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Bei meinem Kampf gegen mein krankhaftes Prokrastinieren bin ich schon vor einiger Zeit beim stöbern im Internet auf eine ganz tolle und simple Idee gestoßen, um sich selbst ein bisschen zu motivieren (leider weiß ich nicht mehr wo…). Die Idee ist ganz einfach: Man definiert zwei oder drei Dinge, die man täglich tun möchte oder muss, nimmt die entsprechende Anzahl an Kalendern und macht dann jeden Tag ein Kreuzchen, wenn man die Aufgabe an diesem Tag erledigt hat. Klingt einfach oder? Jetzt muss man es nur noch machen…

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Damit es auch schön aussieht (und weil ich es liebe mit Excel zu arbeiten) habe ich mir selbst Kalender erstellt. Da meine Ziele alle etwas mit der Uni zu tun haben, will ich sie auch bis zum Ende des Semesters, also Ende Juli durchziehen und täglich etwas für sie machen. Meine gesetzten Aufgaben sind eigentlich ganz simpel:

  • Arabisch und Hebräisch lernen (bzw. Hausaufgaben machen)
  • Auf meine Ernährung achten und Sport machen
  • An meiner Hausarbeit und/oder BA-Arbeit arbeiten

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Mit dem zweiten Punkt habe ich schon vor einer Weile angefangen, aber da könnten ruhig noch ein paar mehr Kreuzchen auf dem Kalenderblatt sein. Bei Arabisch und Hebräisch habe ich erst diese Woche angefangen Kreuzchen zu machen und jetzt geht es auch los mit der Hausarbeit. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, mit dem Aussehen der Kalenderblätter – vor allem weil es nächste Woche mit einem neuen Versuch der „30 Days of Being Super Productive“ losgehen soll (beim letzten kamen einfach viel zu viele persönliche Sachen in die Quere, sodass ich ihn nicht fortsetzen konnte…)

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Was wären Eure Ziele für die Ihr jeden Tag ein Kreuzchen auf dem Kalender machen würdet? Wäre das eine Möglichkeit mit der Ihr Euch motivieren könntet?

 

ZeitmanagementIch beschäftige mich in letzter Zeit viel mit dem Thema Zeitmanagement oder „Getting Things Done“ (GTD) und bin beim durchstöbern zahlreicher Blogs und Artikel auf die Eisenhower-Matrix gestoßen (oder: Eisenhower Prinzip). Ich glaube die ist gar nicht so unbekannt, zumindestens das Prinzip dahinter wird wohl ziemlich häufig verwendet. Mir hat es richtig gut gefallen, vor allem um Aufgaben und Projekte die über einen längeren Zeitraum gehen im Blick zu haben und zu priorisieren. Und um diese Matrix immer vor mir zu haben und nicht ständig eine neue malen zu müssen, weil sie voll geschrieben ist, habe ich mir dieses (schöne) Exemplar gebastelt und Post-its drauf geklebt. Die haben den Vorteil, dass man sie ganz stolz abreißen kann, wenn man die Aufgabe oder das Projekt erledigt hat, oder man kann sie einfach verschieben, wenn sich die Prioritäten geändert haben. Außerdem kann ich mit farbigen Post-its die Aufgaben noch zu ordnen: bei mir in „Privat“, „Uni“ und „Arbeit“.

Aber wie funktioniert diese Eisenhower Matrix? Es ist eigentlich ganz simpel: Die Matrix besteht aus vier Quadranten

I Urgent and Important: am besten sofort und selbst erledigen
II Important, but not Urgent: terminieren und selbst erledigen
III Urgent, but not Important: An jemand anderen delegieren (ist meist mit privaten Sachen nicht so einfach… 😉 )
IV Not Important, not Urgent: Da gibt es zwei Meinungen: Irgendwann machen, oder später, oder: ab in den Papierkorb. Aber ich finde, wozu Sachen noch erwähnen wenn sie eh weggeschmissen werden? Also erwähnen und wenn mal Luft ist, das erledigen.

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So, nun noch Post-its mit den jeweiligen Aufgaben, Projekten oder was auch immer erledigt werden muss beschriften und auf die Matrix kleben. Bearbeitet werden die Aufgaben jetzt von rechts nach links und dann von oben nach unten (unten rechts soll ja jemand anderes machen).

Ist so eine Matrix was für Euch und könnte sie Euch helfen Eure Aufgaben erledigt zu bekommen?

