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Chaos in meinem Kopf. Riesen großes Chaos und vielleicht hilft das Schreiben ein wenig – ich weiß es nicht.
Es ist Samstag, der erste Oktober. Wieder ein neuer Monat. Ich sitze im verregneten Leipzig und warte auf meinen Zug. Mein Rücken schmerzt mal wieder fürchterlich, mein Hals tut weh – die Nase war in der Nacht schon zu. Ich brüte eine gewaltige Erkältung aus und mein Körper und Kopf kämpfen gegen sie an. Krank werden geht jetzt einfach nicht.

 

Ein neuer Monat, das letzte Quartal des Jahres und ich sitze hier und frage mich, warum bin ich da wo ich bin? Hätte ich nicht viel weiter sein können? Wohin will ich? Und vor allem was? Das sind Fragen, die ich mir schon lange stelle. Die ich gebeten wurde mir zu stellen und auf die ich keine Antwort habe. Ich will alles und immer sofort. Dass das nicht funktioniert weiß mein Kopf und dennoch will ich es nicht akzeptieren. Und anstatt mit einer Sache innleinen Schritten anzufangen, mache ich nichts. Oder zu wenig, wie mir es immer scheint.

 

Was will ich überhaupt? Das ist die große Frage. Gerade heute, der Tag an dem mein Studentenausweis der FU in Berlin gültig wird. Master Islamwissenschaft. Will ich das? Ich habe gesagt ich probiere es aus, ob es passt, ob ich es zeitlich schaffe. Doch ich sehe schon jetzt, dass mir die Zeit nicht reichen wird, dass ich mich wieder massiv überfordere – aber ich will doch gerne so viel mehr lernen, Sprachen wirklich beherrschen und einen Masterabschluss haben. Aber dafür brauche ich erstmal den Bachelor. Und da rast mir die Zeit nur so davon. Ich finde keinen Anfang bei allen Arbeiten, die ich jetzt dringend schreiben muss. Bin völlig raus aus dem akademischen Schreiben und dieses unglaublich niveauvolle, wissenschaftliche Schreiben, Forschen, das war nie meine Stärke.

 

Done is better than perfect sage ich mir, aber habe dennoch den Anspruch an mich wirklich gut zu sein, schrecke permanent vor Wörtern wie „empirisch“ und „analytisch“ zurück. Möchte doch einfach nur meine Meinung, meine Ansicht dahin schreiben und schreibe dann… nichts.

 

Chaos in meinem Kopf. Das liegt nicht nur an drei Arbeiten die ich gerade zur gleichen Zeit schreibe und schreiben will. Völlig idiotisch. Chaos, das kommt auch durch alle die anderen Gedanken, all die anderen Themen die mich interessieren. Feminismus! Ich will für Trust the Girls endlich schreiben. Habe angefangen; muss, will korrigieren, anders denken und kann mich doch nicht überwinden kritisch mit mir zu sein und meine Texte zu redigieren. Blockade komplett. Auch aus Angst meine Gedanken, meine Worte kommen nicht an. Werden missverstanden. Blockade.

 

Ist das die Depression frage ich mich immer öfter. Ich weiß und spüre an meinem Körper, dass ich gerade mit aller Kraft an mich halte, um nicht in ein tiefes Loch zu stürzen wegen all dem Druck, all dem Stress, all den Aufgaben. Verursache ich die Depression selber, weil ich so viel von mir fordere? Oder könnte ich das alles leisten was ich will, nur hält mich die Depression davon ab? Ich bin da in einem totalen Teufelskreis. Beides befruchtet sich und ich sage mir nur „halt durch! noch bis November! Dann hast du alles geschafft – du schaffst alles bis dahin – und dann wird alles gut!“.

 

Aber wird es das? Wenn ich mir angucke was ich alles geplant habe. Das Studium, mein Unternehmen, politisches Engagement – Netzpolitik, Feminismus, etwas gegen den Hass tun! Hass, dieser Hass!

