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Seit einem halben Jahr geht das Tochterkind nun schon in die Kita, unfassbar, dabei haben wir sie doch grad erst eingewöhnt! Sie geht aber gottseidank sehr gerne hin und auch ich genieße es, Zeit zu haben, in der ich meine Sachen erledigen kann ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich mich eigentlich lieber mit ihr beschäftigen würde. Und ich freue mich jeden Tag aufs Neue riesig darauf, sie von der Kita abzuholen, auf ihr strahlendes Gesicht, wenn sie mich sieht und mir aufgeregt mit „Mama! Mama!“ entgegen läuft. Wenn wir dann nach Hause gehen, nehme ich nicht nur sie mit, sondern auch einen Beutel mit den benutzten Stoffwindeln vom Kitatag (was vom Kind immer laut mit „Ihh“ kommentiert wird). Ja, auch in der Kita kann sie mit Stoff gewickelt werden und ich bin sehr froh darüber, das wir die Möglichkeit haben. Und deswegen möchte ich gerne meine bisherigen Erfahrungen zu „Kita und Stoffwindeln“ teilen.

In der Eingewöhnungszeit der Kita habe ich die Erzieherinnen gefragt, ob sie grundsätzlich bereit dazu wären, sich an das Stoffwickeln zu wagen, denn bisher gab es noch kein anderes Kind, bei dem dies der Fall gewesen wäre. Da sie sagten, dass sie es gerne versuchen würden, habe ich einfach gezeigt, worauf sie achten müssen: Papiervlies kann bei Verschmutzung weggeschmissen werden, die restliche Windel einfach in den mitgegebenen Wetbag und die saubere Windel genau wie eine normale Wegwerfwindel anziehen. Normalerweise wird das Tochterkind in der Zeit, in der sie in der Kita ist 2 Mal gewickelt, weswegen ich jeden morgen 2, manchmal auch 3 Stoffwindeln mitgebe. Zur Sicherheit sind auch immer ein paar Wegwerfwindeln griffbereit, falls sie doch öfter gewickelt werden muss und nicht genügend Stoffies da sind, aber das kam bisher wirklich selten vor.

Ich habe mich anfangs dazu entschlossen, meine All-in-Ones mitzugeben, da diese am einfachsten für ungeübte Stoffwickler zu händeln  und Wegwerfwindeln am ähnlichsten sind (wir haben Blueberry Simplex und Totsbots Easyfit V3 und V4, alle mit Klett). Morgens, wenn ich sie noch zuhause wickel, verwende ich entweder unsere Blueberry Simplex mit Druckknöpfen oder eine Pocketwindel (Little Bloom oder Milovia), die dann für die Erzieherinnen ganz einfach zu wechseln sind. Zwischendurch habe ich auch mal versucht, mit unseren gDiapers All-in-Threes zu verwenden, das habe ich aber relativ schnell wieder gelassen. Ein Hin und Her zwischen den Systemen ist nicht unbedingt empfehlenswert, da es für die Erzieherinnen schnell verwirrend wird und der Vorteil der All-in-Threes, nämlich, dass nur ein Teil von ihnen gewaschen werden muss und man somit weniger Wäsche hat, oft nicht zum Tragen kam, da wie bei den AIOs die komplette Windel in den Wetbag gegeben wurde, wodurch natürlich auch der äußere Stoffteil der g’s in die Wäsche musste.

Wieviele Stoffwindeln brauchen wir für die Kita? Wir haben insgesamt 10 Windeln, die nur für die Kita genutzt werden. Bei den 2 Malen, die sie am Tag dort gewickelt wird, reicht das auch vollkommen aus. Dienstags wasche ich nach der Kita die 6 benutzten Windeln von Montag und Dienstag (plus natürlich denen, die wir zuhause genutzt haben), Mittwochs haben wir dann noch 4 saubere, auf die wir zurückgreifen können und Donnerstags und Freitags sind die gewaschenen Windeln vom Anfang der Woche wieder einsatzbereit. Mit dieser Routine fahren wir bisher gut.  Generell gebe ich lieber die Windeln mit Klettverschluss mit, da ich finde, dass diese für ungeübte Hände am einfachsten in der Enge zu regulieren sind. Deswegen verwende ich selbst morgens unsere Windeln mit Druckknöpfen.

Ich kann allen Eltern, die ihre Kinder auch in der Kita oder bei der Tagesmutter mit Stoff gewickelt wissen wollen raten, den Erzieherinnen von Anfang an die Scheu davor zu nehmen und zu zeigen, dass dies wirklich nicht kompliziert sein muss. Meist sind sie davon ganz überrascht und sogar begeistert von den schönen Designs. Bleibt bei einem System, wenn ihr z.B. lieber gDiapers oder Windelmanufaktur-Windeln benutzt, dann erklärt einfach ganz am Anfang und notfalls auch mehrmals, worauf es ankommt (dass z.B. die Außenwindel nicht sofort mit in den Wetbag muss) und was euch wichtig ist. Die Kita sollte kein Grund sein, auf Stoffwindeln verzichten zu müssen, lasst lieber andere an dem Spaß teilhaben =)

Was sind eure Erfahrungen mit dem Stoffwickeln in der Fremdbetreuung?

