Follow Me

Close

Am letzten Wochenende durften wir wieder an einem Bloggertreffen teilnehmen und dieses Mal hatten wir sogar ein Heimspiel: In Tübingen fand der alljährliche Schokoladenmarkt statt und wir waren mittendrin. Während Ann Cathrin extra aus Berlin angeflogen kam, konnte ich mich also morgens mehr oder weniger gemütlich mit dem Fahrrad auf den Weg machen. Das Ziel: Die SchokoWerkstatt von Ritter Sport, in dem wir auch auf die anderen Blogger/innen und den Organisator der chocolART trafen. Das Wetter meinte es wohl gut mit uns und zeigte sich – eiskalt und sonnig – von seiner besten Seite.

chocolart_4

Morgens um 10:00 Uhr kam man noch leicht durch die verhältnismäßig leere Tübinger Altstadt – dies sollte sich in den nächsten Stunden ändern.

Zuerst erfuhren wir viele interessante Details zur chocolART, die dieses Jahr ihr 10. Jubiläum hatte. Ich wusste z.B. vorher nicht, wie das Schokofestival entstanden ist oder dass seitens der Organisatoren einen großen Wert auf faire Produktion und das Stichwort „Slow Food“ gelegt wird. So darf von den Ausstellern auf dem Markt, beispielsweise für die beliebten heißen Trinkschokoladen nur TüBio Milch verwendet werden (in den 6 Tagen des Markts sind es bis zu 5000 Liter!), die jeden morgen frisch angeliefert wird und regionale, faire und biologische Milchhaltung unterstützt. Begonnen hat die chocolART mit 30 Ständen, mittlerweile sind über 100 internationale Aussteller fester Bestandteil des Marktes und die chocolART in Tübingen der größte Schokomarkt Deutschlands. Die schokoladigen Argumente ziehen jedes Jahr 300.000 Besucher an – zum Vergleich: Tübingen selbst hat etwa 90.000 Einwohner.

chocolart_45

Achtung, es folgt eine kleine Bilderflut.

Weiter ging es im Programm und wir durften in der Schokowerkstatt unsere eigene Schokolade machen. Dazu wählten wir zwischen Zutaten wie getrockneten Himbeeren, Smarties oder auch Chili unsere Favoriten aus, die dann mit leckerer Schokolade vermischt und in eine quadratisch praktisch gute Form gebracht wurden. Während die Schokolade trocknete hatten wir Zeit, die Schokoladenverpackung mehr oder weniger kreativ zu designen und die anderen Blogger/innen kennenzulernen.

chocolart_6

Anschließend – draußen drängte sich schon eine Gruppe von Kindern vor das Zelt, die nun an der Reihe waren, ihre eigene Schokolade herzustellen – ging es für uns wieder in die Kälte und zum Stand der Madlon Confiserie, bei dem Herr Madlon uns von seiner Genuss – Philosophie und seinem ganzen Stolz, seinen Pralinen Kreationen berichtete. Seine Anti – Stress Praline kommt beispielsweise mit einer Gebrauchsanleitung für den richtigen Genuss daher und an seiner Erzählung war die Leidenschaft für seine Arbeit nicht zu übersehen.

chocolart_7

Auch hier durfte eine Kostprobe nicht fehlen, bevor es zum nächsten Stand weiterging.

chocolart_8

chocolart_9

Weiter ging es zum ShowRoom, einem Zelt mit Fenstern, in dem die mittlerweile schon sehr zahlreichen Besucher von außen live die Produktion der beliebten Chocolinos bewundern konnten. Von Konditor Johannes Becker erfuhren wir mehr über die Herstellung und durften jeden dort mit unseren Fragen über die schokoladigen Kunstwerke löchern.

chocolart_10

Auch hier durften sich die Chocolino und andere Kreationen einem Geschmackstest von uns unterziehen, der ohne Frage bestanden wurde.

chocolart_11

Mit nun schon einigem an Schokolade intus bewegten wir uns ein paar Meter weiter und bekamen – live übersetzt – auf dem Marktplatz etwas über die Produkte und Geschichte der L’Artigiano Perugino – Chocolateria aus Tübingens Partnerstadt in Italien erzählt. Darauf folgte der wohl süßeste Teil des Tages: Wir durften uns einmal kreuz und quer durch den Stand probieren – und dieser hatte von Schokolade mit Früchten über Nüsse und Gewürze wirklich einiges zu bieten. Besonders die weiße Schokolade mit Cranberrys und die Haselnussschokolade haben einen großen Zuspruch in der Bloggerrunde gefunden.