 

Ich bin in Leipzig weil ich vor Stipendiaten über Extremismus im Netz gesprochen habe. Über den IS, über Hatespeech. Tweets und Kommentare habe ich ihnen gezeigt. Gesehen haben sie so etwas noch nicht. Schon gar nicht selbst bekommen. Wie auch? Man bleibt in seiner Bubble. Online wie offline. Man bekommt von dem Hass in unserer Gesellschaft vielleicht über Zeitungen was mit. Aber selber? Selber sehen, selber betroffen sein von dem ganzen Hass? Das tut kaum jemand. Nach ihm Ausschau halten, auf ihn reagieren, gegen an reden – das habe ich ihnen gesagt. Sie dazu aufgefordert. Hasskommentare ignorieren ist wie wegschauen auf der Strasse. Es ist Passivrassismus. Bringt doch eh nichts sagten sie. Schweigen ist zustimmen sagte ich, und dass schweigen nichts löst und den Hass nicht weg nimmt. Verstanden haben sie es schon ein bisschen. Aber werden sie was tun? Ich bezweifle es.

 

Es ist unglaublich angenehm keine Hass-Tweets zu erhalten. Warum auch sich dem aussetzen? Es ist anstrengend, es ist zermürbend, es bringt doch zum verzweifeln. Aber noch mehr lässt mich dieses Zulassen verzweifeln. Und dass ich nicht weiß was ich tun soll. Was soll man selber tun, außer Menschen auf die Missstände in unserer Gesellschaft hinweisen? Sie aufrütteln und zum nachdenken anregen? Ich weiß nicht was die Lösung ist. Ignorieren, kurz entsetzt sein, ist es nicht. Und meine Hoffnung, dass alles wieder gut wird, dass wir uns alle wieder sicher fühlen, schwindet dahin, wenn die Elite dieser Gesellschaft nur mit den Schultern zuckt.

 

Chaos. Dieser Text ist Chaos. Und er ist nur ein kleiner Teil des riesigen Chaos in meinem Kopf. Vielleicht hilft es, es aufzuschreiben habe ich mir gedacht. Deine wöchentlichen Sunday Thoughts wolltest du schreiben, habe ich mir gedacht. Vielleicht ist es gut, dass mit diesem Text ein Punkt weniger auf meiner ToDo-Liste ist. Dass ich was geschafft habe, ein kleines Erfolgserlebnis. Chaos im Kopf aufschreiben hilft immer ein wenig, damit das Chaos weniger wird. Zumindest wird das Chaos so noch deutlicher – ich finde das hilft. Vielleicht mache ich mich heute Nachmittag daran, genau aufzuschreiben, was ich will und wieviel Zeit ich habe. Nicht, dass ich das nicht schon tausendmal gemacht habe. Aber ich werde es weiter probieren, mit Hilfe.

 

Nun muss ich aber zum Bahnhof. Zurück nach Hause, nach Berlin. Dieser wunderschönen Stadt, in der ich immer noch eine neue Bleibe suche…

 

 

WHAT I THOUGHT ABOUT

Das viele Nachdenken in der vergangenen Woche hat mich dazu bewogen, doch mal wieder öfter und regelmäßiger aufzuschreiben, was mich so bewegt. Das Thema meiner letzten Wochen und vor allem in der letzen war: was kann und will ich eigentlich erreichen und wie erreiche ich meine Ziele? Und die wichtigste Erkenntnis (etwas, das doch eigentlich jeder weiß) war: one step at a time. Meine größte Schwäche ist, dass ich immer alles auf einmal will. Und das auch noch jetzt sofort. Aber das funktioniert einfach nicht. Nach 1,5 Jahren protokollierten und erbärmlich gescheiterten Versuchen, versuche ich es jetzt doch mal mit dieser Erkenntnis.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass meine Zeit dahin rennt. Nicht meine Lebenszeit – zum Glück – sondern die, um meinen Bachelor-Abschluss E-N-D-L-I-C-H zu machen. Denn die Unis sagt nun: yallah, Madame! Vielleicht ist es also nur der enorme Druck der mich letzte Woche sagen lassen hat: das und das geht jetzt einfach nicht mehr. Ein großer Faktor war die politische Arbeit. So gerne (ok, es ist eine Hassliebe) ich es auch mache und so kurz es auch vor dem Wahlkampf ist: Es kostet viel Zeit und bringt kein Geld. Daher muss es jetzt einfach ganz weit hinten anstehen, denn Job und Studium haben da einfach eine höhere Priorität.

