorteile und ich würde es immer wieder so machen. Bei der Großen war ich am Ende des Bachelorstudiums und hatte nebenbei schon einige Masterkurse belegt. Dann habe ich ein Jahr pausiert, habe in der Zeit nur noch eine Hausarbeit geschrieben und direkt nach dem Mutterschutz meinen Nebenjob wieder aufgenommen.

In diesem einen Jahr habe ich viel Abstand zu meinen Studieninhalten gewonnen und, das muss ich zugeben, teils auch die Motivation verloren. Trotzdem habe ich nach dem Jahr Pause weitergemacht, mit Kind, Nebenjob und Studium. Ich bin scheinfrei geworden, sodass alle Verantwortung, fertig zu werden nur noch in meiner Hand liegt. Ich muss drei Hausarbeiten schreiben und die Masterarbeit. Das ist der Zeitpunkt, zu dem meine zweite Tochter geboren wurde, sie ist nun schon fast ein Jahr alt. Und die ganze Zeit sitzt dieser Gedanke in meinem Nacken, dass ich mich nun langsam mal wieder an meinen Schreibtisch setzen sollte. Das ist für mich der große Nachteil am Studieren mit Kind, man kann nicht mal eben Abschalten. Als Mama sowieso nicht, aber als Studentenmama mit Kind schon zehnmal nicht, denn zu tun gibt es immer.

Weiter machen oder neu orientieren?

Wie oft habe ich mir überlegt, ob ich das Studium wirklich noch zu Ende mache. Bringt mir der Master überhaupt etwas, wenn ich vorerst nicht in die Wissenschaft gehen möchte? Ich habe doch den Bachelor, mit dem kann ich mir doch auch erstmal etwas suchen. Aber dann ist da der Ehrgeiz. So kurz vorm Ziel aufzugeben liegt mir nicht. Aber weitermachen nur aus Prinzip? Bisher ist der Wille auf jeden Fall noch da und ich bin gespannt, ob mein Plan soweit aufgeht, dass ich nächstes Jahr mein Studium beenden kann, wenn die Kleine auch in die Kita geht.

Motivation, doch endlich fertig zu werden, bekomme ich in erster Linie durch meine Familie, aber auch durch all die wunderbaren Powermamis mit Kindern, die ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren. Wie es bei mir nun weitergeht, darüber werde ich sicherlich noch an der ein oder anderen Stelle berichten.

Wie sind eure Erfahrungen, seid oder wart ihr in einer ähnlichen Situation und wie geht ihr damit um? Über etwas Austausch würde ich mich riesig freuen.

Alles Liebe,
Farina

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1 Comments

Vrn Kats
Reply 4. Oktober 2017

Hallo Farina, danke für den ehrlichen Einblick in deine Studium-mit-Kind Situation. Bei mir ist es recht ähnlich, 1. Kind während der Bachelorarbeit, 2. Kind 3 gegen Ende des Masterstudiums. Nun zieht sich der endgültig Abschluss auch eine gefühlte Ewigkeit, aber ich bin jetzt wieder dran und möchte dich auch ermutigen, dass Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Du hast dich mal aus guten Gründen für den Master entschieden und er wird dir später noch vonnützen sein! Nicht nur aus Prinzip….Meine eigene Erfahrung ist, dass sich dieses Alles-Infragestellen von alleine verzieht, wenn man einfach mit einer Sache wieder anfängt, die letzte benötigte Hausarbeit oder ein letztes Modul o.ä.. Dann läuft es plötzlich doch wieder wie immer und die Grübelei war vielleicht nur der „Innere Schweinehund“? Ich drück dir die Daumen, dass du deine Entscheidung findest! LG Vrn

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