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Ich höre ja immer wieder von Leuten, die Angst vor Hefeteig haben. Der muss ja gehen, braucht so lange, benötigt die richtige Temperatur, den richtigen Standort usw… Ich verrate euch jetzt ein Geheimnis: Wenn ihr ein paar Dinge beachtet ist es wirklich super einfach. Versprochen! Und da ich mit Entsetzen festgestellt habe, dass mein Lieblingsgebäck, Zimtschnecken, auf diesem Blog nicht vorhanden ist, wird das jetzt ganz schnell geändert und ihr bekommt das Rezept für super einfache Zimtschnecken. Die lassen sich sogar sehr gut mit einem fast 2-Jahre-alten Kind backen (wenn ihr nichts dagegen habt, dass ständig kleine Finger in die Zimt&Zucker Mischung tippen). Also, keine Gründe mehr, sich nicht an den Hefeteig zu trauen, auf gehts.

Zimtschnecken_2

Ihr braucht (für etwa 15 kleine Schnecken)
150 gr Sojamilch
40 gr Zucker
1/2 Würfel Hefe
300 gr Mehl
1 Prise Kardamom
1 Prise Salz
40 ml neutrales Öl
30 gr Alsan / Butter
Zimt&Zucker

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Und so gehts:

1. Zuerst wird die Hefe angerührt. Wichtig ist die Temperatur der Flüssigkeit, in diesem Fall der Sojamilch. Sie sollte lauwarm sein, nicht über 40°, sonst stirbt die Hefe und der Teig wird nicht aufgehen. Erhitzt sie also kurz und lasst sie dann etwas abkühlen bis sie wirklich handwarm ist. Dann gebt ihr die Hefe und den Zucker hinein, vermischt alles gut miteinander und lasst die Mischung 15 Minuten stehen.

2. In einer großen Schüssel vermischt ihr nun das Mehl, etwas Kardamom und Salz miteinander und fügt dann das Öl und die Hefemischung hinzu. Verknetet alles gut zu einem Teig. Er sollte nicht mehr kleben. Deckt ihn mit einem Küchentuch ab und lasst ihn für etwa 1 Stunde an einem zugfreien Ort stehen.

3. Dann wird die Butter / Alsan geschmolzen und beiseite gestellt. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig zu einem Rechteck ausrollen. Wie dick ihr ihn ausrollt, ist euch überlassen. Ich rolle ihn gerne dünner aus und habe dann mehr „Windungen“ in meinen Zimtschnecken. Nun wird der Teig mit der geschmolzenen Butter gleichmäßig bestrichen und anschließend mit der Zimt&Zucker Mischung bestreut. Ich arbeite die Mischung anschließend mit der Hand noch etwas in den Teig, damit sie überall gut verteilt ist.

4. Nun wird die Teigrolle von der kürzeren Seite her aufgerollt und anschließend in 2-3 cm dicke Scheiben geschnitten. Benutzt dafür ein möglichst scharfes Messer. Die Scheiben werden dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt. Achtet dabei auf genügend Abstand zwischen den Scheiben. Dann bei 190° etwa 20 Minuten backen, bis die gewünschte Bräunung erreicht ist. Wer will, verziert die Zimtschnecken nun noch mit Zuckerguss, ich esse sie am liebsten ohne alles und noch warm.

Zimtschnecken_1

Ich liebe diese Zimtschnecken und sollte sie wirklich viel öfter machen. Denn der Großteil der Arbeit, das Gehen lassen, macht sich ja quasi von selbst! Also, wagt euch an den Hefeteig und lasst euch von diesen einfachen Zimtschnecken die Geschmacksknospen verzaubern!

Viel Spaß beim Nachbacken!

Alles Liebe,
Farina

Als wir über Weihnachten bei meiner Familie waren, hatte meine Mama kleine runde Apfelkuchen gekauft. Die Idee, statt einem großen Kuchen mehrere kleine zu backen, fand ich so toll, dass ich sie mir gleich im Kopf abgespeichert habe. Zurück zuhause habe ich dann gleich versucht, sie nachzubacken. Im Kopf hatte ich das Bild eines hübschen kleinen, fruchtigen Kuchens mit leckeren Streuseln, den man nach Belieben mit seiner Lieblingsmarmelade oder Fruchtmus füllen konnte. Nach ein bisschen Tüftelei ist mit mein eigenes Mini Kuchen Rezept auch wirklich gut gelungen und ist von der ganzen Familie als sehr gut befunden worden. Die Streusel dürften euch von meinem Pflaumen Crumble schon bekannt vorkommen – sie sind einfach meine absoluten Lieblingsstreusel, da sie durch die Nüsse unglaublich lecker schmecken. So durften sie natürlich auch auf den Mini Kuchen nicht fehlen. Für den Mürbeteig müsst ihr etwas Geduld mitbringen, er muss einige Zeit im Kühlschrank bleiben, da er sonst nicht gut zu verarbeiten ist. Ansonsten ist das Rezept wirklich gelingsicher und mit ein paar Handgriffen gemacht.