Und es klappt alles ganz gut. Ich motiviere mich selbst gerade enorm. Zwinge mich, und bringe Leute dazu mich zu zwingen. Ich versuche mir eine tägliche Routine anzugewöhnen, jeden Tag zur gleichen Uhrzeit aufzustehen, damit es irgendwann so eine Gewohnheit wird, dass ich gar nicht mehr drüber nachdenken muss. Ich hoffe sehr dass es klappt und bin diesmal wirklich guter Dinge. Meine größte Motivation ist glaube ich, dass ich nächsten Monat 29 werden und ich mich da frage: willst du und wolltest du so mit 29 sein? Und da kann ich antworten: Ich wollte ganz anders sein, aber dass ich jetzt so bin wie ich bin und dort bin wo ich bin, ist super. Aber da gibt es noch ganz viel, bei dem ich nicht wollte das es so ist wie es ist. Noch keinen Studienabschluss zum Beispiel. Oder so schrecklich unsportlich. Aber es ist ja bekanntlich nie zu spät, etwas zu ändern…

 

WHAT I READ

Abends die Zeit nutzen, noch etwas zu lesen – das versuche ich momentan zu tun. Vor allem um nicht kurz vorm schlafen gehen noch auf irgendeinen Screen zu gucken. Ich bin nicht so der große Fan von Belletristik. Sachbücher sind eher meins und ich habe nun endlich angefangen von Ulrike Gutrot – Warum Europa eine Republik werden muss zu lesen und bin total begeistert. Europa braucht mehr Liebe. Und mehr junge Leute, Feministen und einfach begeisterte Europäer, die sich für ein besseres Europa einsetzen. Ich bin noch ganz am Anfang, kann aber jetzt schon eine absolute Leseempfehlung aussprechen!

 

WHAT I LISTENED TO

Ich lasse mich ja gerne von den Playlisten von Spotify inspirieren und bin ein totaler Fan von deutschen Texten. Dieses Lied habe ich letzte Woche rauf und runter gehört

 

WHAT INSPIRED ME

Ich versuche mindestens einen TED Talk am Tag zu gucken. Ich liebe die Dinger einfach. Neue Ideen, Motivation, Inspiration, neue Perspektiven – großartig. In den Talk und die Speakerin habe ich mich direkt verliebt:

 

WHAT I LOVED

Unendliche Liebe, die man von Menschen entgegengebracht bekommt, die man eigentlich gar nicht kennt. Festgehalten auf Post-Its in der Wohnung.

 

INSTA PICK

Ich glaube, es ist kaum eleganter und ästhetischer seinen Körper zu präsentieren, als diese Athletinnen es tun.

@sleepinthegardn ❤️😂 „Are you not entertained?!“

Ein von Selkie Hom (@selkiehom) gepostetes Video am

Auch wenn Titel und Bild es vielleicht meinen könnten: Heute geht es nicht ums Essen. Und auch nicht wirklich um Tomaten, sondern wieder um Produktivität.

Die Pomodoro-Technik hat Ihren Namen von der typischen Eieruhr die wie eine Tomate aussieht – und der Erfinder dieser Technik verwendete eben eine solche Eieruhr. So und bevor es nun weiter um Tomaten und Eier geht, hier die simple Methode um endlich Dinge erledigt zu bekommen und sich vor allem – ganz wichtig – wieder in Konzentration zu üben (was mir wirklich, wirklich schwerfällt!).