Alles Liebe,
Farina

Letzte Woche habe ich euch bereits von unserer liebsten Babykleidung erzählt. Heute möchte ich euch zeigen, was wir abgesehen von Kleidung praktisch gefunden haben und was wir gerne weiterempfehlen. Auch hier war es wieder so, dass wir keines der hier gezeigten Dinge vor der Geburt gekauft haben, sondern dass es sich über einen längeren Zeitraum als sinnvoll erwiesen hat und wahrscheinlich auch noch eine lange Zeit in Gebrauch sein wird. Wie euch vielleicht auffällt sind bei meiner Zusammenstellung keine Spielzeuge enthalten. Das liegt ganz einfach daran, dass das Tochterkind recht wenig Spielzeug besitzt. Sie hat sehr viele Bücher, die sie sich sehr gerne und intensiv anschaut (wenn Interesse besteht, kann ich gerne von unseren Favoriten berichten) und spielt ansonsten gerne mit Alltagsgegenständen wie leeren Dosen, Löffeln, Tüchern etc.. Wahrscheinlich wird sich das mit den Jahren ändern, aber für den jetzigen Zeitpunkt finde ich es so für uns genau richtig. Nun aber zurück zu unseren Ausstattungslieblingen aus Essen/Trinken und Unterwegssein:

Kinder Ausstattung

 

1. Als das Thema Beikost und damit auch zusätzliche Flüssigkeitszufuhr aufkam, habe ich nach plastikfreien Trinkbechern Ausschau gehalten und mich schließlich für das BIOBU Geschirr* aus Bambus entschieden. Auch für Teller und Schüsseln finde ich sie sehr praktisch, da sie leicht sind und so vom Kind ohne Probleme allein gehalten und getragen werden können, ohne das man Angst haben muss, dass etwas kaputt geht. Das Geschirr und die Becher sind biologisch abbaubar.
2. Die Lätzchen von Lässig* haben nicht nur total süße Designs, sie schützen auch wirklich die Kleidung vor kleineren und größeren Kleckereien. Ob für Baby-Led-Weaning oder wenn die Kinder selbst anfangen, mit Besteck oder den Händchen zu essen, diese Lätzchen sind unsere absoluten Favoriten gewesen. Sie sind außerdem schnell und leicht abwaschbar und können sehr klein gefaltet werden, sodass sie auch unterwegs zum Einsatz kommen können.
3. Von unserer Purakiki Trinkflasche* habe ich bereits hier berichtet. Sie ist nachwievor in Gebrauch wenn wir unterwegs sind, hat mittlerweile einige Beulen und Dellen, funktioniert aber einwandfrei. Genial.
4. Unser Ergobaby*. Warum die Trage für uns perfekt war und bis heute ist, könnt ihr hier nachlesen. Auch hier hat sich meine Begeisterung im letzten Jahr nicht gemindert und ich empfehle sie gerne weiter.
5. Meine Tochter war nie ein großer Fan vom Kinderwagen, weshalb wir immer die Trage als Ergänzung dabei hatten: Nach spätestens 30 Minuten wurde sie sowieso getragen und der Kinderwagen diente eher als Ablage für Einkäufe, Jacken, Taschen etc. Seit sie aber merklich schwerer geworden ist und auch die meiste Zeit selbst laufen will, kommt diese Variante nicht mehr in Frage. Vor unserem Urlaub haben wir uns nach einem kleineren und mobileren Gefährt umgesehen und sind auf diesen Gesslein Buggy* gestoßen. In ihm sitzt sie viel lieber auch für längere Strecken, er lässt sich auch auf unebenem Gelände ganz gut fahren und lässt sich wirklich gut lenken. Auch auf ihn wollen wir nicht mehr verzichten.
Ich hoffe, ich konnte euch mit unseren Favoriten etwas weiterhelfen. Nun würde ich gerne von euch erfahren, was eure absoluten Favoriten in der Kinderausstattung sind?
Alles Liebe, Farina

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In der Schwangerschaft habe ich total gerne Posts von Müttern gelesen, die erzählt haben, welche Anschaffungen sie im Nachhinein sinnvoll fanden und was kaum benutzt wurde. Natürlich gibt es da verschiedene Geschmäcker, so schlafen die einen Kinder nur im Schlafsack, andere mögen diese überhaupt nicht, das eine Kind nimmt diesen Schnuller, das nächste einen anderen und meins will gar keinen.

