Follow Me

Close

In ein paar Tagen ist es mal wieder so weit und es stehen Feiertage vor der Tür. Und bevor ihr jetzt vielleicht panisch überlegt, ob ihr irgendwas vergessen habt oder ob ihr vielleicht noch einkaufen müsst, weil die Geschäfte geschlossen haben: Keine Angst! Ich rede nicht von gesetzlichen Feiertagen hier in Deutschland, sondern vom islamischen Opferfest. Das ist der höchste Feiertag für die Muslime, an dem an die Geschichte von Abraham/Ibrahim und seinem Sohn Ismail gedacht wird. Viele schlachten an diesem Tag ein Opfertier und verteilen das Fleisch an Arme und Bedürftige. Und wie es an Feiertagen auf der ganzen Welt wohl so üblich ist, werden traditionell auch die Verwandten und Nachbarn besucht, man sitzt beisammen, trinkt Tee oder Kaffee und genießt die ein oder andere selbst gebackene Süßigkeit.

Maamoul 5

Aus diesem Grund habe ich heute ein Rezept für ein besonderes Gebäck für euch, welches in Syrien und der restlichen Levante an den Feiertagen, also auch am Fest zum Ende des Ramadan, gebacken und gegessen wird. Man fängt schon einige Tage vorher an und backt gleich eine große Menge, da die leckeren Teilchen sehr schnell verspeist sind. Ich mag diese Tradition sehr gern, vor allem, wenn man mit der Familie zusammen backt, man kann es wahrscheinlich gut mit dem Plätzchenbacken in der Adventszeit vergleichen. Das Gebäck heißt Maamoul und besteht zum großen Teil aus Gries und wird mit einer Füllung aus Datteln oder Nüssen zubereitet. Hier gibt es natürlich in jedem Haushalt ein eigenes Rezept, manche nehmen nur Gries, manche mischen Mehl dazu und wieder andere nutzen Hefe. Mein Rezept ist einfach das, was uns am besten schmeckt, mit einer leckeren Füllung aus Walnüssen und etwas Zimt. Und das benötigt ihr:

Maamoul 3

Zutaten für etwa 25 Stück:
Für den Teig:
350 gr Hartweizengries
80 gr Mehl
40 gr Zucker
1 Prise Salz
180 gr Butter oder Alsan
0,5 bis 1 Teeglas Wasser
1 EL Orangenblüten- oder Rosenwasser
Für die Füllung:
100 gr Walnüsse
2 gehäufte EL (Rohrohr-)Zucker
Zimt
Orangenblüten- oder Rosenwasser
Außerdem:
Puderzucker

Maamoul 1

Und so gehts:
1. Hartweizengries, Mehl, Zucker und Salz miteinander in einer großen Schüssel vermengen. Die Butter oder pflanzliche Margarine in kleine Stücke schneiden und mit den Händen mit den trockenen Zutaten in der Schüssel gut verkneten, bis ein krümmeliger Teig entstanden ist. Das Orangenblüten- oder Rosenwasser und etwa die Hälfte des Wassers hinzugeben und nochmals sehr gut kneten, bis die Masse relativ glatt ist. Die Schüssel abdecken und etwa 30 Minuten stehen lassen.

2. Für die Füllung könnt ihr natürlich auch mit den Nüssen variieren, ich mische gerne noch ein paar Cashewkerne unter. Alle Zutaten in einen Mixer geben und zerkleinern, bis die Nüsse gehackt sind (nicht zu fein). Noch einmal gut miteinander vermengen, damit der Zucker gleichmäßig verteilt ist.

3. Nun kommt der „anstrengendste“ Teil: Ihr müsst den Teig so lange kneten, bis er gut zusammenhält und die einzelnen Grieskörner nicht mehr an der Hand kleben. Dafür könnt ihr den Teig aneinander reiben und die Teigkugel auch mal auf ein Tablett oder in die Schüssel „werfen“. Gebt währenddessen nach und nach den Rest des Wassers hinzu. Das kann schonmal 30 Minuten dauern, ist aber sehr wichtig. Ihr merkt, dass ihr fertig seid, wenn der Teig gut zusammenhält und ihr eine Kugel formen könnt, die beim Formen nicht zerfällt und keine Risse bekommt. Ist der Teig immer noch zu klebrig, gebt etwas mehr Mehl hinzu, ist er zu trocken und bröselig, noch etwas Wasser.