Screenshot PomodoroUm die Pomodoro-Technik anzuwenden braucht man – wer hätte es gedacht – eine Eieruhr. Technik-Freaks wie ich nutzen aber natürlich ein Tool auf dem Smartphone oder Mac. Sucht einfach mal in Euren App-Stores nach der Comodoro-Technik, da gibt es unglaublich viele kostenlose Apps, die die klassische Eieruhr ersetzen.

Wenn Ihr Eure Eieruhr, sei sie nun analog oder digital habt, stellt Ihr sie auf 25 Min. ein. Diese 25 Min. wird nun durchgearbeitet. Keine Ablenkung, kein Facebook, WhatsApp, Nachrichten oder was sonst noch so ablenkt. Stellt am besten Benachrichtigungen aus, oder macht das Internet gleich aus, das Handy auf lautlos. 25 Min. vollste Konzentration. Ziemlich anstrengend, Ihr werdet sehen!

Wenn die Eieruhr klingelt ist durchatmen angesagt. 5 Min. lang den Kopf entspannen – wer es gar nicht aushält kann jetzt sein Social Media und WhatsApp checken, aber Obacht! 5 Min. gehen schneller vorbei als man denkt!

Aber nun habt Ihr die erste Pomodoro fertig. Wer eine klassische Eieruhr nutzt, macht sich einen Strich auf ein Blatt Papier. Digitale Tools übernehmen das in der Regel für einen.

Und weiter gehts! Die nächsten 25 Min. stehen an mit wiederum 5 Min. Pause zum entspannen. Wirklich ein gutes Training für die Konzentration – und besonders bei unliebsamen Aufgaben echt schwer durchzuhalten. Aber eben auch ein guter Trick sich dieses Zeitfenster zu nehmen mit dem Ausblick auf 5 Min. Entspannung.

Nachdem Ihr 4 Pomodoros habt, also 2 Stunden gearbeitet habt, gönnt Ihr Euch 20 bis 30 Min. Pause um einmal richtig durchzuatmen. Nach weiteren vier macht ruhig mal eine längere Pause, z.B. zum Mittagessen. Aber dann geht es gleich weiter mit dem sammeln von Tomaten!

Was für Tricks benutzt Ihr um Euch zu konzentrieren? Wie bekommt Ihr Euch dazu auch unliebsame Aufgaben zu erledigen?

Ich freue mich auf Eure Tipps!

Eure Ann Cathrin

Was, Du studierst noch…und Dein Mann auch? Wie könnt ihr euch dann überhaupt ein Kind leisten?“ Das ist es, was man als Studentenmami oft, mal mehr, mal weniger direkt gesagt bekommt. Ein Kind im Studium? Tschüss Studentenleben, Freiheit und Karriere! Aber warum sollte das so sein, frage ich mich? Gibt es den perfekten Zeitpunkt für ein Kind überhaupt? Meiner Meinung nach nicht, denn es wird nie einen Zeitpunkt geben, an dem sich kein „aber“ finden lässt. Aber ich will erst noch dorthin reisen. Aber ich will erst eine Festanstellung. Aber ich will noch dies erleben, jenes erreichen. Einen Grund dafür, warum es nicht passen sollte, wird sich immer finden. Das Studium gehört für mich nicht zu den Gründen die dagegen sprechen sollten. Im Gegenteil: Wir genießen immer noch viele der Vorteile des Studentenlebens und mein Mann und ich werden später wohl kaum wieder so flexibel sein, wie wir es jetzt sind. Wir können beide viel Zeit mit der Kleinen verbringen. Klar, für mich gabs jetzt erstmal ein Urlaubssemester. Aber gerade in der ersten Zeit, wenn die Kleinen noch viel schlafen, lässt sich auch problemlos die ein oder andere Hausarbeit schreiben. Das A und O sind die Organisation und eine gute Zeiteinteilung. Aber da erzähle ich ja nichts Neues, das ist ja in den meisten anderen Lebensbereichen nicht anders.