Ich habe in der letzten Zeit auch oft überlegt, was unsere absoluten Favoriten bisher waren, auf die wir nicht mehr verzichten wollen und was ich nun weiterempfehlen würde. Generell haben wir vieles im Nachhinein gekauft, was ungemein hilft, um hormongesteuerte Fehlkäufe zu vermeiden – denn sein wir mal ehrlich, die Werbeindustrie weiß ganz genau, wie sie eine Schwangere zum Kauf von Babyprodukten bewegen kann. Gerade an Kleidung haben wir vieles geschenkt bekommen und gebraucht gekauft, nur ein paar Lieblingsteile haben wir uns selbst ausgesucht. Wie dem auch sei, hier zunächst einmal eine Auswahl unserer Kleidungslieblinge in den ersten 18 Lebensmonaten:

Kinderkleidung Favoriten
1. Halstücher. Ganz viele Halstücher. Teilweise sogar noch welche aus meiner Kindheit. Anfangs dienten sie nur dem Schutz der Kleidung beim Bäuerchen, später als Auffangschutz beim Sabbern und jetzt, wo es wieder kühler wird sind sie ideal, um den kleinen Hals vor Kälte zu schützen. Praktisch ist auch, dass sie meist eine ganze Weile passen.
2. Da wir das Bärchen viel getragen haben musste im Herbst, als es noch nicht kalt genug für einen Overall war, etwas wärmendes für die Beinchen her. Babylegs/Stulpen sind da ideal, vor allem, wenn die Hose in der Trage gerne etwas hochrutscht.
3. Wir haben uns recht schnell von allen Hosen getrennt, die ein straffes Bündchen oder gar Knöpfe hatten. Bis jetzt trägt das Tochterkind eigentlich hauptsächlich Leggins oder Pumphosen. Durch die Bündchen sitzen sie einfach bequemer, passen recht lang und sind auch sehr praktisch für:
4. Stoffwindeln. Eine der besten Entscheidungen, die wir für unsere Tochter und die Umwelt machen konnten. Ich lege jedem ans Herz, sich einmal damit auseinanderzusetzen, denn glaubt mir, sich damit zu beschäftigen lohnt sich. Berichtet habe ich darüber bereits hier und hier.
5. Vor ein paar Tagen habe ich unseren Wollfleece Overall* vom letzten Herbst wieder hervorgeholt, um zu schauen, ob er noch passt. Und das tut er. Ich bin sehr begeistert von der Qualität, der Bewegungsfreiheit und der langen Passdauer und würde ihn auch jederzeit wieder kaufen. Was auch super ist: Bein- und Armbündchen kann man umklappen und hat so u.a. auch gleich Handschuhe für die Kleinen.

Das waren nun erstmal unsere Kleidungsfavoriten, ich bin gespannt, was die nächsten 18 Monate an neuen Favoriten bringen. Nächste Woche dürft ihr euch auf unsere Ausstattungslieblinge freuen: Unterwegs, Zuhause, zum Spielen… alles was dazu gehört. Was war und ist eure Lieblingskleidung für die Kleinen?

Farina

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Vor unserem ersten Familienurlaub im letzten Monat habe ich oft Sätze gehört wie: „Urlaub mit Kleinkind ist kein Urlaub“ oder „Jetzt brauche ich aber erstmal Urlaub vom Urlaub„. Ich war also recht gespannt, wie sich unsere Zeit in der Türkei mit einem 18 Monate alten kleinen Trotzkopf gestalten würde.

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Wir haben unsere Urlaubswoche in dem kleinen Ort Dalyan verbracht, wo auch sonst viele Familien Urlaub machen und der Massentourismus noch nicht so stark angekommen ist. Das heißt nicht, dass es dort nicht auf Touristen ausgelegt ist, aber es gibt z.B. keine großen Hotelanlagen, sondern ist eher durch Ferienwohnungen, Appartments und kleinere Hotels geprägt. Die Anreise hat das Tochterkind sehr gut mitgemacht und fand alles unheimlich spannend. Zwischendurch konnte sie dennoch im Flugzeug und im Bus zum Hotel die Äuglein zu machen. In den darauffolgenden Tagen haben wir Dalyan und ein paar umliegende Ortschaften erkundet, waren natürlich am Strand und im Pool schwimmen. Wir waren auf Obst- und Gemüsemärkten und haben uns die aromatischen Früchte schmecken lassen. Und zwischendurch gab es – natürlich – auch Geschrei. Wie sollte es auch anders sein, in Deutschland ist es ja genauso. Filmreifes auf den Boden schmeißen auf dem Markt – kann sie. Aber wisst ihr was? Das war überhaupt nicht schlimm, denn es gehört dazu. Und es hielt sich auch im Rahmen. Sie versucht, ihren Willen durchzusetzen oder ihren Unmut zu äußern, und ob sie das jetzt im Urlaub oder im Alltag macht ist für sie total irrelevant. Und genauso ist es für uns unerheblich, ob wir den Trotzanfall zuhause beim Zähneputzen abwarten müssen oder am Strand beim Eincremen.

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Dementsprechend kann ich den Satz „Urlaub mit Kleinkind ist kein Urlaub“ überhaupt nicht bestätigen. Wichtig ist, dass man realistische Erwartungen hat. Natürlich kann man nicht bis Mittags ausschlafen, solange im Wasser bleiben wie man will, entspannt im Pool ein paar Bahnen schwimmen oder bis spät in die Nacht in einem Café sitzen. Wir haben uns einfach an den Rhythmus des Bärchens angepasst, waren also vormittags z.B. im Pool und haben geschwommen (oder sind ihr abwechselnd hinterher gerannt um aufzupassen, dass sie nicht in eines der Becken fällt), sind dann in unser Appartment, wo sie ihren Mittagsschlaf gehalten hat, während wir uns entweder mit ihr hingelegt haben (er) oder uns auf den Balkon gesetzt und in Ruhe ein Buch gelesen haben (ich). Nach dem Mittagsschlaf sind wir dann in den Ort gelaufen, mit dem Dolmus woanders hingefahren, waren zwischendurch mit ihr auf Spielplätzen und haben gutes Essen genossen, während das Bärchen die Aufmerksamkeit der anderen Touristen und vor allem der Einheimischen genossen hat. Und Abends, wenn sie im Bett lag und schon selig träumte, konnten wir noch draußen in der warmen Sommerluft sitzen, uns ganz ohne Alltagspflichten und Smartphoneablenkung unterhalten, leckeren Tee trinken und den Grillen lauschen (die zugegebenermaßen schrecklich laut waren). Und so war es ein richtig schöner, für uns perfekter erster Urlaub. Mit Kleinkind.

