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Kennt ihr die Situation, wenn ihr irgendwo etwas total leckeres gegessen habt und das dann unbedingt zuhause genau so nachmachen wollt? Mir ging es schon relativ oft so, mal waren die Versuche erfolgreich, mal nicht. So haben ich auch die letzten 3 Jahre versucht, mich an den Geschmack des Reisgerichts anzunähern, das ich in Saudi Arabien genießen durfte. Die Ergebnisse waren jedes für sich lecker, trafen aber eben nicht genau den Geschmack, den ich haben wollte, irgendwas fehlte immer.

Reis 6

Aber dann, vor ein paar Monaten war ich endlich erfolgreich und das Resultat möchte ich sehr gerne mit euch teilen. Hier also der etwas andere Cashew Curry Reis:

Reis 4

Zutaten für 2 hungrige Personen:

1,5 EL Kokosöl
1 rote Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
4 Kapseln Kardamom
6 Nelken
1 kleines Stück Zimtstange
1 TL Curry
etwa 300 gr Basmatireis
Wasser
Salz
1 getrocknete Zitrone
1 handvoll Cashewkerne

Reis 2

1. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Kokosöl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch darin glasig anbraten. Kardamom, Nelken, Zimt und Curry hinzugeben und weiter anbraten. Dabei gut rühren, damit nichts am Boden ansetzt. Den Reis dazu geben und so vermengen, dass er komplett mit den Gewürzen vermischt ist und eine schöne gelbe Farbe angenommen hat. Mengenmäßig gehe ich da nach Gefühl, mal ist es mehr, mal weniger. Richtet euch dabei also besser nach eurem Hunger 🙂

2. Soviel Wasser auf den Reis geben, dass es etwa 1 cm über dem Reis steht. Das Wasser mit Salz abscgmecken. Einmal richtig aufkochen lassen, die getrocknete Zitrone hinzugeben, den Topf mit Alufolie abdecken und einen Deckel aufsetzen. Die Temperatur niedrig stellen oder die Platte gleich ganz ausmachen.

3. Die Cashewkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie etwas Farbe annehmen. Zur Seite stellen. Nach etwa 20 Minuten könnt ihr den Deckel vom Topf nehmen und die Cashewkerne auf den Reis geben. Und fertig ist er, der geschmackliche Urlaub für Zuhause.

Reis 3

Ich mag dazu einen ganz einfachen Salat, mein Mann macht sich gerne Hähnchen dazu. Der Cashew Curry Reis lässt sich dementsprechend gut kombinieren und ist für uns die perfekte Mahlzeit, mit der alle zufrieden sind (auch die kleine Maus ist immer ganz begeistert).

Habt ihr auch solche „Urlaubsgerichte“ die euch nicht mehr loslassen?

Alles Liebe, Farina

Von meiner Liebe zu Hefeteig habe ich auf diesem Blog ja schon des öfteren berichtet. Ob süß oder salzig: Die Wandelbarkeit kennt keine Grenzen. Ob zum Frühstück, zum Tee oder als Basis für eine leckere Pizza: er harmoniert mit so vielem einfach perfekt. Und kompliziert ist er dabei auch gar nicht. Wenn man ein paar grundlegende Regeln beachtet, ist er quasi richtig pflegeleicht!

Und zum Beweise habe ich heute etwas in der herzhaften Variante für euch: Zaatar Schnecken/Rolls, wie auch immer man sie auch nennen mag. Zaa … was ? Wem der Name nichts sagt: Zaatar ist eine im Nahen Osten sehr beliebte Gewürzmischung, die u.a. aus gerösteten Sesamsamen und Thymian besteht und traditionell mit Olivenöl zu Brot genossen wird. Ihr könnt Zaatar entweder in arabischen Lebensmittelgeschäften kaufen oder ihr versucht, die Mischung selbst herzustellen, womit ich allerdings noch keine Erfahrung habe. Eine Anleitung findet ihr z.B. hier.

Zaatar 2

Wenn ihr also eure Zaatar Mischung habt, braucht ihr nur noch Olivenöl und den perfekten Hefeteig. Mehr nicht. Ich greife für letzteren immer gerne in leicht abgewandelter Version auf dieses Rezept zurück und da ist bisher nie etwas schief gegangen. Also, hier kommen die Zutaten (für etwa 15 Schnecken):

150 ml lauwarmes Wasser
1/2 Würfel frische Hefe
20 gr Olivenöl
etwas Rohrzucker
1 TL Salz
300 gr Mehl
Zaatar
Olivenöl

Zaatar 1

1. Die Hefe in das lauwarme Wasser (nicht wärmer als 40°, sonst stirbt die Hefe) bröseln, Salz, Öl und Zucker hinzugeben und alles miteinander gut vermengen, sodass Hefe, Salz und Zucker sich aufgelöst haben.  Mehl hinzugeben und alles zu einem „ohrläppchenweichen“ Teig vermengen, dabei gut durchkneten.

2. Den Ofen auf 200° vorheizen. Eine Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben (sonst klebt euch der Teig beim Aufrollen zu sehr an der Arbeitsfläche) und den Hefeteig darauf zu einem möglichst rechteckigen Teig ausrollen. Wie dünn ihr ihn machen wollt ist euch überlassen: Dünn werden die Schnecken eher knusprig, dick eher fluffig.

3. In einer kleinen Schüssel Zaatar (bei mir waren es etwa 5 gehäufte EL) mit soviel Olivenöl gut vermengen, dass eine etwas dickflüssige Masse entsteht, die sich gut und gleichmäßig auf dem Teig verteilen lässt. Am einfachsten funktioniert das mit der Hand. Wenn alles mit der Zaatar Mischung bedeckt ist, rollt ihr die Teigplatte von der breiten Seite her zu einer Rolle auf.

4. Die Rolle in beliebig große Stücke schneiden (je nachdem, wie hoch die Schnecken am Ende werden sollen), bei mir waren es etwa 3-4 cm, und diese mit etwas Anstand zueinander in eine leicht gefettete Form setzen. Solange gehen lassen, bis sie sichtlich aufgegangen sind und im Ofen etwa 30 Minuten lang backen, bis sie etwas Farbe angenommen haben.

Zaatar 4

Diese leckeren Teilchen schmecken hervorragend zum Tee, Frühstück oder einfach Zwischendurch. Lassen sich auch sehr gut mitnehmen, um anderen eine Freude zu machen. Sicherlich auch zum Grillen eine Willkommene Abwechslung zum Kräuterbaguette. Am allerbesten schmecken sie mir ganz frisch und noch etwas warm!

Ich hoffe, ich konnte euch mit dem Rezept eine neue Anregung geben!

Alles Liebe, Farina

Sie sind momentan im wahrsten Sinne in aller Munde – Energiebällchen, Power Balls, Energy Bites, oder was für Namen man ihnen sonst noch geben will. Gerade für alle, die versuchen, auf die klassischen Süßigkeiten zu verzichten oder aber sich zuckerfrei ernähren wollen, bieten diese Bällchen eine ideale Alternative. Ich habe sie ganz anders kennengelernt: Beim Familienbesuch in Saudi Arabien wurden sie zum bitteren Kaffee gereicht und haben für eine geschmackliche Harmonie gesorgt. Endlich bin ich nun auch wieder dazu gekommen, sie zu machen – im Alltag mit Kind kann man etwas zusätzliche Energie immer gut gebrauchen 😉 Meine Version besteht nur aus wenigen Zutaten, ihr könnt jedoch nach eurem Geschmack noch weitere Trockenfrüchte oder Nüsse hinzufügen, wie ihr wollt.

Dattelbällchen 1

Ihr braucht (für ca. 17 Bällchen)

200 gr möglichst weiche Datteln (oder direkt fertige Dattelpaste)
1,5 EL Schwarzkümmelsamen
Mandelkerne
Kokosraspel

Und so gehts:

1. Einen großen Teller mit Kokosraspeln ausstreuen und beiseite stellen. Wer keine fertige Dattelpaste findet, zerkleinert die Datteln in der Küchenmaschine so lange, bis eine klebrige Masse entstanden ist. Diese wird dann mit den Schwarzkümmelsamen gut vermengt.

2. Nun eine kirschgroße Menge der Masse mit der Hand abtrennen, zu einer Kugel formen und diese platt drücken. Eine Mandel (egal, ob geschält oder ungeschält) in die Mitte geben und alles wieder zu einem Ball formen, in dem die Mandel in der Mitte ist.

3. Die Bällchen auf den Teller geben und so lange in den Kokosraspeln wälzen, bis der ganze Ball bedeckt ist. So mit der gesamten Dattelmasse verfahren.

Dattelbällchen 3

Und das wars auch schon. Es geht, wie ihr seht, wirklich ruck-zuck, sie sehen nett aus und sind eine gesunde Alternative, wenn der Heißhunger auf Süßes kommt. Und vor allem in Kombination mit einem starken (arabischen) Kaffee kann ich die Dattelbällchen wirklich nur empfehlen. Aufbewahrt werden sie am besten im Kühlschrank. Da ich jetzt meinen Thermomix habe und ganz schnell und einfach Datteln zerkleinern kann, wird es sie, sicher auch in Variationen, nun öfter geben.

Habt ihr auch Tipps für gesunde Snackalternativen?
Eure Farina

Heute habe ich ein besonderes Frühstücksrezept für euch. Es ist in der arabischen Welt sehr verbreitet und äußerst beliebt: Foul (gesprochen Ful mit langem u). In der Zubereitung gibt es, wie so oft, regionale Unterschiede, diese Version hier ist die syrische. Mein Mann hat es früher oft in Aleppo gegessen und ist vor kurzem auf die Idee gekommen, es doch mal selbst zu versuchen – und das war ein voller Erfolg. Es schmeckt wirklich hervorragend, auch für jemanden, der sonst eher keine Bohnen in knoblauchiger Joghurtsauce zum Frühstück isst, versprochen 😉 Und auch der Herr des Hauses hat sich geschmacklich sofort wieder nach Aleppo zurückversetzt gefühlt. Der Hauptbestandteil und Namensgeber des Gerichtes sind die dicken Saubohnen (oder Ackerbohnen, Favabohnen..diese Bohne hat wirklich viele Namen), die man meist getrocknet im gut sortierten Supermarkt oder im türkischen Lebensmittelladen findet. Sie „schwimmen“ in einer dünnen Sesam-Joghurt Soße und sind äußerst nahrhaft. Die Zubereitung ist wirklich nicht kompliziert, ihr müsst nur ein wenig Zeit mitbringen, wie bei den meisten getrockneten Hülsenfrüchten.

Foul-syrian-breakfast-1

Ihr braucht (für 2 Personen):
ca. 100 gr Saubohnen
5 volle EL Joghurt
3 EL Sesampaste (Tahina)
1 Zehe Knoblauch
Cumin, Chiliflocken, Salz
Zitronensaft
Wasser
Olivenöl

Und so gehts:
1. Bohnen mit reichlich Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen. Am nächsten Morgen die Flüssigkeit abgießen und in frischem Wasser etwa eine Stunde lang kochen, bis die Bohnen durch sind. Sie haben allerdings im Vergleich zu anderen Bohnen immer noch eine eher härtere Konsistenz.

2. Joghurt mit Sesampaste, Knoblauch, Cumin, Chiliflocken, Zitronensaft und Salz abschmecken und gut vermengen. Mit Wasser verdünnen, bis es eine suppenartige Konsistenz hat.

3. Das Joghurtgemisch in Schälchen geben und die Bohnen dazu geben. Dann nach Geschmack mit Olivenöl beträufeln und servieren.

Foul-syrian-breakfast-2

Dazu werden dann arabisches Fladenbrot, saure Gurken und Tomaten gereicht und das ganze zum Frühstück genossen. Probiert es doch mal aus, es lohnt sich!

Übrigens: Mit Sojajoghurt lässt sich das ganze auch veganisieren!

Was esst ihr gerne „Ungewöhnliches“ zum Frühstück?
Guten Appetit, Farina

Momentan beschäftige ich mich – u.a. inspiriert von einigen instagram Accounts – viel mit dem Thema Ernährung und Gesundheit. Wie aufmerksame Leser bereits wissen, bin ich schon seit etwa 12 Jahren Vegetarierin (ich esse aber ab und zu Fisch, also genau genommen Pescetarierin). Wir kochen zwar schon jeden Tag frisch und verzichten auf Fertiggerichte, einfach weil es uns so besser schmeckt, jedoch finde ich es ab und zu wichtig, sich bestimmte Dinge bewusster zu machen.

Deswegen achte ich seit einiger Zeit vermehrt auf Inhaltsstoffe (Vieles will man nach dem Durchlesen der Zutaten gar nicht mehr kaufen) und versuche, noch mehr Sachen selber zu machen. Es gibt viele Dinge, die wirklich ganz einfach und ohne größeren Aufwand selber zu machen sind, bei denen man bisher vielleicht einfach nicht auf die Idee gekommen ist, sie auszuprobieren. Einmal gemacht, ist man dann überrascht und fragt sich, warum man nicht schon früher auf die Idee gekommen ist. Es ist wirklich kein großer Aufwand, frisch und gesund zu kochen, ein Beweis dafür kommt quasi mit diesem Rezept, einem unserer Standardgerichten, welches wir mehrmals im Monat kochen. Es ist einfach, gelingsicher und lässt sich gut abwandeln. Im Prinzip sind es Bohnen in Tomatensoße, in der arabischen oder türkischen Küche auch bekannt als Fasulye. Die verwendeten Buschbohnen sind eigentlich überall sehr leicht zu bekommen und haben viele wertvolle Inhaltsstoffe und sind dazu noch eine sehr gute Eiweißquelle für Vegetarier. Braucht ihr noch mehr Argumente? Auf gehts!

Ihr braucht:
Olivenöl
1 Beutel Buschbohnen (ca. 500 gr)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Curry, Koriander
1 Dose stückige Tomaten

Fasulye 1

Und so gehts:

1. Die Enden der Buschbohnen abtrennen, die Bohnen in ca. 1 – 1,5 cm lange Stücke schneiden und in ein Sieb geben. Die Zwiebel schneiden und fein hacken. Die Bohnen gründlich waschen, die Hälfte der Zwiebeln hinzugeben und das Sieb in eine Schüssel mit Wasser stellen, sodass die Mischung vollständig bedeckt ist.4.

2. Das Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen und die übrig gebliebene Hälfte der gehackten Zwiebeln darin anbraten. Den Knoblauch schälen und dazu pressen. Pfeffer, Chiliflocken, ein wenig Currypulver und nach Belieben auch gemahlenen Koriander (ich mag den z.B. nicht und lasse den immer weg) dazugeben und ca. 1 Minute mit anbraten.

3. Die Bohnen abtropfen lassen, in den Topf geben und alles gut vermengen. Den Topf mit einem Deckel verschließen und etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, ab und zu umrühren. Anschließend dann Wasser dazu geben, sodass die Bohnen etwa bis zur Hälfte mit Wasser bedeckt sind. Das ganze nun für ca. 25 Minuten köcheln lassen bis die Bohnen gar sind. Evlt.zwischendurch ein wenig Wasser nachgeben.

4. Nun werden noch die Tomaten dazugegeben und weitere 5 Minuten mitgekocht, das Ganze einmal mit Salz abgeschmeckt und evtl. nochmal nachgewürzt und schon ist sie fertig, die Fasulye.

Fasulye 3

Ihr könnt sie nun pur mit arabischem Fladenbrot essen, zu Reis oder Couscous servieren oder, wenn euch das Fleisch in diesem Gericht fehlt, separat noch etwas Fleisch anbraten und mit den Tomaten dazugeben. Es gibt unzählige Variationsmöglichkeiten und mit der Zeit hat wahrscheinlich jeder seine eigene Variante. Dies war unsere und ich hoffe, sie wird auch euch schmecken! Viel Spaß beim gesund und frisch Kochen und Genießen!
Eure Farina

Wenn die chinesische Mitbewohnerin freudig verwundert in die Pfanne guckt und dich fragt, woher Du diesen Reis hast, dann scheint es wohl echt guter Reis zu sein. Wir haben wieder ein tolles Paket von Reishunger bekommen, mit tollen Zutaten für die orientalische Küche. Wie bereits hier wird als erstes der Basmati-Reis von Reishunger verkocht. Für dieses leckere Rezept aus Palästina braucht Ihr weder viele Zutaten, noch Geschick oder Zeit. Es ist recht einfach, super lecker und durch die leichte Süßte der Korinthen ein völlig neues Geschmackserlebnis.

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Zutaten (für 4 Personen)
300g Basmati-Reis
4 Hähnchenkeulen
2-3 mittelgroße Zwiebeln
10 Kardamomkapseln
4 Gewürznelken
2 Zimtstangen
25g Korinthen
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
550ml kochendes Wasser

Für Salat und Joghurt als Beilage
3-4 Tomaten
1 Gurke
1 Zitrone
Olivenöl
300g türkischer Joghurt (10% Fett)
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

1.
Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. 2 EL Öl in einer hohen Pfanne mit Deckel (Pfannen-Wok; Alufolie geht auch, wenn man keinen Deckel hat) erhitzen. Die Zwiebeln darin 10-15 Min braun braten und dann aus der Pfanne neben und beiseite stellen.

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2.
Die Hähnchenkeulen waschen und am Gelenk mit einem scharfen Messer teilen. In einer Schüssel mit dem restlichen Öl, den Kardamomkapseln (vorher andrücken), den Nelken und Zimtstangen vermengen. Ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen (je ca. 1 Tl).

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3.
Das Hähnchen mit den Gewürzen in die heiße Pfanne geben und 5 Min auf beiden Seiten anbraten. Herausnehmen und ebenfalls beiseite stellen. Nun die Zwiebeln und den Reis in die Pfanne geben, kurz anbraten und die Korinthen unterrühren. Dann das Hähnchen auf den Reis legen und leicht andrücken.

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4.
Hähnchen und Reis werden nun mit dem kochenden Wasser übergossen. Pfanne zudecken und das Ganze auf kleiner Flamme 30 Min. köcheln lassen. In der Zeit könnt Ihr die Beilegen vorbereiten: Tomaten und Gurke würfeln und in einer Schüssel mit Salz, Olivenöl und Zitronensaft abschmecken. Unter den Joghurt eine gepresste Knoblauchzehe geben und hier mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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5.
Nach den 30 Min. wird die Pfanne vom Herd genommen und der Deckel durch ein sauberes Geschirrhandtuch ersetzt. So noch 10 Min. stehen lassen und servieren. Guten Appetit!

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Und ja, wie Farina schon bei Ihrem Blogpost sagte: Der Reis ist wirklich gut und lecker und es lohnt sich ihn zu kaufen – wenn auch nicht für jeden Tag. Außerdem findet Ihr bei Reishunger noch ganz viele andere qualitativ hochwertige Reissorten und neuerdings auch ein Rezeptbuch!

Eure Ann Cathrin

Wer Lust hat, mit seinem Gebackenen ein wenig Eindruck zu schinden und dennoch auf ein gelingsicheres Rezept zählen möchte, für den habe ich hier genau das richtige: Baklava. Baklava, ist das nicht total schwierig und kompliziert? Ja, wenn man es sich kompliziert macht. Man kann es sich aber auch ganz einfach machen, dann dauert es keine 10 Minuten und man kann ein Blech kleiner süßer Baklavastücke in den Ofen schieben und schon nach kurzer Zeit den süßlich-orientalischen Duft genießen, der durch die Wohnung zieht. Vorfreude auf den Biss in das knusprige Gebäck ist auf jeden Fall garantiert und steht auch geschmacklich der komplizierten und aufwändigen Variante in nichts nach. Und das Beste? Man kann sowohl die Art Füllung als auch die Süße ganz nach seinem eigenen Geschmack anpassen. Also worauf noch warten? Los gehts!

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Das braucht ihr für ca. 50 Stücke Baklava
1 Packung rechteckige Filoteigblätter (sind meist 500 gr)
ca. 2 sehr volle Esslöffel Butter
Für die Füllung:
150 gr Walnüsse
100 gr Cashewkerne
2 EL Weichweizengries
2  EL Zucker
Rosenwasser
Für den Sirup:
1/2 Glas Zucker
1/4 Glas Wasser
Zitronensaft
Rosenwasser

Und so geht’s:

1. Die Nüsse in einer Küchenmaschine zerkleinern. Dabei könnt ihr selbst entscheiden, wie fein sie zerkleinert werden sollen: wollt ihr lieber kleine Stückchen in eurer Baklava haben oder eher eine nussige Masse? Entscheidet selbst. Gebt die  zerkleinerten Nüsse dann in eine Schale und fügt den Weichweizengries, Zucker und einen kleinen Schuss Rosenwasser hinzu. Anschließend alles gut miteinander vermengen und die Schüssel beiseite stellen.

2. Die Butter in einer kleinen Pfanne langsam zum Schmelzen bringen und anschließend 1-2 Esslöffel der geschmolzenen Butter zur Nussmischung hinzufügen und nochmals alles gut miteinander vermengen. Eine Form (z.B. ein kleines Backblech, kleine Auflaufform oder auch eine Springform) dünn mit etwas Butter einfetten. Den Ofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen.

3. Nun kommen die Teigblätter ins Spiel. Sie sind sehr dünn und werden schnell trocken und reißen ein, nehmt deswegen immer die Blätter, die ihr braucht und deckt die anderen mit einem sauberen Küchentuch ab. Wenn die Blätter trotzdem etwas reißen macht das gar nichts, das  wird man später nicht mehr sehen. Ihr nehmt also 3 Blätter des Filoteigs und breitet sie auf einer sauberen Unterlage übereinandergelegt aus. Nun häuft ihr die Nussmasse ca. 3 cm vom Rand entfernt entlang der kürzeren Seite ca. 1-2 cm hoch auf. Auch hier heißt es: Euer Geschmack ist gefragt. Wenn ihr ein Fan von sehr nussigem Geschmack seid, dann benutzt mehr Füllung. Wenn ihr lieber mehr knusprigen Teig am Ende haben wollt, dann nehmt einfach 4 Teigblätter. Nun werden die Teigblätter eingerollt: Die 3 cm vor dem „Nussberg“ werden über diesen geklappt und das ganze vorsichtig in Richtung des gegenüberliegenden Teigendes gerollt.

4. An die Messer: Ihr braucht ein gezahntes Messer, mit diesem schneidet ihr nun die Rolle in 3 cm breite Stückchen. Diese dann mithilfe des Messers vorsichtig Stück für Stück nebeneinander in die gefettete Form setzen. Nun verfahrt ihr mit Schritt 3 so lange, bis ihr die Nussmischung aufgebraucht habt. Anschließend mit Hilfe eines Pinsels die Baklavastücke mit der flüssigen Butter gut bepinseln und keine Stelle vergessen, sonst werden sie anschließend zu trocken. Das ganze dann in den Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen.

5. Jetzt wird der Sirup gekocht. Es ist der gleiche wie hier. Einfach Zucker, Wasser, jeweils einen Spritzer Zitonensaft und Rosenwasser miteinander aufkochen lassen und warten, bis sich das ganze zu einem Sirup eindickt. Wenn die Baklava die gewünschte Bräune erreicht hat, diese aus dem Ofen nehmen und in noch heißem Zustand den Sirup gleichmäßig über die Teilchen verteilen. Etwas auskühlen lassen und fertig ist super einfache Baklava.

Baklava 1

Und hier noch ein paar Ideen: Schmeckt auch super gut mit anderen Füllungen, z.B. Cashew-Haselnuss oder auch die etwas teurere Variante mit Pistazien. Natürlich kann man die Baklava auch noch schön verzieren, indem man z.B. etwas gemahlene Nüsse über sie streut etc. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und ich setze mich jetzt mit einem (…oder zwei…oder drei…)  leckeren Stück Baklava und einem Glas Ostfriesentee – für mich die perfekte Mischung – an meine weniger leckere Hausarbeit, die noch diese Woche fertig geschrieben sein will 🙂

Viel Spaß beim Nachbacken,

Eure Farina

Wenn eine liebe Freundin mit einem eines ihrer besten Rezepte teilt und einen dann auch noch mit getrockneten Rosenblüten aus dem Iran versorgt, dann ist das etwas ganz besonderes – und daraus kann nur etwas unglaublich gutes entstehen: Rosen-Mandel-Cupcakes.

Mandel-Rosenblueten-Cupcakes

Das Rezept darf ich heute mit Euch teilen. Ihr braucht für 24 Mini-Cupcakes

60g Butter
70g Zucker
1 Ei
40g Mehl
50g gemahlene Mandeln
4 Tropfen Mandelaroma oder Amaretto
Msp. Backpulver
Msp. Vanille
Getrocknete Rosenblätter

Für das Frosting:
150g Butter
150g Puderzucker
100g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
Msp. Vanille
Mandelaroma oder Amaretto
Lebensmittelfarbe

Mandel-Rosenblueten-Cupcakes

1.
In einer Rührschüssel die weiche Butter und den Zucker miteinander vermengen. Das Ei unterrühren und schließlich die restlichen Zutaten. Von den getrockneten Rosenblättern ungefähr einen Esslöffel nehmen, grob zerkleinern und ebenfalls in den Teig rühren.

2.
Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Ein Backblech für kleine Muffins mit Förmchen auslegen und in jedes ca. einen Teelöffel des Teigs einfüllen. Die Törtchen dann ca. 17 Min backen.

Mandel-Rosenblueten-Cupcakes1

3.
In der Zwischenzeit die Zutaten für das Frosting mischen und mit der Vanille und dem Mandelaroma abschmecken. Wer mag, kann das Frosting noch mit Lebensmittelfarbe färben.