Zusätzlich zu meinem Studium habe ich einen Hiwi Job in der Uni Bibliothek. Zum Glück habe ich einen sehr netten Chef und tolle Kollegen, kann mir außerdem meine Zeit frei einteilen und außerdem noch das Bärchen einfach mitnehmen – besser geht es nicht. Meist schläft sie erst eine Runde und turnt dann etwas auf dem Schreibtisch herum. Meine 10 Stunden Arbeit in der Woche sind außerdem praktisch, da ich noch eine weitere Aufgabe neben dem Mami-Sein habe, ich gehe raus und habe eine Verpflichtung, der ich nachgehe und die nichts mit Windeln, Spucktüchern oder Babybespaßung zu tun hat. Ich bin dafür sehr dankbar, die Abwechslung tut gut. Am Wochenende gehe ich auch öfter ohne Baby arbeiten, wenn mein Mann nicht lernen muss und auf sie aufpasst.

Neben der Organisation ist da noch der finanzielle Aspekt, welcher Viele von der Kombination Kind und Studium abschreckt. Zu unrecht. Gerade anfangs braucht ein Kind nicht viel, vor allem wenn man stillen kann. Klar, Windeln muss man ständig kaufen, aber vieles Andere, wie z.B. Kleidung lässt sich hervorragend gebraucht erwerben, auf Flohmärkten, bei Mamikreisel etc. und ist somit teilweise sogar besser, da sie schon einige Male gewaschen wurde. Außerdem profitiert man noch von den vielen Studentenvergünstigungen. Und viel wichtiger, als sein Kind in dem teuersten Kinderwagen durch die Gegend zu schieben, ist doch, Zeit mit ihm zu verbringen und Liebe zu schenken. Denn dass es ist, was das Kind, gerade am Anfang wirklich braucht – seine Eltern.

Um es also zusammenzufassen kann ich jedem nur raten, sich nicht von den Bedenken bezüglich finanzieller Situation im Studium oder der Vorstellung Kind=Karrierekiller abhalten zu lassen, falls andere, zentralere Bedingungen erfüllt sind. Zum Beispiel eine stabile Partnerschaft und ein Kinderwunsch, der von beiden Partnern ausgeht.

Denn Kind und Studium schließen sich auf keinen Fall gegenseitig aus.

ZeitmanagementIch beschäftige mich in letzter Zeit viel mit dem Thema Zeitmanagement oder „Getting Things Done“ (GTD) und bin beim durchstöbern zahlreicher Blogs und Artikel auf die Eisenhower-Matrix gestoßen (oder: Eisenhower Prinzip). Ich glaube die ist gar nicht so unbekannt, zumindestens das Prinzip dahinter wird wohl ziemlich häufig verwendet. Mir hat es richtig gut gefallen, vor allem um Aufgaben und Projekte die über einen längeren Zeitraum gehen im Blick zu haben und zu priorisieren. Und um diese Matrix immer vor mir zu haben und nicht ständig eine neue malen zu müssen, weil sie voll geschrieben ist, habe ich mir dieses (schöne) Exemplar gebastelt und Post-its drauf geklebt. Die haben den Vorteil, dass man sie ganz stolz abreißen kann, wenn man die Aufgabe oder das Projekt erledigt hat, oder man kann sie einfach verschieben, wenn sich die Prioritäten geändert haben. Außerdem kann ich mit farbigen Post-its die Aufgaben noch zu ordnen: bei mir in „Privat“, „Uni“ und „Arbeit“.