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Ihr braucht (für etwa 6 Stück):
Mürbeteig
50 gr Zucker
100 gr Alsan / Butter
150 gr Mehl
1 El Sojamehl + Wasser / 1 Ei
1 Prise Salz
Streusel
1 Handvoll (Hasel)Nüsse
2 EL Mandelstifte
30 gr Alsan/Butter
50 gr Dinkelmehl
4 EL Haferflocken
1 Prise Salz
etwas Zimt
20 gr Zucker
Füllung
Marmelade oder Apfelmus

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Und so gehts:
1. Zuerst stellt ihr einen Mürbeteig her. Da könnt ihr natürlich auch einfach euer liebstes Rezept nehmen. Ich habe hier ein ganz einfaches genommen: Zucker, Butter oder Alsan in Stücken, Mehl und Ei oder Sojamehl mit etwas Wasser und die Prise Salz in eine Schüssel geben und alles miteinander verkneten, bis eine einheitliche Masse entstanden ist – nicht zu lange kneten. Den Teig in Backpapier einwickeln und für eine Stunde im Kühlschrank lassen.

2. In der Zwischenzeit schonmal die Streusel vorbereiten. Dafür die Nüsse und Mandelstifte grob hacken, die Butter / Alsan schmelzen und anschließend beides zusammen mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel mit den Händen zu Streuseln verarbeiten. Beiseite stellen.

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3. Kleine, feuerfeste Tarteförmchen fetten. Einen Streifen Backpapier hineinlegen, sodass jeweils am Ende ein Stück rausguckt (siehe Bild). So könnt ihr nach dem Backen die Mini Kuchen ganz leicht aus der Form heben. Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen, ein Stück abschneiden und den Rest wieder in den Kühlschrank legen, damit er kalt bleibt und weiterhin gut zu verarbeiten ist. Die Form nun so mit dem Teig auskleiden, dass der Boden dünn bedeckt ist und ein niedriger Rand hochgezogen ist (etwa 1 cm). So geht ihr mit all euren Formen vor, bis der Teig verbraucht ist. Den Boden mit einer Gabel immer ein paar Mal einstechen.

4. Nun bestreicht den Boden mit je etwa 2 TL Marmelade oder Apfelmus und gebt anschließend die Streusel darauf. Dann könnt ihr den Rand noch etwas anpassen und die Mini Kuchen bei 180° etwa 35 Minuten backen, bis sie ganz leicht gebräunt sind. Kurz auskühlen lassen, mit einem Messer den Teig vom Rand lösen und mit Hilfe des Backpapiers vorsichtig aus der Form heben. Fertig sind die Mini Kuchen.

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Sie sind perfekt für die Kaffee Tafel und auch zum Mitnehmen sehr gut geeignet – klein und handlich. Wenn noch etwas Streusel übrig bleiben, könnt ihr auch einfach mit tiefgefrorenen Früchten zusätzlich z.B. einen Beeren Crumble machen. Es hängt natürlich von der größe eurer Ofenformen ab, wie viele Mini Kuchen es letztendlich werden, mit meinen Formen wurden es sechs leckere und schnell verspeiste Küchlein.

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Lasst es euch schmecken!

Alles Liebe,
Farina

Heute wird es trotz „Sweet Tuesday“ etwas gesünder, denn das heutige Rezept ist für zuckerfreie Bananenbrot Muffins. Die Süße kommt hier ganz allein von den reifen Bananen und ein wenig leckerem Ahornsirup und das ist auch vollkommen ausreichend. Für mich sind sie das perfekte Frühstück, wenn ich morgens wenig Zeit habe oder etwas für unterwegs mitnehmen will. Aber auch als „Kuchenersatz“ für den Nachmittag sind sie super lecker und werden auch vom Tochterkind sehr gern verputzt. Sie sättigen sehr gut und halten sich im Kühlschrank einige Tage. Außerdem sind sie wirklich schnell zusammengerührt. Braucht ihr noch mehr Argumente?

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Du brauchst (für 12 Stück):
3 reife Bananen
30 gr geschmolzene Margarine/neutrales Pflanzenöl
1 El geschrotete Leinsamen + 2 EL Wasser (oder ein Ei)
1-2 EL Ahornsirup
0,5 Vanilleschote
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
180 gr (Dinkel-)Mehl
Zimt
1 Handvoll Walnüsse

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Und so gehts:
1. Die geschroteten Leinsamen mit dem Wasser vermengen und beiseite stellen. Die reifen Bananen gründlich mit einer Gabel in einem tiefen Teller oder einer Schüssel zu einem Bananenbrei zerdrücken, sodass möglichst keine „Stückchen“ mehr zu sehen sind. Die geschmolzene Margarine, Leinsamen, Ahornsirup und das Mark der Vanilleschote zu den Bananen geben und alles gründlich miteinander zu einer homogenen Masse vermischen. Ich habe dazu einen Pürierstab benutzt, es geht aber auch sehr gut ohne.

2. Salz zu der Bananenmasse geben, Backpulver und Mehl dazu sieben. Nach Geschmack noch Zimt hinzugeben. Alles gut miteinander verrühren. Die Walnüsse hacken und unterheben. Nun Silikon-Muffinförmchen mit je 2 EL Teig füllen und die Muffins bei 180° im Ofen für etwa 40 Minuten backen lassen. Stäbchenprobe machen und wenn nichts mehr kleben bleibt, die Muffins aus dem Ofen nehmen.