Eure Ann Cathrin

Füsse hochlegen? Nur noch bei der Krankengymnastik!

Vor knapp zwei Wochen habe ich hier gestanden, dass ich prokrastiniere. Durch die ZEIT CAMPUS hab ich mir ein paar Tipps und Tricks geholt und Euch geschrieben, was man dagegen tun kann. Nun, was ist nach den ersten Tagen mit neuen Regeln passiert?

Ich habe mir zwei Tipps zu Herzen genommen: Aufschreiben, wie viel man tatsächlich für eine Aufgabe braucht und planen wann, wie und wo man am nächsten Tag arbeitet. Ich sage gleich: Das zweite Vorhaben ist gnadenlos gescheitert! Ich bin einfach kein Frühaufsteher und morgens arbeiten finde ich auch ganz schlecht. Ich bin eher der Nachtmensch – nur passt das leider nicht zur Uni, zu meinem Privatleben und zu den Ladenöffnungszeiten.

Meine Arbeitszeiten habe ich mal aufgeschrieben. Also ich habe für jedes Fach, die Arbeit, ROCK YOUR LIFE!, Sport und diesen Blog mal aufgeschrieben, wie viel Zeit ich jeweils investiere – ich bin geschockt! Wie der Artikel vorhersagte, es ist viel weniger als man denkt. Ich verschwende doch noch mehr Zeit als ich dachte mit herumtrödeln, herumtänzeln, Kaffee trinken und von A nach B düsen. Aber nun gut, jetzt wo ich weiß, wo die Zeitinvestition fehlt, weiß ich ja wo ich gegensteuern muss. Mal schauen, ob ich es die nächsten Woche mal schaffe auf mein gewünschtes Arbeitspensum zu kommen.

Zu tun habe ich schließlich genug: die erste Hausarbeit ist angefangen und danach müssen noch zwei weitere folgen. Und oh Schreck! Die Prüfungen sind in drei Wochen. Zum Glück sind es nur zwei, aber Arabisch wird unglaublich schwer und ich bin nicht gerade ein Vokabellern-Genie. Eine weitere Herausforderung wird der Sport. Den habe ich nicht nur mir selbst verdonnert, sondern auch mein Physiotherapeut. Ob ich das schaffe? Wenigstens kann ich ihm sagen, dass ich Hausaufgaben gemacht habe und gestern joggen war.

Wie sieht’s bei Euch so aus? Was schiebt Ihr gerade vor Euch her und wo hörts bei Euch regelmäßig auf mit der Motivation?

Eure Ann Cathrin

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Ich glaube, ich tue es schon seit ich Denken kann. Ich prokrastiniere. Pro- was? Ich prokrastiniere – ich schiebe auf. Das Sprichwort „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“, ist mir eher fremd. Ich schiebe gerne auf; obwohl: eigentlich nicht wirklich. Ich hasse mich oft dafür und würde es gerne ändern. Nur was hilft in einem solchen Fall? Ich weiß es nicht. Bücher habe ich schon zuhauf gekauft, gelesen und ins Regal gestellt. Gebracht hat es nichts. Wie viele Prioritäten-Listen ich schon gemacht habe, will ich gar nicht zählen. Ebenso wenig wie viele Pläne. Ich liebe es Pläne zu machen; mit Excel, alles durchkalkuliert und geplant. Aber an der Durchführung haperts gewaltig. Und das schon von der ersten Minute an. Was also tun? Jemand ein Patentrezept?

Ich habe mir heute die Zeit Campus gekauft. Allerdings eher wegen einem Artikel meiner Lieblingsbloggerin Kübra Gümüsay. Den Titel habe ich gar nicht wahrgenommen. Aber er beschäftigt sich genau mit meinem Problem: dem Aufschieben. Also mal rein geschaut. Fängt ja gut an, der Text: „Es gibt vermutlich eine lange Liste von Dingen, die gerade dringender wären, als diesen Text zu lesen. Mit der Hausarbeit anfangen, zum Beispiel. Das Referat vorbereiten.“ Fühlt sich an, als würde der Artikel für mich geschrieben sein. Morgen steht ein Referat an, das ich mehr schlecht als recht vorbereitet habe. Mindestens drei Hausarbeiten warten schon seit Wochen, ja gar Monaten darauf geschrieben zu werden. Die Bücher habe ich schon – Bücher ausleihen macht mir nämlich großen Spaß…