Farina

Der 1. Geburtstag des Bärchens ist nun schon wieder fast genau einen Monat her, aber ich wollte das Rezept zu ihrem Geburtstagskuchen noch mit euch teilen. Ich habe schon eine ganze Weile vorher angefangen, mich nach passenden Rezepten für Kuchen zum ersten Geburtstag umzuschauen, war aber mit dem Ergebnis der Suche nicht zufrieden. Es war wirklich nicht einfach, ein babygeeignetes Rezept zu finden, aber am Ende war nicht nur ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Deswegen bin ich sehr froh, euch dieses hier und heute zu präsentieren.

Aber von Angang an. Ich wollte gerne einen Kuchen backen, der möglichst zuckerfrei oder zuckerarm ist, da sie bis zu ihrem Geburtstag nur wirklich sehr selten zuckerhaltige Lebensmittel (natürlichen Fruchtzucker mal ausgenommen) bekommen hatte und ich keinen Grund dafür gesehen habe, ihr an diesem Tag eine Zuckerbombe vorzusetzen. Außerdem wollte ich möglichst natürliche Zutaten verwenden, der Kuchen wäre idealerweise vegan und sähe hübsch aus. Da hatte ich mir also ganz schön was vorgenommen. Nach viel Gesuche und einigem Hin und Her habe ich mich dann für einen Bananenkuchen entschieden, den ich auf Pinterest gefunden hatte: Zwei Lagen Kuchen und darum ein Joghurt Vanille Frosting (klar, das war dann nicht mehr vegan, aber es war mir lieber als Buttercreme oder ähnliches und schien mir persönlich babytauglicher). Da dürfte ja nicht viel schief gehen. Dachte ich.

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Am Tag vor ihrem Geburtstag fing ich also mit den Backvorbereitungen an. Ich habe einen Käsekuchen für die Geburtstagsgäste gebacken, der über Nacht durchziehen sollte und dann den Teig für den Bananenkuchen zusammengerührt und in den Ofen geschoben. Als ich letzteren jedoch aus dem Ofen nahm, erinnerte er eher an einen sehr dicken Pfannkuchen als an einen Tortenboden, der auch noch zweigeteilt werden sollte? Ich versuchte es nochmal, etwas variiert. Mit keinem viel besseren Ergebnis. Einen schönen Kuchen daraus zu zaubern war so gut wie unmöglich. Die Zutaten – vor allem die reifen Bananen – verbraucht. Die Uhr kurz vor Mitternacht, was nun? Schnell bei Chefkoch nach einem einfachen veganen Rührkuchen gesucht, einen Apfelmus Gugelhupf gefunden, erleichtert festgestellt, dass alle Zutaten dafür da waren und diesen kurzentschlossen mit stark reduzierter Zuckermenge in einer kleinen Springform gebacken. Dann erleichtert festgestellt, dass er gut aufgegangen und auch ansehlich war. Da konnte ich halbwegs beruhigt ins Bett gehen.

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Am nächsten Tag habe ich dann nur noch das Frosting gemacht, den Kuchen in zwei Böden geteilt, etwas Himbeersauce (die eigentlich für den Käsekuchen gedacht war) und das Frosting zwischen die Böden gestrichen und den gesamten Kuchen damit ummantelt. Da war er also, ein wirklich schöner Geburtstagskuchen. Etwas Herzchen-Deko durfte natürlich auch nicht fehlen. Und weil er wirklich sehr sehr lecker geschmeckt hat, dem Bärchen, den Gästen und uns, die wir noch ein paar Tage davon essen durften und weil gerade das Frosting wirklich sehr zu empfehlen war, hier nun das Rezept:

Ihr braucht (für einen kleinen Kuchen):
etwa 500 gr griechischen (Sahne-)Joghurt
Mark einer Vanilleschote
Agavendicksaft

Und so gehts:

1. Den Joghurt zum Abtropfen in ein Tuch geben (z.B. ein Mulltuch, wir haben ein Leinentuch). das Tuch in ein Sieb geben und dieses in eine Schüssel hängen. Etwa zwei Stunden kühl stehen lassen.

2. Nach den zwei Stunden den abgetropften Joghurt in eine weitere Schüssel geben, mit dem Mark der Vanilleschote mischen. Nach Belieben mit Agavendicksaft süßen.