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Ihr könnt den Teig natürlich auch einfach in eine Kastenform geben und ein normales Bananenbrot backen. Ich finde allerdings die Idee, sie in kleinen Portionen zu backen gar nicht zu schlecht, da man sie so gut auch mitnehmen kann, sie nicht so schnell austrocknen und auch für Kinderhände gut zu halten sind.
Ich empfehle übrigens, wirklich Silikonförmchen und keine Papiermuffinförmchen zu nehmen, wenn ihr nicht gerade gerne Papier mitesst, das klebt nämlich durch die Konsistenz des Teigs auch nach dem Backen noch total an dem Muffin und ist recht schwer zu lösen. Ansonsten bin ich aber ganz begeistert, die Bananenbrot Muffins sind trotz der geringen Menge an Ahornsirup und des Verzichts auf zusätzlichen Zucker sehr lecker und aromatisch und haben diese typische „chewy“ Bananenbrot Konsistenz. Ohne zusätzliche Walnüsse sind sie sicher auch für den Beikoststart mit Baby-Led-Weaning eine gute Idee.

Alles Liebe,
Farina

Auf Pinterest haben mich die letzten Wochen Bilder von leckeren Scones unterschiedlicher Art verfolgt und es geschafft, mich sehr neugierig zu machen, wie diese Gebäckstücke wohl schmecken. Außer auf Pinterest und auch einigen Blogs hatte ich bisher noch nie etwas von ihnen gehört und musste mich so erstmal schlau machen: Scones sind ein britisches Gebäck, welches dort traditionell zum Tee mit Butter, Marmelade und/oder einer Art Rahm gegessen wird. Auf der Suche nach Rezepten habe ich die unterschiedlichsten Varianten gefunden: Mit Marzipan, Zimt&Apfel (muss unbedingt noch ausprobiert werden), Haferflocken und und und. Ich habe mich zum Testen für Chocolate Chip Scones entschieden. Damit kann man eigentlich nichts falsch machen, hab ich mir gedacht. Und ich lag richtig: Sie haben für mich genau die richtige Süße, durch die Schokostückchen das „gewisse Etwas“ und man braucht nicht viele Zutaten. Deswegen will ich euch mein Rezept für absolut geniale (vegane) Chocolate Chip Scones natürlich auch nicht vorenthalten, hier kommt es:

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Ihr braucht (für 8 Stück):
250 gr Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Natron
60 gr (Rohrohr-)Zucker
1 Prise Salz
1 TL Vanillezucker oder Vanilleextrakt
40 gr kalte Butter oder Alsan
150 ml (Soja-)Milch
50 gr Zartbitterschokolade

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Und so gehts:
1. Den Ofen auf 200° vorheizen. Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben, Natron, Rohrzucker und Vanillezucker dazu geben und alles gründlich miteinander vermengen.

2. Die kalte Butter/Alsan in kleinere Würfel schneiden und dazu geben, und mit den Händen gut verkneten. Dann soviel (Soja-)milch dazu geben und solange vermischen, bis ein homogener Teig entstanden ist. Er sollte sich etwas vom Schüsselrand lösen, darf aber noch ein bisschen klebrig sein. Nicht zu viel rühren. Die Schokolade hacken (ihr könnt natürlich auch Schokoladentropfen/chocolate chips nehmen, ich hatte gerade nur normale Schoki zuhause.

3. Schokolade unterheben und den Teig mit einem Teigspatel aus der Schüssel direkt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Mit angefeuchteten Händen zu einem runden, etwa 2 cm hohem Teig formen und mit einem ebenfalls angefeuchteten Messer wie eine Torte tief einschneiden. In den Ofen geben und etwa 40 Minuten backen. Wenn die Einschnitte beim Backen verschwinden könnt ihr diese auch nach 20 Minuten noch einmal nachziehen und dann ganz normal weiterbacken.

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Die Chocolate Chip Scones sind dann fertig, wenn sie etwas „trocken“ und fest wirken, aber nicht verbrannt sind. Je nachdem, wie euer Ofen backt, solltet ihr gegen Ende der Backzeit ein Auge auf die Scones haben.

Sie schmecken ganz hervorragend als süßes Frühstück oder auch nachmittags, als Alternative zum Kuchen. Mich haben sie wirklich überzeugt und ich werde ganz bestimmt noch weitere „Scones-Geschmacksrichtungen“ ausprobieren!

Habt ihr schon mal Scones probiert und wenn ja, was ist eure Lieblingsvariante?

Alles Liebe,
Farina

Wenn es draußen kälter und ungemütlicher wird, steigt bei mir parallel zum Konsum von wärmenden Heißgetränken auch die Lust auf Süßes, am besten frisch aus dem Ofen, sodass man es sich – eingehüllt in den unvergleichlichen Geruch von Selbstgebackenem – gleich auf der Couch mit den Liebsten gemütlich machen möchte. Mit Kleinkind am sprichwörtlichen Rockzipfel ist es aber gar nicht so einfach, etwas aufwändiges zu zaubern und gleichzeitig der immer lauter und eindringlicher werdenden Forderung „Mama, Arm!“ nachzukommen. Deswegen muss es in solchen Fällen möglichst schnell gehen und mit wenigen Zutaten auskommen. Mein go-to Rezept ist da momentan Obst Crumble, ob mit leckeren Zwetschgen, Beeren, Äpfeln, Pfirsichen oder auch mal einer Mischung aus allem zusammen: Es geht schnell, schmeckt hervorragend – auch dem Töchterlein – und ist gelingsicher. Das Rezept habe ich ursprünglich von der tollen LadyLandrand und dieses dann nach unserem Geschmack zu einem leckeren Pflaumen Crumble mit Mandel und Zimt abgewandelt. Ich hoffe, es schmeckt euch genauso gut wie uns!