chocolart_12

chocolart_13

Gefühlte 5 kg Schokolade später ging es dann zum Mittagessen, nun aber herzhaft. Im Stadtmuseum wird jedes Jahr von dem Lions Club Tübingen ein Essen angeboten, dessen Erlös einem sozialen Zweck zu Gute kommt. Nach dem Essen hatten wir Zeit, uns auf eigene Faust den Markt und das schöne Tübingen anzuschauen, was allerdings bei den Menschenmassen, die mittlerweile durch die Tübingen Altstadt strömten, gar nicht mehr richtig entspannt möglich war.

chocolart_14

Der nächste Programmpunkt war mein persönliches Highlight: Das faire Schokoladentasting mit dem beeindruckenden Jan Marcel Schubert. Jeder, der sich zur Schokomarkt-Zeit in Tübingen aufhält sollte versuchen, an diesem Schokoladentasting teilzunehmen (man muss sich vorher anmelden), es gibt so viel zu erfahren, sowohl geschmacklich als auch über die Hintergründe der Schokoladenproduktion.

chocolart_15

Die dort gewonnenen Informationen bestärken mich persönlich nochmal darin, Wert auf faire Produkte zu legen und auch beim Thema Schokolade weiterhin das Prinzip „lieber weniger/seltener und dafür gut und fair“ zu verfolgen, denn gerade in diesem Bereich kann man selbst mit seinen Entscheidungen wirklich einen Unterschied machen.

chocolart_16

Nach dem fairen Schokotasting folgte dann noch ein obligatorisches Gruppenbild, bevor es dann dunkel wurde und wir uns durch die Menschenmassen langsam zum Rathaus vorarbeiteten, wo u.a. die Ausstellstücke aus dem Konditorenlehrlingswettbewerb bestaunt wurden.

chocolart_2

Mit Einbruch der Dunkelheit fogte dann auch die wunderbare Illuminierung der Häuserfassaden, einem geradezu magischen Anblick.

chocolart_1

chocolart_17

Wir hatten alle zusammen einen wirklich tollen Tag mit viel Input. Auch in den vorigen Jahren waren wir zwar schon als Besucher auf der chocolART gewesen, jedoch ist der große Nachteil an der riesigen Resonanz und dem enormen Besucherstrom, dass man meist, besonders am Wochenende, mittlerweile aber oft auch schon unter der Woche, gar nicht so viel sehen kann, wie man gern möchte.  Umso herzlicher bedanken wir uns für die tolle Gelegenheit, einmal etwas hinter die Kulissen blicken und schmecken zu dürfen, neue tolle Bekanntschaften zu schließen und die chocolART einfach zu genießen.

Vor ein paar Wochen hatte mich wieder das Heimweh gepackt und ich bin für ein langes Wochenende nach Hause geflogen. Im Norden ist es eben doch am schönsten und er lässt mich momentan einfach nicht los. Neben dem Heimweh stand noch ein ganz besonderes Event an: Meine Schwester eröffnete in Dänemark als Kuratorin die Ausstellung die sie im Rahmen ihres Praktikums geplant und nun auch umgesetzt hat. Vor Stolz platzend bin ich mit unserer Mutter und Freunden am Samstag Morgen nach Dänemark gefahren um uns die Eröffnung anzusehen.

IMG_7634

Der Katalog zur Ausstellung meiner Schwester <3

Zum Glück musste ich nicht fahren, sondern konnte die ganze Fahrt über schlafen… Zwei Nächte hintereinander nahezu durch machen ist echt keine gute Idee (ebenso wenig den ersten Flug um 6.40 von Stuttgart nach Hamburg zu nehmen, vor allem wenn man mit dem Bus aus Tübingen zum Flughafen fahren muss…). In Tønder angekommen haben wir uns erst mal kurz das Museum angesehen und sind dann in der Innenstadt bummeln gegangen. Wusstet ihr, dass die Luft im Norden viel besser ist? Ich rieche immer, dass das Meer nicht mehr weit ist. Da musste ich mehrmals kräftig einatmen um wieder meinen Frischluftspeicher für die nächste Zeit hier in Tübingen zu füllen. Tønder ist echt eine wunderschöne Stadt und das Bummeln dort macht richtig Spaß – vor allem weil es so viele süße Läden gibt mit ganz viel Krimskrams für die Küche oder zum Dekorieren. In einem, man würde hier wahrscheinlich 1€-Laden sagen, habe ich dann ein paar Sachen zum Backen und Dekorieren gekauft: Eine kleine Tortenplatte, Muffin-Förmchen aus Pappe und einen Keksstempel.

IMG_7588

Der Keksstempel ist echt super, wenn man schnell ein paar Kekse machen will und wenig Zeit hat. Einfach einen Teig für Butterplätzchen zubereiten, mit einer runden Form Plätzchen ausstechen und zack – den Stempel drauf. Ist doch eine süße Idee oder?

