Follow Me

Close

Stoffwindeln benutzen wir mittlerweile seit mehr als zwei Jahren, da wäre es eigentlich naheliegend gewesen, sich in dieser Zeit auch mit selbstgemachten Feuchttüchern aus Stoff zu beschäftigen. Wirklich konsequent und regelmäßig benutzen wir Stofffeuchttücher aber erst seit etwas über einem halben Jahr – und das mittlerweile sogar in der Kita. Aber von Anfang an.

read more

In der ersten Schwangerschaft haben wir darauf geachtet, wirklich nur das Nötigste für unser Baby anzuschaffen. Einerseits hatten wir als Studenten auch nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung, andrerseits wollten wir auch bewusst nicht zu viel Kram besorgen, der dann doch nur Staub fängt und nicht genutzt wird. Dazu kommt die Tatsache, dass man vor dem ersten Kind auch noch gar nicht weiß, was man jetzt wirklich benötigt und was nur „nice to have“ ist. Dies stellte sich dann aber relativ schnell in den ersten Lebensmonaten heraus und wir bekamen einen besseren Überblick darüber, welche Sachen für uns tatsächlich sinnvoll waren und welche weitergegeben wurden.

Viele der Anschaffungen, die sich als sinnvoll herausgestellt haben, haben wir, als unsere Tochter größer geworden ist, zurückgelegt und für das nächste Kind verwahrt. Und so sind wir nun in der glücklichen Lage, dass Vieles schon da ist und nur einzelne gezielte Dinge besorgt werden müssen. Für unser zweites Kind habe ich mittlerweile dennoch ein paar Dinge ins Auge gefasst, die ich in den nächsten Monaten gerne anschaffen würde und dachte, ich teile meine Wunschliste für Baby Nr. 2 hier auch mit euch.

read more

In meiner ersten Schwangerschaft habe ich mir fest vorgenommen, dass mein Kind nur begrenzt industriell hergestellte Süßigkeiten bekommt. Gar nicht erst großartig damit anfangen, dann wird sie es schon auch nicht verlangen. Tja, da habe ich die Rechung ohne mein kleines Leckermäulchen gemacht. Wie ihre Mama ist sie nämlich ein riesen Fan von Schokolade, Eis, Keksen und sowieso allem, was irgendwie süß ist.

Im ersten Lebensjahr hat sie davon so gut wie nichts bekommen. Im zweiten Lebensjahr bekam sie hier und da mal etwas angeboten und mittlerweile weiß sie ganz genau, was sie gerne mag und dann auch haben will. Dennoch versuchen wir natürlich den Konsum in Grenzen zu halten und das hat sich bisher gottseidank auch nicht als problematisch erwiesen. Sie versteht mittlerweile, wenn man ihr sagt, dass sie schon ein Eis gegessen hat und dass sie jetzt nicht noch eins bekommt. Und sie lässt sich auch gut mit anderen, gesünderen und weniger verarbeiteten Alternativen zufriedenstellen. Und da es zu diesem Thema eigentlich nie genügend Anregungen geben kann, habe ich euch hier meine 5 liebsten Süßigkeitenalternativen zusammengestellt.

read more

In meinem letzten Momday Beitrag hatte ich erwähnt, dass ich zum Waschen unserer Stoffwindeln das Ecoegg Waschei benutze. Waschen ist ja bekanntlich ein Riesenthema beim Stoffwickeln und nicht selten heiß diskutiert. Da ich mittlerweile schon sehr häufig nach meinen Erfahrungen mit dem Ecoegg als Waschmittelalternative gefragt wurde, soll es heute genau darum gehen.

read more

In den letzten Wochen war es etwas ruhiger hier auf unserem Blog, was unter anderem mit meinem Umzug von Tübingen nach Reutlingen zu tun hatte, aber auch noch durch andere Ereignisse verursacht wurde, von denen ihr hier bald vielleicht etwas mehr erfahrt! Motivation und Ideen sind auf jeden Fall da… nur die Zeit läuft gefühlt gerade gegen mich, aber wem erzähle ich das 🙂

Als kleines Lebenszeichen und hoffentlich auch Start in einen wieder regelmäßigeren Blogrhytmus habe ich heute ein Novum für euch: Unser erster Tag auf dem Blog. Undzwar wurde ich von der lieben Agnes gefragt, ob ich nicht Lust hätte, beim Stoffwindeltag von new Mamas World mitzumachen. Da ich sowas selbst ganz gerne lese/sehe und dachte, dass es vielleicht für einige Stoffwindelfans und -neulinge interessant sein könnte, fange ich auch gleich mal an!

read more

Heute bist Du zwei Jahre alt. Es kommt mir vor wie gestern, dass Du geboren wurdest und doch ist so unfassbar viel in diesen zwei Jahren passiert. Vieles, das ich nie vergessen werde und anderes, an das ich mich nur noch verschwommen erinnere.