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Ihr braucht (für etwa 4 Portionen)
Obst (z.B. 500 gr Pflaumen und 2 Äpfel)
1 EL Zucker oder Agavendicksaft (wenn das Obst an sich süß ist, könnt ihr darauf auch verzichten)
1 TL Zimt
etwas Wasser
1 handvoll Mandeln
120 gr Dinkelmehl
80 gr Butter oder Alsan
1-2 TL Zimt
8 EL Haferflocken
1 Prise Salz
60 gr Rohrohrzucker (oder Birkenzucker)

Pflaumen-Crumble-Zimt-Mandel-3

Und so gehts:

1. Den Ofen auf 200° vorheizen. Das Obst Waschen, Zwetschgen entkernen und vierteln, Äpfel in Spalten schneiden. In einen Topf geben und mit ein klein wenig Wasser und Zimt aufkochen lassen. Ich gebe zusätzlich zum Zimt auch gern etwas selbst angerührtes Pumpkin Pie Spice hinzu. Nach Belieben süßen (ich süße oft gar nicht zusätzlich) und 5 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.

2. Butter/Alsan in einem weiteren Topf zum schmelzen bringen und beiseite stellen. Die Mandel fein hacken oder in der Küchenmaschine grob zerkleinern. Sie sollten nicht fein gemahlen sein, sondern eher gehackt, sodass noch eine Stückchen vorhanden sind. Die Mandeln mit dem Mehl, den Haferflocken, Salz und Zimt gut vermengen. Zucker und geschmolzene Butter/Alsan hinzugeben und alles mit zwei Gabeln zu einer krümmeligen Masse verkneten.

3. Das Obst aus dem Topf in eine feuerfeste Form geben, den Crumble darauf verteilen (nicht wundern, wenn noch recht viel Flüssigkeit da ist, die wird im Ofen verschwinden) und das ganze für etwa 20 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Etwas abkühlen lassen und unbedingt noch warm genießen!

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Dieser Crumble ist wirklich ruck zuck mit ein paar Handgriffen gemacht und schmeckt einfach so gut. Die Streuselkomination ist momentan mein absoluter Favorit, mit den Haferflocken und den kleinen knusprigen Mandelstückchen… einfach genau richtig! Ich kann euch nur ans Herz legen, das mal auszuprobieren!

Er schmeckt übrigens auch als Blechkuchen hervorragend: Einfach die passende euer liebstes Rührkuchenrezept nehmen, dieses für den Boden verwenden und, die ungekochten Früchte darauf verteilen und dann die Streusel wie beschrieben herstellen. Die Backzeit verlängert sich dann natürlich.

Was ist euer derzeitiges Soulfood, seid ihr auch im Crumblefieber?
Farina

In ein paar Tagen ist es mal wieder so weit und es stehen Feiertage vor der Tür. Und bevor ihr jetzt vielleicht panisch überlegt, ob ihr irgendwas vergessen habt oder ob ihr vielleicht noch einkaufen müsst, weil die Geschäfte geschlossen haben: Keine Angst! Ich rede nicht von gesetzlichen Feiertagen hier in Deutschland, sondern vom islamischen Opferfest. Das ist der höchste Feiertag für die Muslime, an dem an die Geschichte von Abraham/Ibrahim und seinem Sohn Ismail gedacht wird. Viele schlachten an diesem Tag ein Opfertier und verteilen das Fleisch an Arme und Bedürftige. Und wie es an Feiertagen auf der ganzen Welt wohl so üblich ist, werden traditionell auch die Verwandten und Nachbarn besucht, man sitzt beisammen, trinkt Tee oder Kaffee und genießt die ein oder andere selbst gebackene Süßigkeit.

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Aus diesem Grund habe ich heute ein Rezept für ein besonderes Gebäck für euch, welches in Syrien und der restlichen Levante an den Feiertagen, also auch am Fest zum Ende des Ramadan, gebacken und gegessen wird. Man fängt schon einige Tage vorher an und backt gleich eine große Menge, da die leckeren Teilchen sehr schnell verspeist sind. Ich mag diese Tradition sehr gern, vor allem, wenn man mit der Familie zusammen backt, man kann es wahrscheinlich gut mit dem Plätzchenbacken in der Adventszeit vergleichen. Das Gebäck heißt Maamoul und besteht zum großen Teil aus Gries und wird mit einer Füllung aus Datteln oder Nüssen zubereitet. Hier gibt es natürlich in jedem Haushalt ein eigenes Rezept, manche nehmen nur Gries, manche mischen Mehl dazu und wieder andere nutzen Hefe. Mein Rezept ist einfach das, was uns am besten schmeckt, mit einer leckeren Füllung aus Walnüssen und etwas Zimt. Und das benötigt ihr:

Maamoul 3

Zutaten für etwa 25 Stück:
Für den Teig:
350 gr Hartweizengries
80 gr Mehl
40 gr Zucker
1 Prise Salz
180 gr Butter oder Alsan
0,5 bis 1 Teeglas Wasser
1 EL Orangenblüten- oder Rosenwasser
Für die Füllung:
100 gr Walnüsse
2 gehäufte EL (Rohrohr-)Zucker
Zimt
Orangenblüten- oder Rosenwasser
Außerdem:
Puderzucker

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Und so gehts:
1. Hartweizengries, Mehl, Zucker und Salz miteinander in einer großen Schüssel vermengen. Die Butter oder pflanzliche Margarine in kleine Stücke schneiden und mit den Händen mit den trockenen Zutaten in der Schüssel gut verkneten, bis ein krümmeliger Teig entstanden ist. Das Orangenblüten- oder Rosenwasser und etwa die Hälfte des Wassers hinzugeben und nochmals sehr gut kneten, bis die Masse relativ glatt ist. Die Schüssel abdecken und etwa 30 Minuten stehen lassen.