IMG_7598

IMG_7631

Für die Muffin-Förmchen habe ich mit ein Rezept für Schoko-Cupcakes mit Schoko-Topping raus gesucht. Sie sind extrem süß – für mich ehrlich gesagt viel zu süß. Selbst von diesen kleinen habe ich nur einen halben geschafft, danach war mein Zuckerbedarf des Tages bei weitem gedeckt. Außerdem hab ich noch ein paar Pralinen gemacht. Meine Schwester hat mir vor einiger Zeit eine Silikon-Pralinen-Form mitgegeben und ich wollte sie nun endlich mal aufprobieren. Aber bevor ich mich an Experimente wage habe ich einfach mal Vollmilchschokolade geschmolzen, sie zur Hälfte in die Form gegossen, eine ganze Haselnuss hineingelegt und die Form mit Schokolade aufgefüllt. War super einfach und sie haben auch super geschmeckt. Jetzt werde ich mich wohl mal nach ein paar ausgefalleneren Rezepten umsehen.

Aber nun zum Cupcake-Rezept:

Zutaten:
Teig
250g Zucker
100g Butter
100g Mehl
75g Kakao
1 Tl Backpulver
1 Prise Salz
2 Eier
125ml Milch
10 Tropfen Vanillearoma

Topping
200g Butter
300g Puderzucker
6 EL Kakaopulver
400g Zartbitterschokolade
weiße Schokoraspeln zum Dekorieren

IMG_7639

1.
In eine Schüssel die Butter und den Zucker geben und schaumig rühren. Die Eier unter Rühren hinzugeben. Mehl, Kakaopulver, Salz und Packpulver in eine separate Schüssel sieben, Milch und Vanillearoma ebenfalls in einer separaten Schüssel vermischen. Dann unter rühren abwechselnd Mehlmischung und Milchmischung in den Teig geben. So lange weiter rühren, bis der Teig geschmeidig wird.

IMG_7622

2.
Den Ofen auf 175 Grad vorheizen und ein Muffinblech mit Fröschen auslegen. Dann den Teig bis zur Hälfte in die Fröschen füllen und 25 Min im Ofen backen.

IMG_7624

3.
Für das Frosting ein Wasserbad vorbereiten und die Schokolade in einer Schüssel langsam schmelzen lassen. Den Kakao in eine separate Schüssel geben und mit zwei Esslöffeln Wasser glatt rühren. Die Butter in eine weitere Schüssel geben und glatt und geschmeidig rühren. Den Puderzucker nach und nach dazu geben, danach das Kakaopulver und wenn dies alles glatt verrührt ist, die geschmolzenen Schokolade gut unterrühren. Das Frosting in einen Spritzbeutel geben und auf die ausgekühlten Cupcakes geben.

Lasst es Euch schmecken!

IMG_7601

IMG_7621

CupCakes sind großartig – vor allem, weil man sie so schön dekorieren kann. Das dauert aber oft ein Weilchen und sie sind daher nicht mal eben so schnell gemacht. Außerdem sind CupCakes manchmal echt süß – sogar zu süß. Meiner Meinung nach. Deswegen bin ich immer noch ein Fan von den ganz klassischen Muffins. Da kann man echt nicht viel falsch machen – sei es beim Backen oder beim Geschmack. Und als es letztens mal mit einer süßen Überraschung schnell gehen musste, habe ich mich für dieses einfache Rezept für Schokoladen-Muffins entschieden.

schokoladenmuffin

Zutaten (für 12 Stück)

250g Mehl
40g Kakaopulver
2 Tl Backpulver
1/2 Tl Speisenatron
200g Zartbitter-Schokotropfen
2 große Eier
300g Schmand
70g brauner Zucker
80g Butter, zerlassen

1.
Am besten jetzt schon mal den Backofen auf 200 Grad vorheizen und die Muffinform mit papierförmchen auslegen. Dann das Mehl, Kakaopulver, Backpulver und Natron in eine große Schüssel sieben. Die Schokotropfen untermischen.

2.
Eier, Schmand, Zucker und zerlassene Butter in einer zweiten Schüssel sorgfältig verrühren. Die Masse dann zur Mehlmischung geben und mit einem Handrührgerät auf kleiner Stufe verarbeiten.

3.
Den Teil in die Papierförmchen gleichmäßig verteilen und 20 Min im Ofen backen, bis sie aufgegangen und fest sind. Aus dem Ofen nehmen, 5 min abkühlen lassen, die Muffins aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter weiter abkühlen lassen.

Viel Spaß beim Genießen,
Eure Ann Cathrin