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Wie einige von euch vielleicht schon auf Instagram und Facebook verfolgt haben, war ich am vergangenen Wochenende in Stuttgart. Ich durfte im Rahmen der Messe veggie&frei von mit knapp 40 anderen Blogger/innen an einem Bloggertreffen teilnehmen, mehr über die Messe und Aussteller erfahren und hatte dabei wirklich eine Menge Spaß. Schon im letzten Jahr war ich beim Bloggertreffen von laufmamalauf, welches auf der Babywelt stattfand, die sich dieses Jahr eine Halle mit der veggie&frei von teilte.

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Vor allem das Showkochen von Christian Weber („einfach anders essen“) und seine Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit haben mir gut gefallen

Die veggie&frei, die „Leitmesse für Genuss und Gesundheit“, hat dieses Jahr das erste Mal stattgefunden und bot neben über 130 Ausstellern zum vegetarisch/veganen Lifestyle und allergenfreier Ernährung auch ein Bühnenprogramm mit Showkochen, sowie Vorträgen und Diskussionen. Sowohl Neulinge in dem Bereich (zu denen ich mich immer noch zählen würde), als auch Menschen, die sich schon lange mit dem Thema gesunde Ernährung befassen sind an dem Wochenende auf ihre Kosten gekommen und konnten nicht nur leckere, neue Produkte, sondern auch neuen Input und Kontakte mit nach Hause nehmen.

Nach einer Kennenlern- und Informationsrunde im Pressezentrum hatten wir die Möglichkeit, mit einigen Ausstellern ins Gespräch zu kommen und anschließend auf eigene Faust die Messe zu erkunden. Zusammen mit Julia von dem Blog lila violett und Annelina, dem Gesicht hinter food_without_regrets, schoben wir uns mit den Massen an Besuchern an den Ständen entlang, probierten leckeren Agavendicksaft, frisches Kokoswasser direkt aus der Kokosnuss, vegane Snacks für Kinder, frisch gepresste Säfte, Kekse, Tortellini, Balsamicoessig, veganen Käse, glutenfreie Pizza…und ich könnte hier wirklich noch lange weitere Leckereien aufzählen. Das Angebot und die Vielfalt auf der Messe war für mich wirklich beeindruckend. Besonders gefallen hat mir auch die Aufteilung in einen „vegetarischen“ und einen „veganen“ Bereich.

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Kokoswasser mochte ich bisher – außer in Smoohies – überhaupt nicht. Frisch aus der Kokosnuss schmeckt es jedoch ganz anders und ist ein richtiger Genuss!

Von einigen Gesprächsfetzen, die ich von anderen Messebesuchern aufgeschnappt habe, kann ich sagen, dass auch Menschen, die sich bisher noch nicht großartig mit veganer/glutenfreier oder vegetarischer Ernährung beschäftigt haben, sehr angetan von den Produkten der Aussteller waren. Das war nämlich ein positiver Nebeneffekt der Hallenaufteilung: Viele Besucher der Babywelt haben auch auf der veggie&frei von vorbeigeschaut und sind so ganz ungezwungen in Kontakt mit alternativen Ernährungsweisen gekommen, was ich persönlich immer toll finde.

Vielen Dank an dieser Stelle an die Organisatoren, die uns wirklich einen schönen Tag, viele neue Eindrücke und tolle Bekanntschaften beschert haben. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, in dem die veggie&frei von in die zweite Runde geht.

Alles Liebe,
Farina

In den letzten Wochen dominierte ein Thema die Medien- und auch die Bloglandschaft: Flüchtlinge. Nicht irgendwo weit weg, nein, Flüchtlinge hier vor Ort, bei uns. Man laß von Ereignissen und Zuständen, die einen sprachlos und kopfschüttelnd zurück ließen, aufgewühlt, traurig, wütend. Aber man konnte auch von tollen Aktionen lesen, von Menschen, die sich engagieren, die nicht wegschauen, sondern aktiv daran mitwirken, dass sich Menschen nach langer und oft gefährlicher Flucht willkommen fühlen können (ein sehr toller und spannender Einblick z.B. hier).

Viel wollen wir auf diesem Blog gar nicht mehr zu der momentanen Situation in Deutschland und der Welt sagen, geht es doch mehr denn je darum, wirklich und offline etwas zu tun, statt nur zu „teilen“ „liken“ und „hashtaggen“. Trotzdem möchten wir euch hier gerne ein Projekt vorstellen, von dem ihr vielleicht an anderer Stelle schon gelesen habt und welches durch sein geniales Konzept besticht: Verschiedene Menschen durch ein gemeinsames Interesse an einen (Ess-)Tisch zu bringen.

Die Rede ist von dem großartigen „Über den Tellerrand kochen„. Der Verein Überdentellerrand e.V. hat sich nämlich zum Ziel gesetzt, durch das Kochen Menschen zusammenzubringen und ihnen dadurch einen neuen Zugang zum Thema Asyl zu ermöglichen. Ich bin durch die Videoserie auf dem Youtube Kanal ellevant auf das Projekt aufmerksam geworden und war vom ersten Video an begeistert von dem Konzept. Dort werden Menschen verschiedener Herkunft vorgestellt, die Gerichte aus ihren Heimatländern zubereiten und dabei über ihre (Flucht-)Geschichten sprechen. Man erfährt so neben leckeren Rezepten, wie unterschiedlich die jeweiligen Geschichten sind und was sie doch gemeinsam haben: Sie sind alle Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen mussten und nun hier sind. Bei uns in Deutschland.

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In den letzten Wochen habe ich auch oft gelesen, dass viele bisher nicht viel über die jeweiligen Herkunftsländer und Kulturen gewusst haben, durch den Kontakt und Gespräche mit Flüchtlingen sich aber zum ersten Mal mit so etwas wie den jeweiligen Landesküchen auseinandergesetzt haben (z.B. hier). Das finde ich total spannend und möchte euch in diesem Sinne wirklich ans Herz legen, einige Rezepte nachzukochen und so kulinarisch „auf Tuchfühlung“ mit unseren neuen Nachbarn und Mitmenschen zu gehen. Eines der auf Youtube vorgestellten Rezepte ist z.B. bei uns sowieso schon lange ein Alltagsgericht, welches ich euch gerne weiterempfehle: Mujaddara. Es besteht ganz simpel aus Bulgur, Linsen und Zwiebeln. Wir machen dazu noch einen einfachen mit Summakh gewürzten Salat und fertig ist ein sättigendes und auch gesundes Gericht.

Wie „Über den Tellerrand kochen“ zeigt, gibt es viele Möglichkeiten, auf einer gemeinsamen Ebene zusammenzukommen und sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen, voneinander zu lernen oder eben einfach miteinander zu kochen.

Alles Liebe, Farina

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Jetzt nochmal etwas ernsteres als Cupcakes und Muffins. Wir wollten die Gelegenheit nutzen und euch auf die Spenden- und Nothilfeaktionen für die Menschen auf den Philippinen aufmerksam zu machen. Schon ein kleiner Beitrag kann helfen. Natürlich gibt es diverse Organisationen, die dies anbieten, entscheidet euch einfach für die eures Vertrauens.

In diesem Sinne Euch allen ein schönes Wochenende. Genießt es und seid dankbar für das, was ihr habt.

Das letzte Wochenende war einfach perfekt. Ich weiß nicht, ob ich jemals schon ein so schönes Wochenende erleben durfte. Voll sonnendurchfluteter Momente, schöner Musik, leckerem Essen und schönen Menschen. Vielmehr will ich nicht sagen, diejenigen, die dabei waren wissen, was ich meine. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an alle Beteiligten. Es war wunderbar und ich weiß nicht, wie ich euch auch nur einen Bruchteil meiner Dankbarkeit darüber ausdrücken könnte.

Ein Aspekt der Schönheit des Wochenendes war mit Sicherheit das Wetter: Es war richtig sonnig, sodass ich nun sogar einen Kopftuchabdruck auf der Stirn habe (ja, sowas gibt es). Diesen verdanke ich meinem Platz in der Sonne, auf dem ich am Samstag ein paar Stunden mit Freunden und Familie saß und gebannt einer wundervollen Stimme lauschte, die unglaubliche, lebendige Geschichten erzähle. Es handelte sich um die Stimme von Rafik Schami, meinem absoluten Lieblingsautor und einem weiteren Hauptgrund für die Schönheit dieser besonderen Tage. Vor ein paar Wochen hatte ein Freund uns darauf aufmerksam gemacht, dass Rafik Schami nach Tübingen kommen und aus seinem Buch lesen wird. Die Veranstaltung sollte im Rahmen der Gründung des Vereins Schams e.V. (Arabisch für „Sonne“) stattfinden, der sich die „Förderung und Unterstützung von syrischen Kindern und Jugendlichen“ zum Ziel gesetzt hat. So flossen auch die gesamten Eintrittsgelder als Spenden in diesen Topf. Als ich davon erfuhr, konnte ich mein Glück kaum fassen: Ich sollte gleichzeitig Rafik Schami sehen, den Mann, wegen dem ich schon nach Heidelberg fahren wollte, um ihn zu besuchen (ohne dass er davon wüsste, geschweige denn eine Ahnung hätte, wer ich bin), da ihn zu sehen einer meiner großen Träume war, und dann auch noch einen Verein zu finden, der sich diesem Zwecke verschrieben hat und bei dem man womöglich mithelfen könnte? Unglaublich!

Und am Samstag war es dann tatsächlich soweit. Wir saßen ganz vorne in der Sonne. Die Veranstaltung fand im Innenhof des Wilhelmsstifts statt, einem sehr schönen Ort mit toller Atmosphäre und begann mit einem Gespräch zwischen Rafik Schami und Wolfgang Niess über die derzeitige Situation in Syrien und vor allem über die Kinder dort. Ich denke darüber muss ich nicht viele Worte verlieren, die Bilder und Berichte aus Syrien sprechen für sich. Es war auf jeden Fall ein sehr aufschlussreiches und packendes Gespräch, aufgelockert durch die einzigartige Art Schamis.

Anschließend erzählte Rafik Schami einige Geschichten aus seinem Buch „Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte„. Ach was erzählte…er brachte sie zum Leben! Wenn er erzählt wird nämlich alles lebendig, man bekommt Sehnsucht nach Orten, an denen man noch nie war, nach einer längst vergangenen Zeit. Man riecht förmlich die Orangenbäume, wenn er die Damaszener Innenhöfe mit ihren Springbrunnen, Pflanzen, schattigen Plätzchen, Geräuschen und Gerüchen beschreibt… ich kann wirklich jedem nur empfehlen, einmal eine Veranstaltung von Rafik Schami zu besuchen und sich selbst von dem Zauber seiner Stimme, sowie von seiner Herzlichkeit zu überzeugen.

Am Ende, die Zeit verging wie im Fluge, konnte man sich die Bücher noch von ihm signieren lassen und ein paar Worte mit ihm wechseln. Ich war natürlich so aufgeregt, dass ich vergaß, nach dem Verein und Möglichkeiten, sich in diesem zu engagieren, zu fragen. Dafür habe ich jetzt per Email an den Verein direkt angefragt und bin nun sehr gespannt auf die Antwort. Drückt mir die Daumen!

Ich bitte jeden von euch, den Verein Schams e.V. weiter bekannt zu machen und je nach Möglichkeit vielleicht sogar etwas zu spenden. Jeder Cent hilft und kommt auch wirklich bei denen an, die es brauchen und geht nicht in Verwaltungskosten etc. unter!

Ist er nicht toll? Rafik Schami hat so eine unglaubliche Ausstrahlung… aber ich gerate schon wieder ins Schwärmen. Damit könnte ich noch Stunden weitermachen. Ich kann es immer noch nicht ganz begreifen, dass ich ihn wirklich gesehen habe 🙂

Ursprünglich wollte ich euch heute ein paar wirklich schöne Bilder aus der Wilhelma, dem Zoo in Stuttgart, zeigen, in dem wir gestern waren. Da aber mein PC gerade ein wenig bockig ist und keine USB Geräte annimmt, will ich euch ein wirklich schönes und interessantes Video ans Herz legen. Die Photos kommen dann ein anderes Mal 🙂

Das Video ist eine dreiviertelstündige Reportage, die im Bayrischen Rundfunk lief und über das Leben von Hülya Kandemir, einer tollen Sängerin mit faszinierender Lebensgeschichte, erzählt. Für das Video einmal klicken:

Das Mädchen mit der Gitarre

Ich stehe an der Kasse im Supermarkt. Vor mir sind noch zwei weitere Personen: ein Mann, der gerade bezahlt und eine Frau, die schon bereit steht, ihre Einkäufe einzupacken. Die Kassiererin verabschiedet sich von dem Mann und wendet sich mir freundlich zu, wohl in dem Glauben, die Waren, die sie jetzt in die Hand nehmen und über die Kasse ziehen will, sind meine. Ich schaue zu der Frau am Ende der Kasse, die Frau schaut auf die Kassiererin, die Kassiererin schaut auf die Ware: 2 Bierflaschen. Beide schauen mich an.
Wir lachen.