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Das wars auch schon. Die Creme ist sehr lecker und könnte auch gut einfach als Desert mit frischen Beeren genossen werden. Vor allem für diejenigen, die kein Fan von Sahnetorten und Buttercreme sind, ist es eine super Alternative. Ich werde sicherlich noch oft darauf zurückgreifen. In Kombination mit dem Apfelmus Rührkuchen wirklich sehr zu empfehlen.

Und nun würde mich interessieren, was eure Kleinen zum Geburtstag für einen Kuchen bekommen haben? 🙂

Alles Liebe, Farina

Heute vor einem Jahr haben Ann Cathrin und ich nachmittags gemütlich zusammengesessen und mehr oder weniger entspannt über Gott und die Welt geredet. Es war der errechnete Entbindungstermin von meinem Februarmädchen (da wusste ich noch nicht, dass es ein Mädchen wird) und ich war ungeduldig, sehr ungeduldig. Denn ich war fest davon überzeugt, sie würde sich früher auf den Weg machen und konnte es schon seit einigen Wochen kaum abwarten, sie endlich kennen zu lernen. Aber sie hat es mit der deutschen Pünktlichkeit anscheinend sehr ernst genommen und sich exakt an den errechneten Termin gehalten. Zu dem Zeitpunkt wusste ich auch noch nicht, dass mich in den nächsten 24 Stunden die schlimmsten Schmerzen erwarten würden, die ich bisher erlebt habe – und dass ich mich heute, ein Jahr später kaum mehr an sie erinnern würde. Aber genau so ist es. Das Glück, welches ich seitdem tagtäglich erleben darf, hat das alles hunderttausende Male wettgemacht und die Erinnerung an die unschönen Dinge verblassen lassen.

Ein Jahr habe ich nun schon die große Ehre, ihre Mama zu sein und ihr beim Wachsen und Lernen zuzuschauen. Die wohl schönste und auch schwierigste Aufgabe der Welt. Schwierig, nicht nur, weil man sich am Anfang erst kennen lernen muss, Schlaf zu einem Fremdwort wird, man sich selbst schnell vergisst und sich von einem Tag auf den anderen alles, wirklich alles um einen kleinen Menschen dreht, sondern auch, weil man eine unglaubliche Verantwortung hat, ein Vorbild zu sein, sich nicht hereinreden zu lassen und auch auf seine Gefühle zu hören. In diesem Jahr durfte auch ich so viel lernen. Ich habe mit dem Bärchen eine wundervolle Person kennengelernt. Sie ist so aufmerksam, klug, freundlich, meistens hungrig, lieb, selten zickig, wunderschön, einzigartig und alles um sie herum mit Leben und Liebe erfüllend. Ich habe über mich gelernt. Bin über mich hinausgewachsen. Selbstloser geworden. Habe eine andere Perspektive kennengelernt. Verstanden und Dankbarkeit dafür entwickelt, was meine eigene Mama Wunderbares geleistet hat. Jeden Tag aufs neue versucht, eine bessere Person zu sein und an mir zu arbeiten, weil ich für diesen kleinen Menschen nur das Beste will.

Was ist in diesem einen Jahr alles passiert? Mein Kind hat sich von einem Neugeborenen zu einem Kleinkind entwickelt. Von einem Langschläfer zu einer Nachteule. Von einem zahnlosen Baby zu einem Krabbelkind mit jetzt 7 Mäusezähnchen. Sie ist meine kleine Kichererbse, ein Fußballfan (erstes „Wort“: Goal), eine kleine Raupe Nimmersatt, Löffel-verrückt, Trage- und Stillbaby, tanzbegeistert…und so vieles mehr. In einem Jahr sind so viele Facetten ihrer kleinen Persönlichkeit sichtbar geworden und ich freue mich, in den kommenden Monaten und Jahren immer mehr davon zu entdecken.

Ja, morgen feiern wir nun schon ihren ersten Geburtstag. Da wird man als Mama schnell etwas sentimental. Wo ist mein kleines hilfloses Baby hin, das vor kurzem noch erstaunt unter dem Spielbogen lag? Das erste Jahr ist so unfassbar schnell vergangen. Andrerseits freue ich mich auch riesig auf das, was in diesem nächsten Lebensjahr kommt. Das sprechen-Lernen, weitere Laufversuche, Kitaeinstieg, Spielplatzbesuche (die bösen Zähne verdrängen wir jetzt mal). Aber zuerst werde ich mich morgen an all das Schöne erinnern, das wir schon gemeinsam erleben durften. Zurückblicken. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ein Jahr ist vorbei. Und ich hoffe, dass ich sie noch viele weitere Jahre glücklich und gesund auf ihrem Lebensweg begleiten darf.

Strumpfhosen sind in der kalten Jahreszeit für die Kleinen unabdingbar. Unter der Hose, wenn es nach draußen geht, und im Haus oft einfach so, ohne Hose drüber. Man benötigt keine extra Socken und sie sind flexibel für alle Bewegungen. Und damit wären wir auch schon beim richtigen Stichwort – Bewegung. Wenn die Kleinen mobiler werden und die ersten Krabbelversuche starten, sind Strumpfhosen auf rutschigem Boden oft sehr hinderlich und führen meist dazu, dass man ein frustriertes Baby hat, welches sich rückwärts statt vorwärts schiebt. Um dem entgegenzuwirken gibt es die sogenannten ABS Strumpfhosen, also Strumpfhosen, mit Gummistoppern an den Knien. Nun sind diese aber nicht so einfach überall zu bekommen und kosten meist noch relativ viel Geld. Deswegen habe ich hier den ultimativen Spartipp und DIY in Einem: Gebrauchte Strumpfhosen + Sock Stop = Günstige Krabbelhilfe!