2. Für die Füllung könnt ihr natürlich auch mit den Nüssen variieren, ich mische gerne noch ein paar Cashewkerne unter. Alle Zutaten in einen Mixer geben und zerkleinern, bis die Nüsse gehackt sind (nicht zu fein). Noch einmal gut miteinander vermengen, damit der Zucker gleichmäßig verteilt ist.

3. Nun kommt der „anstrengendste“ Teil: Ihr müsst den Teig so lange kneten, bis er gut zusammenhält und die einzelnen Grieskörner nicht mehr an der Hand kleben. Dafür könnt ihr den Teig aneinander reiben und die Teigkugel auch mal auf ein Tablett oder in die Schüssel „werfen“. Gebt währenddessen nach und nach den Rest des Wassers hinzu. Das kann schonmal 30 Minuten dauern, ist aber sehr wichtig. Ihr merkt, dass ihr fertig seid, wenn der Teig gut zusammenhält und ihr eine Kugel formen könnt, die beim Formen nicht zerfällt und keine Risse bekommt. Ist der Teig immer noch zu klebrig, gebt etwas mehr Mehl hinzu, ist er zu trocken und bröselig, noch etwas Wasser.

Maamoul 2

4. Den Ofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen. Nun geht es ans Füllen. Ihr formt wie gesagt eine Kugel, macht dann mit dem Finger eine Kuhle in diese und formt diese so aus, dass die Wände etwas dünner werden, aber noch gut halten. Dann gebt ihr etwas von der Füllung in diese Kuhle, verschließt die Öffnung, sodass die Füllung von dem Teig bedeckt ist. Wenm ihr nun eine Form für Maamoul habt, dann drückt die Kugel in die Form und „klopft“ sie anschließend heraus und legt das fertige Teilchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Habt ihr keine Form, könnt ihr einfach die Kugel etwas flach drücken und mit einer Gabel ein Muster darauf pressen. Hier findet ihr eine schöne bebilderte Anleitung dazu.

5. Wenn ein Blech voll ist, dieses für etwa 20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Sie müssen nicht braun werden, sollten aber fest sein, hebt sie einfach mit einer Gabel oder einem Messer hoch und schaut, wie sie von unten aussehen. Wenn sie fertig sind, großzügig mit Puderzucker bestreuen und auskühlen lassen. In einer dichte Dose halten sie sich eine ganze Zeit lang. Es sei denn, sie stehen in Reichweite, dann halten sie garantiert nicht lange!

Maamoul 4

Es scheint vielleicht etwas aufwändig, lohnt sich aber allemal! Probiert es mal aus 🙂

Was ist euer liebstes Festtagsgebäck (egal für welchen Festtag)?

Alles Liebe,
Farina

Der Frühling ist endlich da! Zeit für tolle Fotos und damit auch wieder viele neue und leckere Rezepte! Was wäre da besser als eine saftige Torte, die schon so schrecklich gut nach Sommer schmeckt?

Zwar sind die Erdbeeren, die es momentan gibt, noch nicht die besten, aber man kann sie essen und vor allem für eine leckere Erdbeer-Zitronen-Torte verwendenden. Diese Torte bekommt noch mehr zitronigen Geschmack durch Lemoncurd. Ich musste ja ehrlich gesagt erstmal googeln, was das ist – gehört habe ich es schon oft. Und: den Lemoncurd kann man auch ganz gut selber machen. Die Engländer essen ihn wohl auch als Brotaufstrich – also wer mag: es bleibt noch genügend über, um ihn auch morgens auf dem Brot oder zum Nachmittagstee zu genießen.

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Aber nun zu den Zutaten für die einzelnen Bestandteile der Torte:

Für die beiden Böden:

Zwei Springformen mit 18cm Durchmesser
6 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
350g Zucker
350g warme Butter
2 Bio-Zitronen
350g Mehl
1 Päckchen Backpulver

Für den Lemoncurd:

75g Butter
3 Bio-Eier
3 Bio-Zitronen
250g Zucker
1 abgekochtes Marmeladenglas

Für die Creme:

400g Frischkäse, Doppelrahmstufe
30g Puderzucker
300ml Sahne
1 Päckchen Sahnesteif
100g vom Lemoncurd

etwas Erdbeermarmelade
500g frische Erbeeren

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1.
Den Backofen könnt Ihr schonmal auf 175 Grad vorheizen. Dann in einer Rührschüssel die Eier, Vanillezucker und den Zucker schaumig schlagen. Die weiche Butter nach und nach hinzu geben. Die Zitronen waschen, die Schale abreiben und die Zitronen dann gründlich auspressen. Mehl und Backpulver, sowie die Hälfte der abgeriebenen Zitronenschale mischen und abwechselnd mit dem Zitronensaft zu der Mischung geben und gut verrühren.
Den Teig gleichmässig in die vorgefetteten Springformen geben und für 50-55 Min backen. Danach 10 Min in der Springform auskühlen lassen, dann ohne Springform auf einem Kuchengitter vollständig erkalten lassen.

2.
Der Lemoncurd kann gut während der Backzeit zubereitet werden, dann hat er noch etwas mehr Zeit um abzukühlen. Dafür die Butter in einem Topf schmelzen lassen und dann zur Seite stellen. Die Zitronen waschen und die Schale abreiben und auch diese Zitronen gründlich auspressen.
Ca. 150ml Zitronensaft, die Zitronenschale und den Zucker zur Butter geben und unterrühren. Die Eier durch ein feines Sieb ebenfalls unter die Masse heben. Den Herd kurz auf die höchste Stufe stellen, damit der Lemoncurd sich gut erhitzt, dann aber schnell wieder auf kleine Flamme stellen. Der Lemoncurd darf nicht kochen! So lange erhitzen und dabei rühren, bis der Lemoncurd eindickt, in etwa wie Pudding.
Den Lemoncurd in das abgekochte Marmeladenglas füllen und sofort verschließen. Im Kühlschrank hält er sich dann ungefähr drei tage.

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3.
Für die Creme den Frischkäse in einer Rührschüssel cremig rühren, den Puderzucker hinzu geben. Die Sahne und das Sahnesteif hinzugeben und mit einem Rührbesen so lange rühren, bis eine cremige Masse entstanden ist. Zum Schluss den Lemoncurd unterheben.

4.
Nun wird die Torte zusammengesetzt! Die Erdbeeren waschen, die Hälfte halbieren und die anderen Hälfte entstielen und in dünne Scheiben schneiden. Einen Tortenboden mit Erdbeermarmelade bestreichen und mit Erdbeerscheiben belegen. Dann eine ordentliche Schicht Creme locker darüber legen und den zweiten Tortenboden auf setzen. Der zweite Tortenboden wird ebenfalls mit Creme bestrichen und die ganze Torte dann dünn mit der restlichen Creme überzogen. Zum Schluss kommen noch die halbierten Erdbeeren zur Dekoration oben drauf.

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Ich hoffe Euch schmeckt diese saftige Sommertorte!

Eure Ann Cathrin

Der 1. Geburtstag des Bärchens ist nun schon wieder fast genau einen Monat her, aber ich wollte das Rezept zu ihrem Geburtstagskuchen noch mit euch teilen. Ich habe schon eine ganze Weile vorher angefangen, mich nach passenden Rezepten für Kuchen zum ersten Geburtstag umzuschauen, war aber mit dem Ergebnis der Suche nicht zufrieden. Es war wirklich nicht einfach, ein babygeeignetes Rezept zu finden, aber am Ende war nicht nur ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Deswegen bin ich sehr froh, euch dieses hier und heute zu präsentieren.

Aber von Angang an. Ich wollte gerne einen Kuchen backen, der möglichst zuckerfrei oder zuckerarm ist, da sie bis zu ihrem Geburtstag nur wirklich sehr selten zuckerhaltige Lebensmittel (natürlichen Fruchtzucker mal ausgenommen) bekommen hatte und ich keinen Grund dafür gesehen habe, ihr an diesem Tag eine Zuckerbombe vorzusetzen. Außerdem wollte ich möglichst natürliche Zutaten verwenden, der Kuchen wäre idealerweise vegan und sähe hübsch aus. Da hatte ich mir also ganz schön was vorgenommen. Nach viel Gesuche und einigem Hin und Her habe ich mich dann für einen Bananenkuchen entschieden, den ich auf Pinterest gefunden hatte: Zwei Lagen Kuchen und darum ein Joghurt Vanille Frosting (klar, das war dann nicht mehr vegan, aber es war mir lieber als Buttercreme oder ähnliches und schien mir persönlich babytauglicher). Da dürfte ja nicht viel schief gehen. Dachte ich.

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Am Tag vor ihrem Geburtstag fing ich also mit den Backvorbereitungen an. Ich habe einen Käsekuchen für die Geburtstagsgäste gebacken, der über Nacht durchziehen sollte und dann den Teig für den Bananenkuchen zusammengerührt und in den Ofen geschoben. Als ich letzteren jedoch aus dem Ofen nahm, erinnerte er eher an einen sehr dicken Pfannkuchen als an einen Tortenboden, der auch noch zweigeteilt werden sollte? Ich versuchte es nochmal, etwas variiert. Mit keinem viel besseren Ergebnis. Einen schönen Kuchen daraus zu zaubern war so gut wie unmöglich. Die Zutaten – vor allem die reifen Bananen – verbraucht. Die Uhr kurz vor Mitternacht, was nun? Schnell bei Chefkoch nach einem einfachen veganen Rührkuchen gesucht, einen Apfelmus Gugelhupf gefunden, erleichtert festgestellt, dass alle Zutaten dafür da waren und diesen kurzentschlossen mit stark reduzierter Zuckermenge in einer kleinen Springform gebacken. Dann erleichtert festgestellt, dass er gut aufgegangen und auch ansehlich war. Da konnte ich halbwegs beruhigt ins Bett gehen.

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Am nächsten Tag habe ich dann nur noch das Frosting gemacht, den Kuchen in zwei Böden geteilt, etwas Himbeersauce (die eigentlich für den Käsekuchen gedacht war) und das Frosting zwischen die Böden gestrichen und den gesamten Kuchen damit ummantelt. Da war er also, ein wirklich schöner Geburtstagskuchen. Etwas Herzchen-Deko durfte natürlich auch nicht fehlen. Und weil er wirklich sehr sehr lecker geschmeckt hat, dem Bärchen, den Gästen und uns, die wir noch ein paar Tage davon essen durften und weil gerade das Frosting wirklich sehr zu empfehlen war, hier nun das Rezept:

Ihr braucht (für einen kleinen Kuchen):
etwa 500 gr griechischen (Sahne-)Joghurt
Mark einer Vanilleschote
Agavendicksaft

Und so gehts:

1. Den Joghurt zum Abtropfen in ein Tuch geben (z.B. ein Mulltuch, wir haben ein Leinentuch). das Tuch in ein Sieb geben und dieses in eine Schüssel hängen. Etwa zwei Stunden kühl stehen lassen.