Maamoul 2

4. Den Ofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen. Nun geht es ans Füllen. Ihr formt wie gesagt eine Kugel, macht dann mit dem Finger eine Kuhle in diese und formt diese so aus, dass die Wände etwas dünner werden, aber noch gut halten. Dann gebt ihr etwas von der Füllung in diese Kuhle, verschließt die Öffnung, sodass die Füllung von dem Teig bedeckt ist. Wenm ihr nun eine Form für Maamoul habt, dann drückt die Kugel in die Form und „klopft“ sie anschließend heraus und legt das fertige Teilchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Habt ihr keine Form, könnt ihr einfach die Kugel etwas flach drücken und mit einer Gabel ein Muster darauf pressen. Hier findet ihr eine schöne bebilderte Anleitung dazu.

5. Wenn ein Blech voll ist, dieses für etwa 20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Sie müssen nicht braun werden, sollten aber fest sein, hebt sie einfach mit einer Gabel oder einem Messer hoch und schaut, wie sie von unten aussehen. Wenn sie fertig sind, großzügig mit Puderzucker bestreuen und auskühlen lassen. In einer dichte Dose halten sie sich eine ganze Zeit lang. Es sei denn, sie stehen in Reichweite, dann halten sie garantiert nicht lange!

Maamoul 4

Es scheint vielleicht etwas aufwändig, lohnt sich aber allemal! Probiert es mal aus 🙂

Was ist euer liebstes Festtagsgebäck (egal für welchen Festtag)?

Alles Liebe,
Farina

Leider habe ich vergessen, von den fertigen Katmer ein Bild zu machen..

Ich habe mir ein wundervolles neues Kochbuch gekauft mit leckeren Rezepten und schönen Bildern aus der Türkei. Wenn man da durchblättert läuft einem wirklich das Wasser im Mund zusammen. Da mir für ein Abendessen noch der passende Nachtisch fehlte, habe ich mich mal mit den türkischen Desserts ein wenig auseinander gesetzt und bin auf Katmer gestoßen. Und nun das Rezept von der Kalorienbombe (aber jede Kalorie lohnt sich!)

Zutaten (ca. 10 Portionen)
Teig
110g Zucker
200ml warmes Wasser
1 Tl Trockenhefe
300g Mehl
1 Tl Salz
125g Pistazien
60g zerlassene Butter

Vanille-Creme
125ml Schlagsahne
125ml Vollmilch
1/2 Vanilleschote
2 Eigelb
60g Zucker
2 El Mehl
etwas Butter

1.
Für die Vanillie-Creme wird die Hälfte der Milch, die Sahne und die ausgekratzte Vanilleschote in einem kleinen Topf vermengt. Die Mischung gerade eben zum sieden bringen und dann vom Herd nehmen. Währenddessen Die Eigelb und Zucker in einer Schüssel verrühren und danach die restliche Milch und das Mehl hinzu geben. Die Mischung schlagen, bis sie sämig geworden ist. Dann die heiße Milchmischung in die Eiermischung geben und das Ganze dann in einen neuen, sauberen Topf geben. Unter ständigem rühren zum Kochen bringen und aufpassen, dass sich keine Klümpchen bilden. Bei mittlerer Hitze und unter weiterem rühren 2 Min kochen und dann vom Herd nehmen. Dann alles in eine Schüssel geben und diese mit einem mit Butter bestrichenen Stück Backpapier bedecken, damit sich keine Haut bildet. Dann die Creme auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Die Creme kann auch zwei Tage vorher zubereitet werden und lässt sich dann gut im Kühlschrank aufbewahren.

2.
Für den Teig wird 1 Tl Zucker und 150ml lauwarmes Wasser in einer kleinen Schüssel verrührt. Dann die Hefe hineinstreuen. Die Schüssel ca. 8 Min (oder bis sich Schaum bildet) an einen warmen Ort stellen. Dann weitere 80ml lauwarmes Wasser hineingießen. In einer weiteren Schüssel werden Mehl und salz vermengt und dann die Hefemischung hinzu gegeben und umgerührt. Den Teig so lange rühren, bis ein weicher Teig entsteht. Bei Bedarf mehr Mehl hinzu geben.