Srumpfhose 2

Auf Sock Stop bin ich bei Amazon gestoßen und war gespannt, ob es wirklich halten würde, was es verspricht. Ich hatte nämlich schon einige Strumpfhosen zuhause und wollte nicht noch zusätzlich neue kaufen, also dachte ich mit, ich mache meine eigenen ABS Strumpfhosen. Und siehe da, es klappt hervorragend. Mein Bärchen krabbelt nun mittlerweile erfolgreich (ob es an der Kleidung oder einfach an der Übung liegt sei dahingestellt) und die Gummistopper haben bisher alles anstandslos mitgemacht. Alles was ihr dafür braucht sind:

Strumpfhose
(Fusselrasierer)
Stop Sock
Papier oder Pappe
etwas Geduld
evtl. eine Nadel

Strumpfhose 4

1. Da Strumphosen ja sehr gerne dazu neigen, nach einigen Waschgängen diese unschönen kleinen Knötchen zu bilden, habe ich diese zunächst mit einem Fusselrasierer entfernt, um eine möglichst glatte Fläche zu erhalten. Dies müsst ihr nicht tun, ich fand es aber schöner, es macht wirklich einen starken Unterschied in der Optik der Strumpfhose.

2. Dann nehmt ihr ein Stück Pappe oder mehrfach gefaltetes Papier und schiebt dieses in die Beine der Strumpfhose, an der Stelle, wo die Knie des Babys sich anschließend befinden werden. Nun nehmt ihr die Flasche Sock Stop in die Hand und macht ein beliebiges Muster auf ebendiese Stelle. Evtl. müsst ihr zwischendurch mit einer Nadel die Öffnung „freistochern“. Das Ganze dann ca. eine Stunde trocknen lassen.

3. Anschließend könnt ihr eine weitere Schicht auftragen, damit die Masse etwas mehr an Plastizität gewinnt. Anschließend nocheinmal warten, am besten bis zum nächsten Tag.

Strumpfhose 3

Und das wars schon. Nun kann das Krabbelbaby die Strumpfhose anziehen und sich mit etwas Hilfe eigenständig fortbewegen. Genauso könnt ihr dann noch mit der Stelle unter den Füßen verfahren, wenn ihr dort auch noch Rutschfestigkeit erreichen wollt – für die ersten Schritte. Sock Stop gibt es übrigens auch in verschiedenen Farben, wenn es etwas bunter ausfallen darf.

Ich hoffe, ich konnte euch hiermit weiterhelfen. Uns hat es das auf jeden Fall.
Alles Liebe, Eure Farina

Spätestens seit der Kälte in der letzten Woche stellen sich Tragemamas wohl die Frage, was sie ihren Kleinen im Tuch oder Carrier anziehen sollen. Klar soll es schön warm halten, aber die Kleinen sollen auch nicht schwitzen, schließlich bekommen sie ja zusätzlich noch die Körperwärme der Mama ab. Zu dick angezogen und unbeweglich ist auch unangenehm für Mama und Kind. Mit diesen Fragen habe auch ich mich beschäftigt und – wie bereits im Post über unsere Trage erwähnt, die passende Lösung für uns gefunden: Einen Wollfleece Overall. Ich wollte von Anfang an einen Overall, da dort kein Oberteil und keine Hose verrutschen können und die dicken Winterjacken meist zu steiff und bewegungseinschränkend sind. Vor allem im Kinderwagen war meine Kleine davon bisher wenig begeistert, deswegen musste etwas anderes her. An Auswahlmöglichkeiten mangelte es auch hier nicht, ich habe meine Suche dann anhand des Materials eingeschränkt, da ich gerne einen Overall aus Wolle haben wollte: sie ist atmungsaktiv, wärmt und gleicht die Temperatur aus. Eben perfekt für die Trage.

Winterkleidung 2

Wir haben uns schließlich für den lindgrünen Wollfleece Overall von Cosalina entschieden und sind wirklich total begeistert: Er ist super kuschelig, relativ dünn und einfach praktisch. Wir können ihn einfach und schnell über die normale Kleidung ziehen und sind quasi ausgehfertig. Man kann die Enden der Beine und Ärmel umklappen und braucht dann z.B. keine Handschuhe mehr. Die Kaputze sitzt super und wenn es nicht ganz so eisig ist braucht man nichtmal eine zusätzliche Mütze. Und obwohl er so dünn ist, hält er wirklich gut warm und das Bärchen hat trotzdem genug Bewegungsfreiheit, die ihr in dickeren Jacken oft fehlt. Der Overall kommt momentan eigentlich täglich zum Einsatz, nicht nur in der Trage. Ich kann ihn wirklich uneingeschränkt weiterempfehlen. Da er relativ groß ausfällt, wird er wohl auch noch einige Zeit lang passen. Wenn es jetzt noch etwas kälter wird, werde ich mich wohl zusätzlich noch mit einem Trageeinsatz für die Jacke beschäftigen, damit kalte Bärchenfüße keine Chance haben!