Aber wie funktioniert diese Eisenhower Matrix? Es ist eigentlich ganz simpel: Die Matrix besteht aus vier Quadranten

I Urgent and Important: am besten sofort und selbst erledigen
II Important, but not Urgent: terminieren und selbst erledigen
III Urgent, but not Important: An jemand anderen delegieren (ist meist mit privaten Sachen nicht so einfach… 😉 )
IV Not Important, not Urgent: Da gibt es zwei Meinungen: Irgendwann machen, oder später, oder: ab in den Papierkorb. Aber ich finde, wozu Sachen noch erwähnen wenn sie eh weggeschmissen werden? Also erwähnen und wenn mal Luft ist, das erledigen.

Eisenhower-Matrix

So, nun noch Post-its mit den jeweiligen Aufgaben, Projekten oder was auch immer erledigt werden muss beschriften und auf die Matrix kleben. Bearbeitet werden die Aufgaben jetzt von rechts nach links und dann von oben nach unten (unten rechts soll ja jemand anderes machen).

Ist so eine Matrix was für Euch und könnte sie Euch helfen Eure Aufgaben erledigt zu bekommen?

Eure Ann Cathrin

20130319-185618.jpgUuuuaaaaaahhhh! Wenn ich so den Countdown hier rechts sehe merke ich: ich muss mich echt mal ran halten. Irgendwie klappt das alles nicht so wie ich wollte! Aber ich versuch jetzt noch mal alles um ganz ganz fleißig zu sein! Ein Programm das dabei ganz gut unterstützen kann und das ich leider viel zu selten benutze ist Cold Turkey.

Es ist eigentlich perfekt für Menschen wie mich… (und trägt nicht umsonst den Beinamen The strictest, merciless,  soulless program out there)Wenn man sich denn nur traut es zu aktivieren. Cold Turkey hindert einen nämlich daran ständig auf zeitraubenden Webseiten wie Facebook, Twitter oder diversen Nachrichten Magazinen zu surfen – und das wirklich konsequent.

Ihr installiert das Programm einfach (es ist übrigens kostenlos), öffnet es und klickt an welche Seiten Ihr gesperrt haben wollt. Im ersten Reiter sind die Standard-Zeitfresser-Seiten aufgeführt, im zweiten Reiter könnt Ihr noch Eure persönlichen Seiten auflisten (aber nicht unsere 😉 ). Dann gebt Ihr an, bis wann Cold Turkey all diese Seiten sperren soll und schon geht’s los! sobald Ihr Euren Browser geschlossen habt (falls er noch offen sein sollte) sind die gesperrten Webseiten nicht mehr zu öffnen. Da bringt auch kein Neustart mehr was! Die Seiten sind bis zum Ablauf der Frist gesperrt! Daher rate ich Euch: sperrt die Seiten erstmal ein oder zwei Stunden und gewöhnt Euch dran, dass Ihr nicht drauf zugreifen könnt. Einzig und allein Euer Smartphone kann Euch jetzt noch Ablenken. Da hilft vielleicht nur eins: Apps erstmal löschen!

Wär das ein Programm das Euch helfen könnte am PC fleißiger zu arbeiten? Ich glaube es hilft echt, wenn man sich nur durchringen kann. Ich werde es die nächste Woche mal öfter machen.

Alles Liebe, Eure Ann Cathrin




Seit über einer Woche bin ich bei Mama und meiner Schwester in der Heimat im hohen Norden. Gut, nähe Hamburg ist für manche nicht ganz der hohe Norden – für eingefleischte Schwaben geht es aber vermutlich kaum nördlicher…

Es ist schon jetzt der längste Aufenthalt in der alten Heimat seit ich studiere und ich genieße es sehr. Vom Hamburger Schietwedder habe ich bisher kaum was mitbekommen, Gott sei Dank, doch manchmal regnet es schon und ich lasse diesen typischen norddeutschen Nieselregen (ja, er ist hier anders!) vergnüglich in mein Gesicht rieseln und verzichte bewusst auf meinen extra mitgebrachten Regenschirm!