3.
Den Teig auf eine leicht bemehlte Fläche legen und 5 Min kneten (bis er sämig und elastisch ist). Dann den Teig zu einer Kugel formen und diese in eine leicht mit Öl bestrichene Schüssel legen und zum Einfetten wälzen. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und eine Stunde an einen warmen, zugfreien Ort stellen. Der Teig sollte das doppelte seines Volumens erreichen.


4.
Währenddessen die Pistazien und den restlichen Zucker in einer Küchenmaschine zerkleinern, sodass ein grobes Pulver entsteht. Den aufgegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Fläche durchkneten und ihn dann in zehn gleich große Stücke teilen. Jedes Stück ausrollen, so das der Teig hauchdünn ist (Mehl nicht vergessen!). Jedes ausgerollte Stück Teig mit zerlassener Butter bepinseln. Dann kommen 2 Esslöffel der Pistazienmischung auf dem Teig verteilen (am Rand ca. 2 cm Platz lassen) und dann einen Esslöffel der Vanille-Creme darauf verteilen. Die längeren Seiten des Teigs in die Mitte klappen und dann die kurzen Seiten in die Mitte klappen, sodass ein kleines Päckchen entsteht.

5.
In einer großen, schweren Bratpfanne bei mittlerer bis niedriger Temperatur die Butter zerlassen und die Katmer protionsweise auf jeder Seite 3-4 Minuten anbraten, bis sie goldbraun und knusprig sind. Die Katmer werden heiß oder warm serviert.

Viel Spaß beim genießen, Eure Ann Cathrin

Heute gibt es was für die Vorspeisenplatte: Das weit bekannte Hummus und Baba Ghanoush. Beides eignet sich gut zu Falafel (gibt es als Fertigmischung zum frittieren) oder auch einfach zu Fladenbrot und mit Salat wie Tabouleh.

Zutaten Hummus
1 kleine Dose Kichererbse
40g Tahina
40ml Olivenöl
1/2 Zitrone
Salz, Pfeffer
Kreuzkümmel
Knoblauch
evtl. Chili und scharfes Paprikapulver
Petersilie

1.
Die Kichererbsen abtropfen lassen und mit etwas Wasser kochen, bis die Kichererbsen weich sind. Wieder abtropfen und etwas abkühlen lassen.

2.
Die Kichererbsen in eine hohe Schüssel geben, das Tahina hinzu und das ganze pürieren. Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch und Gewürze hinzugeben. Wieder pürieren, bis eine cremige Masse entsteht. Gegebenenfalls mehr Olivenöl und hinzugeben und abschmecken. Mit Petersilie garnieren.

Zutaten Baba Ghanoush
4 mittlere Auberginen
40g Tahina
1/2 Zitrone
Salz, Pfeffer
Kreuzkümmel
Knoblauch
evtl. Chili und scharfes Paprikapulver
Olivenöl
Petersilie

1.
Die Auberginen waschen und in eine Pfanne ohne Fett legen. Bei mittlerer Hitze die Auberginen solange erhitzen und wenden, bis sie von allen Seiten schwarz werden. Das dauert ca. 20 Min. Die Auberginen dann in eine Schüssel geben und abkühlen lassen, bis man sie gut anfassen kann. Den Stiel abschneiden und die Haut abziehen.

2.
Da geschälte Auberginen in eine hohe Schüssel geben, das Tahina und etwas Olivenöl hinzugeben und alles pürieren. Den Saft der Zitrone, den Knoblauch und die Gewürze hinzugeben und wieder pürieren. Evtl. etwas Olivenöl hinzugeben, um eine cremige Masse zu erhalten. Mit Petersilie garnieren.

Eure Ann Cathrin

Diesmal gibt es ein richtig leckeres Hauptgericht aus Syrien – mit Hühnchen, Reis und Joghurt! Es ist zwar ein bisschen zeitaufwändig, aber völlig unkompliziert!