Was zieht ihr euren Kleinen im Winter an?
Eure Farina

Nicht nur in Bezug auf die Babypflege, die Benutzung von Stoff- oder Wegwerfwindeln, sondern auch hinsichtlich des Tragens seines Babys steht man als junge Mama vor einem riesengroßen Angebot an Tragesystemen – wie soll man da für sich die richtige finden? Vor der Frage stand auch ich vor einem dreiviertel Jahr, denn für mich war von Anfang an klar, dass ich zusätzlich zum Kinderwagen auch Tragen möchte: die Nähe, die so entsteht habe ich mir sehr schön vorgestellt und fand es auch praktisch, beide Hände frei zu haben.

Ich habe mich also über das Internet informiert, was am Besten für kleine Babys ist – die prominenteste Meinung war schnell klar: das Tuch. Für die ganz Kleinen ist es am Besten, weil sie dort, ist das Tuch einmal richtig gebunden, die perfekte Haltung ermöglicht bekommt und gut gestützt werden. Da ich das erst einmal ausprobieren wollte, habe ich ein gebrauchtes didymos Tuch bei Mamikreisel gekauft und gleich in der ersten Lebenswoche meiner Kleinen ausprobiert. Dazu habe ich mir Videos über die richtige Bindeweise angeschaut. Nach einigen Wochen war für mich jedoch klar, dass das Tuch nicht mein System ist. Das Binden dauerte mir und vor allem meinem Kind oft zu lange und ich war mir nie ganz sicher, ob es nun wirklich 100%ig richtig gebunden war. Dazu kam noch dieser nervige Knoten hinten am Rücken, der unter einer dicken Jacke nicht besonders angenehm war. Für mich stand also fest, lieber eine gute Trage, die vernünftig sitzt, als ein Tuch, welches möglicherweise nicht korrekt gebunden ist. Also habe ich nach einer Alternative gesucht und schließlich standen für mich noch die bekannten Tragen Manduca oder Ergobaby zur Auswahl. Für letztere habe ich mich schließlich, inklusive eines Neugeborenen Einsatzes, entschieden und ebenfalls bei Mamikreisel gebraucht gekauft. Das war vor ca. 8 Monaten und seitdem ist die Trage eigentlich im Dauereinsatz.

Trage 1

Für uns war sie der perfekte Kauf, aus vielerlei Gründen: Sowohl mein Mann, als auch ich können sie nutzen, von Geburt an. Man kann sie problemlos auch allein anlegen. Mit und ohne Neugeboreneneinsatz ist das Baby schnell in die Trage gesetzt. Man kann sie gut überall mit hin nehmen. Wir konnten sie auf langen Zugfahrten gut benutzen und waren froh, keinen Kinderwagen dabei zu haben und zwei Hände für das Gepäck frei zu haben. Und es gibt noch so viele Gründe mehr. Oft haben wir sie auch parallel zum Kinderwagen mit, da das Bärchen meist nicht so lange im Wagen sitzen möchte und wir sie dann einfach in die Trage nehmen, statt das Kind auf dem Arm zu haben und gleichzeitig noch den KiWa zu schieben (auch wenn man dann oft etwas komisch angeschaut wird – oder fallen nur mir die merkwürdigen Blicke in den Kinderwagen auf, als ob nachgeschaut wird, ob die Frau da wirklich ein Kind in der Trage und eins im Wagen hat? Meistens sind jedoch im Kinderwagen dann Jacken oder Einkäufe 😀 ). Mittlerweile ist unsere Kleine schon etwas schwer und bei längeren Strecken geht das Gewicht ganz schön auf die Schultern. Dennoch kommt der Ergobaby Carrier eigentlich täglich zum Einsatz – nun auch auf dem Rücken, was uns ermöglicht, tagsüber im Haus etwas erledigt zu bekommen, wenn sie nicht alleine sitzen will. Sie liebt die Trage und schläft gerne in ihr ein. Und auch ich habe das Tragen von Anfang an genossen und tue es bis heute. Und auch von anderen Mamis weiß ich, dass sie sich nachträglich oft noch einen Ergobaby Carrier zusätzlich zur Manduca oder anderen Tragen gekauft haben und damit vollstens zufrieden sind. Deshalb von mir: Uneingeschränkte Weiterempfehlung 🙂

Trage 2

Generell würde ich jeder Mami empfehlen, sich über verschiedene Tragesysteme zu informieren. Es gibt leider einige, die nicht sehr gut sind, da sie ein zu starres Rückenteil haben und nicht die richtige Haltung des Kindes ermöglichen. In vielen Städten gibt es Trageberatungen, die zwar oft nicht ganz günstig sind, aber helfen können, das passende System für einen zu finden. Manchmal kann die Hebamme auch bei der Entscheidung helfen, fragt einfach mal nach. Eine weitere Möglichkeit ist das Mieten einer Trage (z.B. hier), wodurch man ebenfalls verschiedene Systeme ausprobieren kann, ohne gleich einen Haufen Geld für etwas auszugeben, was evtl. nicht gefällt, denn die meisten Tragen sind nicht ganz günstig. Hat man sich für eine Variante entschieden, kann ich auch den Kauf einer gebrauchten Trage empfehlen – so haben wir es gemacht und es keine Sekunde bereut.