2. Nach den zwei Stunden den abgetropften Joghurt in eine weitere Schüssel geben, mit dem Mark der Vanilleschote mischen. Nach Belieben mit Agavendicksaft süßen.

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Das wars auch schon. Die Creme ist sehr lecker und könnte auch gut einfach als Desert mit frischen Beeren genossen werden. Vor allem für diejenigen, die kein Fan von Sahnetorten und Buttercreme sind, ist es eine super Alternative. Ich werde sicherlich noch oft darauf zurückgreifen. In Kombination mit dem Apfelmus Rührkuchen wirklich sehr zu empfehlen.

Und nun würde mich interessieren, was eure Kleinen zum Geburtstag für einen Kuchen bekommen haben? 🙂

Alles Liebe, Farina

Eine Idee für ein viertes und damit auch schon letztes Rezept für unsere Februaraktion zu finden, war gar nicht so einfach. Zucchini, Rote Beete, Süßkartoffel… und dann? Ich wollte keinen gewöhnlichen Karottenkuchen backen und nach den doch sehr schokoladigen Brownies sollte es auch kein Schokokuchen sein. Bei meiner Suche bin ich dann auf ein Gemüse gestoßen, welches ich vor meiner Zeit als Mama oder genauer gesagt vor der Beikosteinführung ehrlich gesagt gar nicht kannte. Die Rede ist von der Pastinake. Im Gemüseregal ist sie recht unscheinbar und auch in diesem saftigen Kokoskuchen hält sie sich geschmacklich dezent zurück. Dafür sorgt sie für eine tolle Konsistenz und harmoniert hervorragend mit den restlichen Zutaten.

Pastinake 1

Da Pastinaken sehr beliebt für die Herstellung von Babybrei sind, hat man für diesen Kuchen sogar die Möglichkeit etwas Zeit zu sparen, indem man auf die eigene Herstellung von Pastinakenpüree verzichtet und stattdessen ein fertiges Gläschen nimmt. Entscheidet ihr euch dafür, es selbst zu machen, braucht ihr etwa 5-6 mittelgroße Pastinaken, schält diese und schneidet sie in Stückchen. Legt sie auf ein Backblech und lasst sie bei 180 ° im Ofen so lange backen, bis sie weich sind. Anschließend etwas abkühlen lassen und dann pürieren. Falls ihr Gläschen nehmt, braucht ihr etwa 2 kleine. Insgesamt ergibt das Rezept etwa einen mittelgroßen Gugelhupf.

Dafür braucht ihr:

3 EL geschrotete Leinsamen
7 EL lauwarmes Wasser
200 g (Dinkel-)Mehl
2 TL Backpulver
¼ TL Natron
1 Prise Salz
200 g Rohrohrzucker
235 g Pastinakenpüree
1/2 Vanilleschote
2 EL (Soja-) Joghurt
50 g Kokosflocken
1 EL Chiasamen (optional)
120 ml Neutrales Pflanzenöl

Pastinake 2

Und so gehts:

1. Den Ofen auf 180° vorheizen und die Gugelhupfform fetten und mehlen. In einer kleinen Schüssel die geschroteten Leinsamen mit dem Wasser vermischen und verrühren, als würdet ihr ein Ei aufschlagen und anschließend beiseite stellen. Die Leinsamen haben nämlich die Funktion des Ei-Ersatzes. Wenn ihr keinen veganen Kuchen machen wollt, könnt ihr stattdessen auch einfach 3 Eier verwenden.

2. In einer weiteren Schüssel Mehl, Backpulver, Natron und Salz miteinander vermengen und beiseite Stellen. Die Leinsamenmischung (oder Eier) mit dem Zucker gut verrühren. Pastinakenpüree, Öl, Mark der Vanilleschote, Joghurt, Kokosflocken und Chiasamen hinzugeben und alles zu einer homogenen Masse verrühren.

3. Das Mehlgemisch hinzugeben und unterheben. Den nun entstandenen Teig in die vorbereitete Form geben und diese in den vorheizten Ofen stellen. Nach ca. 50 Minuten sollte der Kuchen fertig sein, ggf. mit der Stäbchenprobe kontrollieren. Er sollte auf jeden Fall in der Form auskühlen. Anschließend könnt ihr ihn vorsichtig stürzen und nach belieben noch mit Puderzucker und/oder Kokosraspeln verzieren.

Pastinake 4

Wenn ihr diese Schritte befolgt habt, habt ihr nun einen leckeren Pastinakenkuchen vor euch, der sehr locker und leicht ist, dennoch saftig und mit einem tollen Kokosaroma. Ich habe die einfache Variante mit dem fertigen Pastinakenpüree gewählt und kann mir gut vorstellen, den Kuchen so noch öfter zu backen, da er wirklich unkompliziert und lecker ist.

Ich hoffe, ihr hattet genausoviel Spaß an unserer Februaraktion, wie wir. Ich fand es total spannend, neue Sachen auszuprobieren und zu schauen, ob sie auch wirklich gelingen 🙂 Alle vier Rezepte haben mich unglaublich überrrascht und motivieren mich, in Zukunft noch viel öfter mit bisher unbekannten Zutaten zu experimentieren.