Im letzten Jahr bist Du ein Kita-Kind geworden. Du freust dich jeden morgen darauf, dort deine Freunde zu sehen. Das macht mir vieles einfacher, weil ich weiß, dass Du gerne dort bist und dich wohl fühlst.

Du hast im letzten Jahr gelernt, alleine zu laufen. Erst sehr wackelig, aber mittlerweile – auch wenn Du immer noch ein kleiner Tollpatsch bist – klappt es schon so gut, dass ich gar nicht mehr weiß, wie es gewesen ist, als Du noch nicht alleine gehen konntest und ich dich überall hin tragen musste. Manchmal fehlt mir das auch.

Du hast gelernt zu sagen, was Du möchtest und was nicht. Mit den zwei Sprachen, die Du von uns mitbekommst gehst Du richtig gut um. Wenn Du merkst, dass Du mit einer Sprache nicht weiterkommst, versuchst Du es mit der anderen. Du kannst bis 10 zählen. Du hast eine Menge mitzuteilen, selbst im Schlaf plapperst Du oft noch vor dich hin. Das ist unglaublich süß und macht jedes Einschlafdrama wieder wett.

Bis vor kurzem wurdest Du nachts noch regelmäßig gestillt. Das hast Du so gebraucht und ich wahrscheinlich auch. Dann warst Du für einen kurzen Moment wieder mein kleines Baby. Manchmal, wenn Du so dasitzt und dich in einem Buch oder etwas anderem vertiefst wirkst Du manchmal schon so groß. Und im nächsten Moment kommst Du dann wieder zu mir und fragst „Kuscheln?“ und zeigst mir, dass Du trotzdem immer noch mein kleines Mädchen bist.

Du liebst Musik, singst und tanzt sehr gerne. Wenn Dir ein Lied gefällt, merkst Du es dir sehr schnell und möchtest es wieder und wieder hören. Und irgendwann wirst Du auch verstehen, dass wir nur bedingt steuern können, was im Radio läuft, egal wie laut Du „nochmaaaal“ rufst. Außerdem magst Du Bücher und wenn Du mit „Buch schau mal“ ankommst, kannst Du sie stundenlang mit mir oder deinem Papa durchblättern. Du singst gerne Kinderlieder und erfindest dabei gerne deine ganz eigenen Texte, Kopf, Schulter, Käsefuß ist glaube ich meine Lieblingsvariation von Dir.

Du liebst Nudeln, Joghurt, Erbsen, Suppe und alles, was süß ist. Momentan vor allem Granatapfel, Mango und Schokolade. Von wem Du das nur hast?

Und heute bist Du offiziell zwei Jahre alt. Zwei wundervolle, anstrengende und lehrreiche Jahre, für Dich und für mich. Ich freue mich auf das nächste Lebensjahr, jeden weiteren Tag, jeden einzelnen Moment mit Dir. Ich liebe Dich.
Deine Mama

Alle paar Monate steht für uns eine kleine Reise aus dem Ländle ins Emsland an. Wem das jetzt nichts sagt, das sind ca. 700 km einmal längs durch Deutschland. Ziel ist meine Familie, die viel zu weit weg wohnt. Als wir noch kein Auto hatten, sind wir diesen Weg mit dem Zug gefahren – leider ist die Anbindung nicht soo toll und die Preise immer zu hoch. Seit wir mobil sind, greifen wir deswegen allein aus Kostengründen schon auf das Auto zurück – leider. Denn gerade mit quirligem Kleinkind an der Seite, welches nach spätestens einer Stunde „Mama, runter?“ fragt und aus ihrem Sitz möchte, kann so eine 8 stündige Fahrt noch anstrengender werden, als sie es sowieso schon ist. Da wir aber mittlerweile schon etwas erprobt sind, was die Ablenkung und das Bei-Laune-Halten der kleinen Madame angeht, habe ich hier ein paar Tipps für euch, wie ihr die langen Autofahrten mit Kleinkind übersteht.