Jetzt, wo es kälter wird, steht man natürlich vor der Frage, was man seinem Kind in der Trage anzieht – mehr dazu am nächsten Momday 🙂 Zu guter letzt würde mich noch interessieren, wie lange ihr eure Kinder getragen habt oder wann sie zu schwer geworden sind. Ich freue mich über eure Antworten!

Eure Farina

Seit einem halben Jahr wickeln wir nun schon – zumindest teilweise – mit Stoff und in dieser Zeit sind neben den Totsbots, über die ich bereits hier berichtet habe, zwei weitere Varianten hinzugekommen: Prefolds und Strickwindeln. Beide sind sehr kostengünstige Stoffwickelvarianten, vor allem im Vergleich zu All-in-One Windeln und waren auch u.a. aus dem Grund für mich interessant. Zuerst habe ich mich an Prefolds, auch Kalifornische Stoffwindeln genannt, gewagt, um die es hier heute gehen soll. Auf den ersten Blick scheint die Handhabung etwas umständlicher zu sein, als bei dem All-in-Ones … aber von Anfang an.

Prefold_1

Was sind Prefolds und wie sind sie zu verwenden?

Bei Prefolds handelt es sich um Faltwindeln, bei denen mehrere Stofflagen zusammengenäht wurden, also eben wie der Name schon verrät „vorgefaltet“ sind. Es gibt sie aus verschiedenen Materialien, in unterschiedlichen Größenformaten und können dementsprechend von Babys und Kleinkindern aller Altersstufen getragen werden. Man benötigt für sie unbedingt noch eine Überhose, z.B. aus Wolle oder aus PUL. Sie können als Windel um das Kind herumgelegt, aber auch einfach als Saugeinlage verwendet werden. Es gibt verschiedene Wickelvarianten, zwischen denen man anfangs evtl. etwas hin und her experimentieren muss. Sehr hilfreich war für mich z.B. dieses Youtube-Video.

Meine Erfahrungen mit Prefolds

Für die Prefolds habe ich mich, wie schon erwähnt, vor allem entschieden, da sie eine kostengünstige Stoffwindelvariante darstellen, besonders, wenn man ihren Anschaffungspreis mit dem von All-in-One Windeln, wie beispielsweise Totsbots oder Blueberrys vergleicht. Ich habe die Prefolds von XKKO* aus Baumwolle gewählt, die in einem 6-er Pack erhältlich sind. Als diese ankamen war der Stoff noch recht steiff, nach mehrmaligem Waschen sind sie mittlerweile aber weicher und damit formbarer geworden.

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In den ersten Monaten unseres Stoff-Wickelns hat die „regular“ Größe perfekt gepasst, um sie, wie im Video gezeigt, mit einer Snappi Windelklammer* zu fixieren und sie genau wie eine herkömmliche Windel einmal um das Baby zu wickeln. Das erfordert zuerst natürlich etwas Geduld und Übung, geht aber mit der Zeit in ein paar Handgriffen. Gerade deshalb würde ich immer empfehlen, möglichst früh Stoffwindeln auszuprobieren, da die Kinder dann noch nicht so mobil sind und man einfach mehr Zeit hat, die passende Methode zu finden. Ich habe über die Prefolds dann eine Überhose von Blueberry* (die ich sehr empfehlen kann) gezogen. In die Prefolds habe ich meist einen Waschlappen von Ikea und ein Stück Windelvlies gelegt, welches bei Verschmutzung in der Toilette entsorgt werden, ansonsten aber auch mitgewaschen werden kann. Das Windelpaket an sich war dadurch natürlich schon relativ groß, aber diese Windeln sind uns bisher kein einziges Mal ausgelaufen, weder tagsüber noch nachts. Da mein Kind zu dem Zeitpunkt noch eher weniger Interesse an eigener Fortbewegung hatte, hat die Windel die Beweglichkeit auch nicht eingeschränkt. Mit etwa 7 Monaten wurden die Prefolds zu klein, um sie mit der Windelklammer zu verschließen. Seitdem benutze ich sie entweder einfach so als Einlage in einer Überhose, wo sie mittlerweile auch ein recht schmales Windelpaket macht oder auch als Einlage für die Strickwindeln von disana, auf die ich, wenn Interesse besteht, ein anderes Mal noch genauer eingehen kann. Wenn meine Nachtwindeln in der Wäsche oder noch am Trocknen sind, greife ich ebenfalls gerne auf Prefolds zurück und lege einfach 2 von ihnen plus einen Ikea Waschlappen in eine Überhose, das funktioniert bislang auch sehr gut.

Generell kann ich jedem, der am Wickeln mit Stoff interessiert ist, nur empfehlen, sich einmal mit Prefolds auseinanderzusetzen. Gerade ihre vielseitige Verwendung hat mich wirklich positiv überrascht und bereitet mir immer noch viel Freude am Stoffwickeln.

Alles Liebe,
Farina

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