Der Grund, warum ich auf Heimaturlaub bin, war unter anderem ein Klassentreffen. Fünf Jahre Abi! Wie schnell die Zeit vergeht. Es war so schön so viele alte Bekannte und Freunde wieder zu treffen, die ich so lange nicht mehr gesehen habe. Teilweise wirklich nicht mehr seit dem Abi oder mindestens drei Jahre nicht mehr. Fast schon selbstverständlich war, dass wir im Anschluss nach Hamburg auf die Reeperbahn gehen – ich glaube so viele Menschen habe ich lange nicht mehr gesehen. Und es war wieder schön, diese Atmosphäre zu genießen und in den kleinen Bars auf dem Hamburger Berg zu tanzen.

Ich hab nicht nur meine Familie wieder um mich, sondern auch mein geliebtes Kätzchen, die jetzt schon über ein Jahr bei meiner Mama wohnt. Ich bin mittlerweile schrecklich allergisch gegen sie und leide ein wenig – aber was erträgt man nicht alles für ein Kätzchen.

Aber nicht nur meine Katze lässt mein Gesicht anschwellen. Meine neu entdeckte Sucht „Sonnenblumenkerne knabbern“ tut sein Übriges. Da ich echt süchtig nach denen werde, sobald ich eine Packung öffne, und nicht mehr aufhören kann diese Dinger zu essen, habe ich regelmäßig aufgeplatzte und geschwollene Lippen. Ich zwinge mich jetzt keine mehr zu kaufen und bitte liebe Tübinger Freunde: HALTET DIE DINGER FERN VON MIR!!

Ich hab nicht nur in Hamburg wieder ein bisschen Sightseeing gemacht und Großstadtluft getankt, ich war auch am Elbstrand mit Freunden. Ich liebe diesen Strand, war aber diesmal nicht schwimmen. Es ist großartig dort zu liegen und die großen Schiffe zu sehen, wie sie in den Hafen einfahren oder in die große weite Welt aufbrechen. Was wirklich großartig ist: ich habe meinen nächsten Sightseeing-Trip gebucht! Im September geht es DREI WOCHEN nach ISRAEL/PALÄSTINA! Ich glaubt gar nicht wie sehr ich mich freue. Ich werde bei einem Freund in Palästina wohnen und so viele andere Freunde werden auch in der Region sein und ich freue mich einfach auf diese wundervolle bevorstehende Zeit.

Aber ich habe noch weiter vorausgeschaut und meinen neuen Stundenplan fürs kommende Semester größtenteils zusammen gestellt. Dieses Semester kommt eine neue Sprache dazu: Türkisch! Ich habe etwas Angst davor, da es schon wieder eine komplett andere Sprachfamilie ist, aber ich habe ja viele Freunde und meinen Mann die mir helfen können beim lernen. Dann habe ich mir das Buch Schluss mit dem ewigen Aufschieben besorgt. Ich habe hier schon einmal über Tipps aus diesem Buch geschrieben, die die ZEIT CAMPUS veröffentlicht hat. Außerdem habe ich mir die Autobiografie von meinem Professor Reza Hajatpour zugelegt: Der brennende Geschmack der Freiheit. Er hat so viel aus seinem spannenden Leben als Mullah und  politischer Flüchtling erzählt, da musste ich es einfach lesen. Und es lohnt sich! Außerdem habe ich mir eine Einführung in die Islamische Philosophie zugelegt. Unsere Professorin ist auf diesen Bereich spezialisiert und ich werden wahrscheinlich auch ein Seminar im kommenden Semester bei ihr belegen. Diese kleinen aus der Beck Reihe finde ich super als Einstieg und bin mal gespannt wie ich mit der Philosophie klar komme.

So, jetzt genieße ich noch die letzen Tage bei meiner Mama und wünsche Euch ein schönes Wochenende! Was habt Ihr denn so vor?