  • Wenn ihr zu zweit seid, setzt euch neben euer Kind auf die Rückbank. Es wird sonst sehr unangenehm für euren Nacken, wenn ihr euch ständig verbiegen müsst, um das Kind bei Laune zu halten, das 100. Mal „blind“ das runtergeworfene Buch/Flasche/Schnuller/… aufzuheben. Solange das Kind wach ist, könnt ihr euch so viel besser mit ihm beschäftigen, es ablenken, auf seine Bedürfnisse eingehen und habt so definitiv weniger Geschrei.

 

  • Die richtige Kleidung! Ihr kennt euer Kind am besten und wisst, ob es dazu neigt, schnell zu schwitzen oder eher unempfindlich ist. Wichtig ist aber, gerade in der kalten Jahreszeit: Die dicken Winterjacken ausziehen! Alles andere ist nicht sicher, da das Kind dadurch zu locker sitzt und bei einem Aufprall auch angeschnallt aus dem Sitz rutschen kann. Meine Tochter möchte oft die Schuhe ausgezogen haben, weshalb ich im Winter gerne zusätzlich dicke Socken mitnehme.

 

  • Bücher. Unsere Tochter ist ein richtiger Bücherwurm und kann sich stundenlang damit beschäftigen, diese durchzublättern. Perfekt also. Wir wechseln die Bücher im Auto immer mal wieder durch und nehmen für lange Autofahrten auch immer ihre momentanen Favoriten mit. Wenn man diese mit ihr zusammen anschaut und sich von ihr dazu „erzählen“ lässt, kann man so schon einiges an Zeit überbrücken.

 

  • Wenn eure Kinder gerne Malen, kann ich euch diese Malmatte* ans Herz legen. Unsere Kleine hat einen großen Spaß daran, auch wenn man ihr etwas malt und dazu eine Geschichte erzählt. Sehr praktisch, weil nichts schmutzig werden kann und es sehr klein zu verstauen ist. Die Idee auf dem Bild – aus einer leeren DVD Hülle ein Malbuch mit Stiften zu machen finde ich auch sehr genial – ist aber wahrscheinlich praktischer für ältere Kinder.

 

  • Etwas zu essen und zu trinken. Bei uns ist die Purakiki Flasche immer dabei, mittlerweile natürlich ohne Trinklernaufsatz, da das Tochterkind einfach so aus der Öffnung trinkt. Außerdem haben sich Dinge wie Manderinen, Knabberstangen und Kekse besonders bewährt. Und ja, das Auto muss danach erstmal gründlich gestaubsaugt werden. Das ist mir ein gut gelauntes Kind dann aber wert 😉

 

  • Kindermusik. Das Tochterkind liebt Musik und das große Problem beim Radio ist, dass der Aufforderung „Nochmal“ nicht so einfach nachgekommen werden kann, wenn ihr ein Lied gefallen hat 😉 Wir haben zwei CDs mit Kinderliedern, eine auf arabisch und eine auf deutsch*, die sie unglaublich gerne hört – und auch als Eltern gewöhnt man sich irgendwann an das x-te Mal „Eine kleine Spinne“ 😉

 

  • Nicht zu viele Pausen. Ja das hört sich erstmal komisch an. Aber bei uns ist es so, dass sie nach den Pausen eher unzufriedener ist, wieder in den Sitz zu müssen, deswegen versuchen wir immer, so lang wie möglich am Stück zu fahren und nur zu halten, wenn die Windeln gewechselt werden müssen, der Tank leer ist oder wir uns wirklich die Beine vertreten müssen. Bei den 700 km kommen wir da meist mit zwei Stopps ganz gut hin.

 

Ansonsten kann ich euch wirklich empfehlen, mal bei Pinterest nach Anregungen zu schauen, da sind wirklich ein paar sehr tolle Ideen dabei auch für jüngere oder ältere Kinder. Gerade so ein „Busy Book“ finde ich total toll, da man es individuell gestalten und auch an die Altersstufe seines Kindes anpassen kann. Hier findet ihr mehr Anregungen dazu.

Was sind eure Tipps für entspanntere Autofahrten? Ich bin da immer glücklich über neue Anregungen!