Zutaten (für 4 Personen)
2 ganze Hähnchenbrüste
150g Reis
3 Knoblauchzehen
300g Naturjoghurt
1 große Zwiebel
1 Zitrone (Bio!)
4 Gewürznelken
2 Kardamomkapseln
1 Tl Pfefferkörner
50g gestiftete Mandeln
2 dünne arabische Fladenbrote
Salz, Pfeffer
Öl zum frittieren
3 El Butter

1.
Das Hähnchen in einen Topf legen und mit Wasser bedecken. Die Zwiebel schälen und viertel und auch die Zitrone vierteln. Zu dem Hähnchen geben und auch die Gewürznelken, den Kardamom und die Pfefferkörner in den Topf geben. Dann alles bei mittlerer Hitze 30-40 Min kochen. Den sich bildenden Schaum von Zeit zu Zeit abschöpfen.

2.
Das Hähnchen aus dem Wasser nehmen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel, Zitrone und die Gewürze aus der Gemüsebrühe nehmen. Die Brühe aufbewahren und mit ihr den Reis nach Packungsanweisung kochen.

3.
Das Öl zum frittieren in einem Topf erhitzen. Das Fladenbrot in mundgerechte Stücke schneiden und darin frittieren, bis es goldbraun ist. Den Knoblauch in den Joghurt pressen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Mandeln mit etwas Butter in einer Pfanne rösten und das Hähnchenfleisch in einer weiteren Pfanne ebenfalls mit Butter ca. 5 Min lang anbraten.

4.

 Auf einem großen Teller oder einer Servierplatte zuerst das frittierte Fladenbrot anrichten. Darüber kommt der Reis, dann das Hühnchen und die Joghurtsoße und die Mandeln als Topping oben drauf.

Guten Appetit, Eure Ann Cathrin

Gestern hatte ich das erste Mal wieder Zeit um zu kochen – nicht nur für mich, nein ich habe mir gleich 10 liebe Menschen in die Küche geholt um ihre hungrigen Mäuler nach einem langen und heißen Tag des Fastens zu stopfen. Fünf Stunden habe ich in der Küche gewuselt um meine Ideen, aber auch Wünsche meiner Freunde auf den Tisch zu zaubern.

Wie es sich gehört, gab es zum Fastenbrechen eine Suppe. Ich habe mich für einen Ramadan-Klassiker aus Marokko entschieden: Harira. Diese Suppe wird besonders dort, aber eigentlich in der ganzen Magreb-Region gerne gegessen. Eigentlich ist diese Suppe mit Fleischeinlage, da sie aber bei uns als Vorspeise gedient hat, habe ich sie ohne gemacht und stattdessen einen Würfel Hühnerbrühe dazu gegeben.

Zutaten:
1 große Zwiebel
100 g Linsen, kurz blanchiert
100 g Kichererbsen aus der Dose (getrocknete über Nacht einweichen lassen!)
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Koriandergrün (wenns nach meinem Geschmack geht: möglichst wenig nehmen!)
Öl
Hühnerbrühe
2 Zimtstangen (1/2 Teelöffel Pulver geht auch!)
1/2 Teelöffel gemahlener Ingwer
1 Prise Safran (falls verfügbar)
1 Esslöffel Salz
1 Teelöffel gemahlener Pfeffer
100 g Reis
4 Fleischtomaten klein gewürfelt
1 Esslöffel Tomatenmark
4 Esslöffel Mehl

1.
Die Zwiebel fein hacken, die Kichererbsen abtropfen lassen, die Kräuter waschen und fein hacken. Die Linsen in kochendem Wasser kurz blanchieren. In einem großen Topf (ca. 3l) die Zwiebeln im Öl anschwitzen und die Gewürze hinzugeben. Das Ganze mit einem Liter Wasser auffüllen, die Hühnerbrühe einrühren, die Petersilie und 2/3 des Korianders hinzugeben. Tomaten würfeln und ebenfalls dazu geben. Bei kleiner Flamme eine Stunde garen lassen.

2.
Währenddessen das Mehl in einem weiteren Liter kalten Wassers auflösen. Tomatenmark und den restlichen Koriander hinzugeben und verrühren. Das Ganze nach der Kochzeit unter ständigem Rühren in die Suppe geben. Linsen und Reis ebenfalls dazu und dann weitere 20 Min kochen lassen.

Eure Ann Cathrin