Alles Liebe, Farina

Irgendwann ist immer das erste Mal – und dieser Februar scheint einige davon für mich bereit zu halten. Nicht nur, dass ich im Rahmen unserer Februaraktion ganz neue Sachen backe, ich wage mich auch auf bisher unbekanntes Terrain. Ich habe zumindest bis vor kurzem noch nie frische Rote Beete gekauft. Ich mochte sie auch, um ehrlich zu sein, nie besonders. Ich habe auch noch nie ein extra Valentinstag Rezept gepostet, denn ich bin kein großer Fan dieses Tags. Tja. Und jetzt hab ich hier für euch super Valentinstag-taugliche Rote Beete Cupcakes. Und das meine ich nicht, weil ich diesen Tag nicht mag und ihn euch mit ekelhaften Gemüsecupcakes verderben möchte. Nein, ganz im Gegenteil. Diese kleinen Schönheiten können jedem den 14.02. versüßen, versprochen.

Rote Beete 5

Ich bin ja immer total begeistert, wenn ich sehe, was für unglaubliche Farben in der Natur vorkommen, ganz ohne Chemie und Zusätze. Und so ist es auch bei der Roten Beete. Was läge da also näher als dem Klassiker der Red Velvet Cupcakes einen pseudo-gesunden Touch zu geben? Denn genau das ist mir gelungen, schaut doch einfach her:

Ihr braucht (für ca. 6 Muffins):

70 gr Rote Beete Püree
20 gr geschmacksneutrales Öl
100 gr Rohrohrzucker
1/2 Vanilleschote
100 gr Mehl
1 EL Backkakao
Salz
1 EL Backpulver
Sojamilch

Rote Beete 3

Zunächst müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Anfangs war ich mir nicht sicher, ob die rote Farbe besser durch das Püree von roher oder gekochter Beete herauskommen würde. Also habe ich kurzerhand beides ausprobiert. Den Vergleich seht ihr hier. Rechts ist der Cupcake mit roher und links der mit gekochter roter Beete. Rein vom optischen her ist der Unterschied nicht extrem stark (wenn man es weiß, sieht man es schon), aber geschmacklich empfiehlt es sich auf jeden Fall, die rote Beete vorher zu kochen. Ansonsten kommt der leicht erdige Geschmack doch etwas heraus und das könnte stören. Also zunächst die Rote Beete (eine kleine bis mittlere sollte reichen) ungeschält (!! sehr wichtig) etwa eine Stunde kochen lassen. Darauf achten, dass die Schale wirklich nicht verletzt ist, denn sonst „blutet“ die rote Farbe, die wir ja haben wollen, aus. Anschließend die rote Beete vorsichtig schälen und fein pürieren. Und dann kann das eigentliche backen auch schon losgehen:

1. Den Ofen auf 175 °C vorheizen. Das Püree mit dem Öl vermischen, bis eine einheitliche Masse entstanden ist. Zucker und Mark einer halben Vanilleschote hinzugeben und wieder vermischen. Die Schüssel zur Seite stellen.

2. In einer weiterren Schüssel Mehl, Kakaopulver (unbedingt Backkakao oder noch besser rohes Kakaopulver benutzen, auf keinen Fall Kaba oder ähnliches), Salz und Backpulver miteinander verrühren, sodass keine Klümpchen mehr zu sehen sind.

3. Nun die Mehlmischung portionsweise unter das Püree mischen. Wenn der Teig zu zäh wird, ein wenig Pflanzenmilch dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (es sollte ein typischer Muffinteig sein, nicht zu flüssig. Ich habe etwa 20-30 ml Sojamilch benutzt)

4. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auskleiden und diese etwa zu 2/3 mit dem Teig füllen. 20-25 Minuten im Ofen backen, zur Sicherheit die Stäbchenprobe machen.

Rote Beete 1

Nach diesen vier simplen Schritten solltet ihr ziemlich rote Muffins vor euch stehen haben. Sie schmecken natürlich auch so, sind nicht zu süß und haben durch den Kakao einen ganz leicht kakaoigen Geschmack. Ich muss an dieser Stelle auch gestehen, dass ich Muffins immer Cupcakes vorziehen würde, ich bin einfach kein großer Fan von Frostings, Sahne etc. … aber es sieht nunmal einfach viel zu schön aus, macht riesigen Spaß und zu richtigen Red Velvet Cupcakes gehört es nunmal dazu. Also hier noch die Zutaten, die ihr für das vegane Buttercreme Frosting braucht:

60 gr Alsan Pflanzenmargarine
120 gr Puderzucker

Nun einfach die weiche Margarine mit dem gesiebten Puderzucker verrühren, nach Bedarf noch etwas Vanillemark für den Geschmack dazugeben und die Cupcakes damit verzieren. Und schon habt ihr super Valentinstag-taugliche Leckereien.

Rote Beete 2

Wie ihr an den Mengenangaben sehen könnt, mache ich immer etwas kleinere Mengen, für einen 2,5 Personenhaushalt nimmt die Backerei sonst nicht zu bewältigende Ausmaße an. Ihr könnt das Rezept aber natürlich ohne Probleme verdoppeln und habt dann in etwa die Standardmenge von 12 Cupcakes.

Ich will in Zukunft auf jeden Fall noch weitere Sachen mit Roter Beete ausprobieren, habt ihr Tipps oder Ideen?

Alles Liebe, Farina