Im Text steht, das Bachelorstudenten gerne überschätzen, wie viel sie eigentlich für die Uni tun. Ich glaube ich tue das auch, wobei mir dennoch leider bewusst ist, dass ich viel zu wenig für die Uni tue. Ich tue lieber andere Sachen. Viel lieber sogar. In den zugehörigen Tipps steht, dass man Protokoll führen soll und aufschreiben, wie viel Zeit man wirklich mit Arbeiten verbringt. Ob das hilft? Ein Selbstversuch wäre es vielleicht mal wert. Auch andere Tipps sehen ganz hilfreich aus, aber ich kenne mich nun schon ein paar Jahre – ob ich mich daran halte? Der erste Tipp wäre nämlich gleich mal, dass man um PUNKT 9 auch in der Bibliothek sein soll, wenn man sich das vorgenommen hat. Nicht eine Minute später. Vornehmen kann man sich viel, aber morgens pünktlich zu sein, wenn man wie ich an Schlaferitis leidet?! Im Bett ist es doch so schön…

Aber nun gut! Die Arbeit läuft nicht davon und selbst für meinen Job habe ich noch einiges zu tun (dieser Blog-Eintrag ich wohl auch reine Prokrastination). Daher werde ich einen erneuten Versuch starten und endlich was gegen das Aufschieben tun. Vielleicht hilft die Zeit Campus ja mit ihren Tipps. Ich werde sie Euch mal verkürzt vorstellen und dann berichten, wie es so läuft:

1. Minuten zählen

Das Gegenteil von Aufschieben ist Anfangen. Vorher drei Fragen klären: wann, wo und wie. Die Anfangszeit sollte auf die Minute eingehalten werden. Wer zehn Minuten durchgehen lässt, schiebt schnell zwei Stunden auf. (wie wahr, wie wahr…)

2. Kleine Schritte machen

Ein Arbeitsplan ist wertlos, wenn er zu vage ist. Besser: Arbeitseinheiten mit konkreten Zielen festlegen. Man sucht also nicht den ganzen Tag irgendwie nach einem Thema für die Hausarbeit, sondern überlegt vorher, wo genau man Informationen finden kann.

3. Die Zeit verdoppeln

Es gilt die 50-Prozent-Regel: Man braucht für alles doppelt so lange wie man anfangs denkt. Wer das bei der Planung berücksichtigt, sorgt dafür, dass er den Plan auch wirklich einhalten kann – und verschafft sich damit jeden Tag Erfolge. (AHA!)

4. Tagebuch führen

Wer protokolliert, wie er arbeitet, kann das eigene Arbeitstempo besser einschätzen: Wie viel Zeit verbringe ich wirklich mit Arbeiten? Und wie viel lediglich mit dem Gedanken daran? Außerdem lässt sich so feststellen, wovon man sich gerne ablenken lässt. (Werde ich ausprobieren. Freue mich schon auf meine Excel-Tabelle^^)

5. Grenzen ziehen

Es sollte abends eine feste Erholungszeit geben, in der nicht mehr gearbeitet wird. Viel länger als sechs oder sieben Stunden ist auf Dauer niemand effektiv. (Und wenn die Uni schon 8 Stunden geht?! Hm. Und eigentlich arbeite ich abends gerne. Ob ich einfach mit einer Pause ein den Tag starte? Dann komme ich auch zu nichts.. schwierig schwierig…)

6. Nicht abwarten

Der richtige Moment wird vielleicht nicht kommen – es bringt darum nichts, darauf zu warten, in der richtigen Stimmung, nicht mehr müde oder nichts mehr lustlos zu sein. Lieber die Aufgabe mit dem kleinsten denkbaren Schritt angehen und herausfinden, wo es hakt.

7. Sich selbst belohnen

Wer für die Uni lernt, bekommt nur abstrakte Belohnungen, und auf die muss man außerdem lange warten. Für die Motivation ist es aber wichtig, sich für Anstrengungen auch auf die Schulter zu klopfen. Deshalb: Nach der Arbeit immer kleine Belohnungen schaffen. (Wenn ich mir die nicht auch ohne Arbeit geben würde… Und ja, auf meine letzte Hausarbeitsnote warte ich schon lange.. die könnte ne tolle Belohnung sein…)

Also, ich werde gleich morgen (oder besser jetzt?) starten und Euch berichten, wie es so funktioniert. Vielleicht bringt ja das „drüber schreiben“ was? Würde mich freuen, wenn sich Freiwillige mir anschließen und in den Kommentaren berichten, wie die Tipps so bei Euch wirken! In diesem Sinne: