Hallo 2018


Kurz vor 22 Uhr am letzten Tag des Jahres 2017. Die Kinder schlafen – endlich – nachdem die Große heute besonders lange gebraucht hat, um in den Schlaf zu finden. Der Mann ist arbeiten, er wird den Jahreswechsel im Krankenhaus erleben. Und ich sitze jetzt zuhause und habe Zeit, durchzuatmen. Zurückzublicken. Vorauszuschauen. Zumindest solange, bis eines der Kinder von dem geböller da draußen wach wird.

Ich habe das Gefühl, dass das vergangene Jahr für viele Menschen um mich herum sehr herausfordernd, schwierig und oft auch unschön war. Ich aber kann mich glücklich schätzen, denn für mich war es ein gutes Jahr. Ein Jahr, das gefühlt so schnell vergangen ist, wie noch keins zuvor. Es gab keine größeren Katastrophen. Stellenweise war es schon sehr fordernd, ja. Aber dennoch hat 2017 es gut mit mir gemeint. Ich durfte meiner kleinen Tochter dabei zuschauen, wie sie von einem Baby zu einem Kleinkind herangewachsen ist, die ersten Schritte gemacht, die ersten Worte ausprobiert hat. Wie das Band zwischen den beiden Schwestern gewachsen und unheimlich stark geworden ist – trotz aller Eifersüchteleien. Wie die Große gewachsen ist, nicht nur in die Höhe, sondern vor allem im Kopf. Ja, das war wirklich schön. Und emotional. Und bestärkend darin, dass der Weg, den wir gehen nicht immer der einfachste, aber für uns der richtige ist.

Trotzdem habe ich mir für 2018 ein paar Sachen überlegt, die ich gerne ändern würde. Das erste Babyjahr ist vorbei und obwohl sich der Kitastart für die Kleine noch etwas nach hinten verschoben hat merke ich, dass ich auch wieder mehr für mich machen möchte. Machen muss. Und weil es mir beim Ordnen meiner Gedanken hilft, sie niederzuschreiben, teile ich hier noch schnell meine ganz persönlichen Vorsätze für 2018 mit euch.

Auszeiten

Ohne Familie in der Nähe ist es zugegebenermaßen nicht einfach, auch mal eine Auszeit zu haben. Mit einem Stillkind, das gerade abends und nachts häufig aufwacht und nach mir verlangt steigt der Schwierigkeitsgrad. Das Bedürfnis nach Zeit für mich selbst war im letzten Jahr nicht so stark, aber langsam merke ich, dass ich genau das auch wieder brauche. Deswegen möchte ich mich im nächsten Jahr an Yoga wagen, etwas für Geist und Körper tun. Darauf freue ich mich mit am meisten.

Lesen

Wie bei so vielen ist auch bei mir mit dem Studium das Lesen von nicht studienrelevanten Texten und Büchern selten geworden. Mit den Kindern sogar fast komplett zum Erliegen gekommen – bis auf Kinderbücher versteht sich. Eher lese ich am Handy Blogs und Artikel. Das möchte ich nun wieder ändern und mir bewusst Zeit dafür zu nehmen, regelmäßig ein Buch in die Hand zu nehmen.

Handarbeit

In den letzten Monaten habe ich Handarbeiten für mich wiederentdeckt und möchte mein bisher sehr überschaubares Können gern vertiefen. Besonders Stricken, Nähen und Sticken, bzw. die Reparatur oder das Upcyclen von kaputten Kleidungsstücken. Bei diesen Tätigkeiten kann ich ganz wunderbar abschalten und liebe das Gefühl, das fertige Werk in den Händen zu halten.

Achtsamkeit

Mehr Achtsamkeit im Alltag, mit anderen und mir selbst. Nicht immer mehrere Dinge gleichzeitig machen, sondern das was ich mache, bewusst tun. Öfter mal Handy und andere Medien außer Reichweite lassen. Wie wichtig das ist, das ist mir in den letzten Monaten klar geworden, z.B. nach meinem ersten selbstverschuldeten Auffahrunfall. Bei dem ist gottseidank nichts weiter passiert, aber hat mir gezeigt, wie sehr meine Gedanken manchmal verstreut sind.

Feste feiern

In diesen Jahr möchte ich gern viel feiern. Das hört sich vielleicht komisch an im ersten Moment. Aber ich habe viele Freunde, die mir sehr lieb sind und mit denen es dennoch häufig erst zu einem Treffen kommt, wenn es einen besonderen Anlass gibt, weil im Alltag jeder für sich oft zu beschäftigt ist. Anlässe gibt es genug und da ich viel Freude an der Organisation von kleinen Feiern bin, möchte ich im kommenden Jahr häufiger einladen und die Feste feiern, wie sie fallen. Da wird auch die große Tochter vor allem viel Freude dran haben.

Nachhaltigkeit

Und zu guter Letzt möchte ich 2018 noch nachhaltiger leben. Ich möchte noch mehr darauf achten, verpackungsfrei oder zumindest plastikfrei zu kaufen, mich vermehrt auch am Selbermachen probieren und einfach das Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Alltag schärfen. Gerne nehme ich euch auf dem Weg dorthin weiter mit.

Das sind meine 5 Punkte, an denen ich persönlich in den nächsten 365 Tagen gerne arbeiten möchte. Wie sieht es bei euch aus, habt ihr auch Vorsätze oder geht ihr vollkommen offen und unvoreingenommen in 2018? Auf jeden Fall wünsche ich euch alles Gute, viel Gesundheit und Zufriedenheit für das neue Jahr und freue mich darauf, euch weiterhin hier auf auftuchfuehlung begrüßen zu dürfen!

Alles Liebe,
Farina

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