Eure Ann Cathrin 

P.S. Lass den Klick in Deiner Stadt – Wenn Dir eins der Bücher gefällt, bestell es gleich über den Link. Genau so schnell wie jeder andere Online-Shop

Im Moment sind wir eher auf tuchfühlung mit der Uni, diversen Prüfungen und Klausuren, als mit irgendetwas anderem. Das heißt aber nicht, dass dieser Blog tot ist, ganz im Gegenteil. Sehnsüchtig warten wir auf den Moment, in dem wir euch wieder an unseren Gedanken teilhaben lassen können und uns wieder außeruniversitären Ativitäten und Themen widmen können!

unter’m Holdunderbaum vor unserem Institut…

Ich für meinen Teil habe gestern meine letzte Klausur in meinem 1. Bachelor hinter mich gebracht (Türkisch). Ab jetzt kann ich  mich also wieder voll und ganz auf meine Bachelorarbeit konzentrieren. Und was soll ich sagen, ich freue mich drauf! Endlich bewegt sich was in dieser Hinsicht (hoffentlich!). Ich habe mir als persönliche Deadline den 10. August gesetzt, ich brauche einfach den Termindruck und ich hoffe, dass ich jetzt 15 produktive Tage vor mir haben werde.

Also, auf gehts! Genießt den zurückgekehrten Sommer für mich mit =)

Eure, Farina

Füsse hochlegen? Nur noch bei der Krankengymnastik!

Vor knapp zwei Wochen habe ich hier gestanden, dass ich prokrastiniere. Durch die ZEIT CAMPUS hab ich mir ein paar Tipps und Tricks geholt und Euch geschrieben, was man dagegen tun kann. Nun, was ist nach den ersten Tagen mit neuen Regeln passiert?

Ich habe mir zwei Tipps zu Herzen genommen: Aufschreiben, wie viel man tatsächlich für eine Aufgabe braucht und planen wann, wie und wo man am nächsten Tag arbeitet. Ich sage gleich: Das zweite Vorhaben ist gnadenlos gescheitert! Ich bin einfach kein Frühaufsteher und morgens arbeiten finde ich auch ganz schlecht. Ich bin eher der Nachtmensch – nur passt das leider nicht zur Uni, zu meinem Privatleben und zu den Ladenöffnungszeiten.

Meine Arbeitszeiten habe ich mal aufgeschrieben. Also ich habe für jedes Fach, die Arbeit, ROCK YOUR LIFE!, Sport und diesen Blog mal aufgeschrieben, wie viel Zeit ich jeweils investiere – ich bin geschockt! Wie der Artikel vorhersagte, es ist viel weniger als man denkt. Ich verschwende doch noch mehr Zeit als ich dachte mit herumtrödeln, herumtänzeln, Kaffee trinken und von A nach B düsen. Aber nun gut, jetzt wo ich weiß, wo die Zeitinvestition fehlt, weiß ich ja wo ich gegensteuern muss. Mal schauen, ob ich es die nächsten Woche mal schaffe auf mein gewünschtes Arbeitspensum zu kommen.

Zu tun habe ich schließlich genug: die erste Hausarbeit ist angefangen und danach müssen noch zwei weitere folgen. Und oh Schreck! Die Prüfungen sind in drei Wochen. Zum Glück sind es nur zwei, aber Arabisch wird unglaublich schwer und ich bin nicht gerade ein Vokabellern-Genie. Eine weitere Herausforderung wird der Sport. Den habe ich nicht nur mir selbst verdonnert, sondern auch mein Physiotherapeut. Ob ich das schaffe? Wenigstens kann ich ihm sagen, dass ich Hausaufgaben gemacht habe und gestern joggen war.

Wie sieht’s bei Euch so aus? Was schiebt Ihr gerade vor Euch her und wo hörts bei Euch regelmäßig auf mit der Motivation?

Eure Ann Cathrin

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