Alles Liebe
Farina

*Amazon Affilliate Link

Bevor das Tochterkind geboren wurde, haben wir unsere Einkäufe ungeplant und zwischendurch erledigt. Jeden Tag kam die ungeliebte Frage „Was wollen wir heute essen“ auf und wenn wir uns dann auf etwas geeinigt hatten, sind wir in den Supermarkt um die Ecke gestiefelt, um die fehlenden Zutaten zu besorgen. Da man selten nur das mitnimmt, was man wirklich braucht und es bei dieser Einkaufsroutine auch häufig dazu kommt, dass man schon angebrochene Lebensmittel zuhause vergisst, haben wir unser Einkaufsverhalten schon vor einiger Zeit komplett geändert und sind damit sehr zufrieden. Da ich dazu schon sehr häufig gefragt wurde, möchte ich meine Erfahrungen und Tipps zum nachhaltigeren Einkaufen heute teilen.

Wir kaufen mittlerweile wirklich nur noch einmal in der Woche ein. Da wir inzwischen auch ein Auto haben, ist das auch keine große Schlepperei mehr, aber auch ohne ging es dank Carsharing wirklich ganz gut und ich kann jedem, der kein Auto hat dieses Modell wirklich ans Herz legen. Damit wir nicht mehr wahllos durch den Supermarkt laufen und irgendwas auf Vorrat mit nach Hause nehmen und dann am Ende doch 10 Sachen vergessen haben, machen wir uns jeden Sonntag abend gemeinsam Gedanken, was wir die Woche über essen und kochen wollen. Dazu sei gesagt, dass wir immer abends als Familie zusammen etwas warmes essen und in der Regel auch frisch kochen. Wir machen also einen Essensplan und schauen dementsprechend, was wir noch zuhause haben, was noch verbraucht werden muss und was fehlt. Die Vorteile von dieser Routine sind für mich eindeutig:

  1. Zeitersparnis: Einmal geplant, muss man sich die Woche über keine Gedanken mehr über das Abendessen machen. Man muss auch nicht nochmal extra zum Laden rennen, weil irgendwas fehlt.
  2. Geldersparnis: Dadurch, dass man nur einmal einkauft und so weniger zu „Ach, das nehme ich auch noch mit“ verleitet wird, sparen wir deutlich an Geld, auch wenn unser Einkauf zum größten Teil aus frischen Lebensmitteln besteht, die ja immer den schlechten Ruf haben, sehr teuer zu sein.
  3. Mehr Abwechslung: „Gestern hatten wir schon Nudeln, davor Reis, auf Kartoffeln keine Lust…hmm“ Wer kennt es nicht, es fällt einfach nichts ein, was man machen könnte. Durch unseren Essensplan kommen auch immer häufiger neue Gerichte auf den Tisch. So oft finde ich auf Pinterest oder anderen Blogs tolle Rezepte, die ich unbedingt nachkochen möchte. Die speichere ich mir dann ab und schreibe sie direkt auf unseren Essensplan. Noch benötigte Lebensmittel landen auf der Einkaufsliste und schwupps, etwas mehr Abwechslung auf dem Teller.
  4. Weniger Lebensmittelverschwendung: Es werden zu viele Nahrungsmittel weggeschmissen, das ist kein Geheimnis. Seit wir unsere Planung haben, landen viel weniger Lebensmittel im Abfalleimer, da wir effizienter einkaufen und die Mengen, die wir für eine Woche benötigen, besser einschätzen können.

Nach ein paar Malen ist man dann auch gewohnt, so einen Plan zu erstellen und weiß, was und wieviel man jede Woche braucht. Bei uns sind das vor allem Salatzutaten, denn ein Salat zum Essen darf bei uns nie fehlen. Wenn man doch mal, gerade frische Zutaten, auch zwischendurch benötigt, gehen wir natürlich trotzdem nochmal in den Supermarkt um die Ecke, aber das kommt nun wirklich nur noch total selten vor und spart wiederum wie schon gesagt enorm Geld. Natürlich ist unser Plan nie starr, manchmal haben wir doch keine Lust das zu machen, was auf dem Plan steht und wir essen zwischendurch einfach Nudeln mit Pesto (etwas, das immer im Haus ist) oder machen etwas, das für einen anderen Tag geplant war. Manchmal bleibt auch etwas übrig und wir essen es zwei Tage später nochmal, sodass sich der Plan verschiebt.

Für die Einkaufsplanung nutze ich eine einfache kostenfreie App und für die Essensplanung meinen Kalender. Es gibt aber natürlich auch hier schönere Varianten. Eine kostenfreie Version habe ich zum beispiel hier auf dem Blog der lieben Saskia gefunden. Die Vorlage könnt ihr euch einfach Ausdrucken und habt dann Speiseplan und Einkaufsliste in einem. Eine sehr schöne bestellbare Version findet ihr hier, auch eine sehr schöne Geschenkidee, wie ich finde.

Und nun würde mich interessieren, wie ihr das mit dem Einkaufen und Essensplanen so macht? Plant ihr auch im Voraus oder ist das gar nichts für euch?

Alles Liebe,
Farina

Der November ist schon ein paar Tage alt und vielen Eltern geht spätestens jetzt die Frage nach den Weihnachtsgeschenken durch den Kopf. Was schenken, was schenken lassen? Was ist zu viel, was wird wirklich gebraucht? Wir haben uns bisher generell sehr zurück gehalten, was das Schenken an Feiertagen anging. Das Tochterkind ist nun 21 Monate alt und versteht noch nicht, was Schenken heißt. Sie weiß noch nicht, dass ihr etwas gehört, was sie auspackt. Sie findet meist immer noch die Verpackung interessanter als den Inhalt. Und am allerliebsten spielt sie mit Alltagsgegenständen: Dosen, Löffeln, Stiften, Zeitschriften, Tüchern… was nicht heißt, dass sie kein eigenes Spielzeug hat, aber es ist – so habe ich das Gefühl – verhältnismäßig wenig.

Und das finde ich gut so. Mal abgesehen davon, dass wir in unserer kleinen Wohnung gar keinen Platz für Unmengen an Spielzeug haben, bin ich auch bei diesem Thema von dem Prinzip „Weniger ist Mehr“ überzeugt. Selbst bei den Sachen, die meine Tochter hat, konzentriert sie sich meist auf ein paar Sachen, während sie an anderen schnell die Lust verliert und diese dann bald in der Kiste mit den wenig bespielten Sachen landen. Sie hat ein Regalbrett, welches sie nach Lust und Laune ausräumen darf und in dem hauptsächlich ihre Bücher, Puzzle und ein Ball liegen. Von den anderen Regalbrettern, in denen unsere Bücher stehen, weiß sie, dass das nicht ihre sind und sie dort auch nicht dran darf.

Wenn ich allerdings die Diskussionen um das Schenken zum Geburtstag oder zu Weihnachten verfolge, erschrecke ich mich manchmal ein bisschen. Brauch ein Kind wirklich ein eigenes Bällebad? Muss das Tipi im Zimmer sein? Die Ikea Küche zu Weihnachten? Oder lieber die Eisenbahn? (Das heißt nicht, dass ich irgendwen dafür verurteile, diese Dinge für sein/e Kind/er zu kaufen, das hier ist meine persönliche Sichtweise auf unseren Umgang mit dem Überangebot an Spielzeug). Wir haben all diese Sachen nicht und auch vorerst nicht vor, sie zu kaufen. Und manchmal bekomme ich ein schlechtes Gewissen, bin ich zu geizig, bräuchte sie vielleicht doch mehr, fördere ich sie nicht genug? Sie hat kein Spielzimmer, in dem viele bunte Kisten voller pädagogisch wertvoller oder weniger wertvoller Dinge sind. Es geht ja schon in der Schwangerschaft los, dass den werdenden Eltern suggeriert wird, dies und jenes werde unbedingt gebraucht, um ein Kind großzuziehen. Wenn das Kind dann da ist, hört das nicht auf, sondern wird – so kommt es mir vor – noch mehr. Vor allem um die Feiertage ist das Thema sehr präsent und kann ganz schön verunsichern.

Doch dann stelle ich mir vor: Hätten wir ein Bällebad oder eine Spielküche zuhause, würde sie sich in der Kita dann noch so darüber freuen, diese dort zu bespielen? Wahrscheinlich nicht. Für sie ist es dort etwas besonderes und das finde ich schön so. Und vor allem bin ich mir sicher, dass sich mit der Zeit vermutlich sowieso ganz viele Spielsachen anhäufen werden, je älter sie wird oder wenn Geschwister dazu kommen. Deswegen gehen wir, solange sie klein ist und das Schenken noch nicht richtig begreift, bewusst den Weg des Minimalismus und begrenzen uns bei Geschenken und Wünschen für sie auf Dinge wie Kleidung, Schuhe oder allgemein Dinge, die wirklich benötigt werden.

Nun würde mich interessieren, wie geht ihr mit dem Thema Schenken an Feiertagen um? Habt ihr vielleicht eine ganz andere Meinung?

Alles Liebe,
Farina