4.
Wenn der Teig fertig gebacken und ausgekühlt ist, das Frosting mit einer Spritztülle aufbringen. Zum Schluss noch mit Rosenblüten bestreuen und fertig ist der süße Geschmack des Orients

Eure Ann Cathrin

Das Team von Knusperreich ruft zur Zeit dazu auf, seinen ofenfrischen Glücksmoment festzuhalten und zu teilen. Und das Tolle daran: Es gibt etwas zu gewinnen. Und nicht einfach irgendetwas, sondern eine Kitchen Aid. Wer hätte sie nicht gerne? Als ich das auf Facebook gelesen hatte war klar, da muss ich mitmachen. Lange überlegen, was mein ofenfrischer Glücksmoment ist, musste ich nicht. Es gibt nämlich etwas, das bei uns regelmäßig gebacken wird und immer wieder aufs neue geschmackliche Begeisterungswellen auslöst. Und das wirklich das ganze Jahr über. Ich weiß gar nicht, warum ich das Rezept bisher nicht mit euch geteilt habe, wahrscheinlich weil es bei uns einfach so zur beinahe wöchentlichen Routine gehört. Die Rede ist von Knafe.

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Knafe, was soll das sein?„, werden jetzt einige von euch denken. Ja, Knafe. Eine Süßspeise, die vor allem im arabischen und türkischen Raum (hier wurde in dem Namen natürlich das obligatorische „ü“ versteckt: Künefe) verbreitet ist. Sie besteht aus einer Art Fadenteig, einer Käsefüllung und wird – wie könnte es bei orientalischen Süßigkeiten auch anders sein – mit Sirup übergossen. Aber seht selbst:

Knafe 4

Entschuldigt bitte das schlechte Licht – momentan ist wirklich eine undankbare Zeit für Fotos.

Zutaten für eine Springform Knafe:

1/2 Pckch. Fadenteig (ca. 250 gr)
50 gr Butter
2 Kugeln Mozzarella
1 Packung Mascarpone
2 Gläser Zucker
1 Glas Wasser
Rosenwasser
Zitronensaft
Kokosflocken/Pistazien/etc.

1.

Den Fadenteig (gibt es im türkischen Supermarkt im Kühlregal) mit den Händen in kleinere Stückchen „rupfen“ und insgesamt etwas auflockern. Währenddessen die Butter in einem Topf zum schmelzen bringen.

Knafe 1

2.

Die Butter über den Fadenteig geben und diese gut auf diesem verteilen. Dazu am besten die Fäden aneinander reiben. Den Ofen auf ca. 200° Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Backform, z.B. Tarte- oder Springform einfetten und den Boden mit der Hälfte des Fadenteigs auslegen und ihn anschließend im Ofen backen, bis er etwas Farbe annimmt.

3.

Während die Hälfte des Teigs im Ofen ist, den Mozzarella in eine Schüssel geben und mit einem Messer zerkleinern. Anschließend die Mascarpone hinzugeben und mit dem Mozzarella so lange vermischen, bis eine homogene Masse entsteht. Bei Bedarf noch etwas Rosenwasser hinzugeben, dann wird sie etwas cremiger.

4.

Die Käsemasse auf den gebackenen Fadenteig geben und vorsichtig gleichmäßig auf ihm verteilen. Anschließend das ganze mit dem zweiten Teil des Fadenteigs bedecken und wieder in den Ofen geben. So lange backen, bis das ganze eine schöne Farbe angenommen hat.

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5.

Inzwischen kann man den Sirup kochen. Dazu den Zucker mit dem Wasser, Zitronensaft und Rosenwasser nach Geschmack aufkochen und so lange auf mittlerer Hitze köcheln lassen, bis sich es sich zu einem Sirup eindickt.Ist die Knafe fertig gebacken, kann sie mit kleingehackten Pistazien oder auch Kokosflocken bestreut werden und anschließend mit Sirup begossen werden – dadurch kann man auch sehr gut individuell die gewünschte Süße bestimmen.

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Und das wars schon. Gar nicht so schwierig, oder? Noch ein Plus: es geht sogar recht schnell. Durch diese käsige Füllung (keine Angst, sie schmeckt nicht nach Käse) ist es wirklich auch mal etwas ganz anderes als der 0815 Rührkuchen. Probiert es mal aus, glaubt mir, es lohnt sich!

Alles Liebe, eure Farina

Habt ihr schonmal mit Grünkern gekocht? Außer den Grünkernbratlingen aus dem Bioladen kannte ich zumindest nicht viele Möglichkeiten, diesen zuzubereiten. Letztes Jahr waren mein Mann und ich dann aber zu Besuch bei Verwandten und bekamen ein wunderbar leckeres Essen zubereitet – mit Grünkern (auf arabisch: Frikeh).

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Als wir am Abend nach Haus wollten, durften wir nicht gehen, ohne selbst zwei Packungen Grünkern mitzunehmen und hatten somit die perfekte Voraussetzung, das Gericht nachzukochen. Es ist im Prinzip ganz einfach: Man kocht Fleisch, Reis und Grünkern, schichtet das ganze aufeinander und streut am Ende geröstete Mandeln und Pinienkerne drüber und schon hat man ein leckeres, besonderes und Eindruck schindendes Essen zubereitet. Eine besondere Zutat, die einen speziellen Geschmack gibt und evtl. nicht jedem bekannt ist, ist Butterschmalz, auch als Samna oder Ghee bekannt. Man kann diesen im Bioladen oder bei Alnatura finden und ich meine sogar, ihn auch im Kaufland gesehen zu haben. Nun aber zum Rezept.

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Zutaten für 3 hungrige Personen:

500 gr. Lammsteaks
200 gr Grünkern
3 EL Butterschmalz (Ghee)
200 gr Basmatireis
0,5 Glas Olivenöl
Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Chili, Koriander
Mandeln und Pinienkerne

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1. Lammsteaks in kleinere Stücke schneiden und ca. 30 Minuten in Wasser mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken kochen.

2.  Grünkern in einem Sieb gründlich waschen. 1 EL Butterschmalz in einem kleinen Topf schmelzen, Grünkern dazugeben und 4-5 Minuten unter Rühren anschwitzen. Dann Wasser (m Verhältnis 2 zu 1) und etwas Salz dazugeben und 10 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen. Wenn die Körner nicht mehr „schwimmen“ die Temperatur auf die niedrigste Stufe stellen und mit einem Deckel den Topf fest verschließen. Der Grünkern ist fertig, wenn das Wasser vollständig aufgenommen wurde.

3. 1 EL Butterschmalz in einem kleinen Topf schmelzen, Reis dazugeben und wenige Minuten unter Rühren anschwitzen. Soviel Wasser dazugeben, dass das Wasser ca. 1 cm über dem Reis steht. Etwas Salz dazugeben. Das Wasser richtig aufkochen lassen, danach die Temperatur runterdrehen und den Topf mit Alufolie und Deckel fest verschließen. Das bewirkt, dass der Reis, (wie auch schon der Grünkern) durch Dampf gegart wird und die richtige Konsistenz bekommt. Nach 15 Minuten den Deckel abnehmen, wenn das Wasser vollständig aufgenommen wurde, ist der Reis fertig.

4. Olivenöl, Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Koriander und etwas Curry gut vermischen. Das Wasser in dem das Fleisch kocht abgießen,Fleisch auf ein Backblech legen und anschließend mit der Öl-Gewürz Mischung einpinseln. Bei 180° das Fleisch im Ofen lassen, bis es eine schöne Bräunung hat (Achtung, nicht zu lange, da die Stücke, je nach Größe, sonst zu schnell trocken werden).

5. Zum Schluss 1 EL Butterschmalz in einer kleinen Pfanne schmelzen und Mandeln und Pinienkerne darin anrösten. Nun nimmt man einen großen Teller und verteilt eine Schicht Reis darauf. Auf den Reis kommt dann Grünkern und darauf das Fleisch. Das Ganze wird dann mit den Mandeln und Pinienkernen bestreut.

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Und das wars schon. Es hört sich jetzt vielleicht ein bisschen viel an, aber es ist wirklich gar nicht so kompliziert und lohnt sich wirklich auszuprobieren, denn zumindest für mich war es mal etwas ganz anderes! Man kann Frikeh übrigens auf ganz vielfältige Weise zubereiten, auch mit anderem Fleisch, ohne Reis etc., besonders verbreitet sind Frikeh Gerichte  in der Region um Syrien und den Libanon. Den Grünkern könnt ihr u.a. im türkischen Laden finden, dort wahrscheinlich unter dem Namen Firik.

Wie sieht es aus, habt ihr Geheimrezepte für Grünkern? Mögt ihr ihn überhaupt?
Eure Farina