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In der ersten Schwangerschaft haben wir darauf geachtet, wirklich nur das Nötigste für unser Baby anzuschaffen. Einerseits hatten wir als Studenten auch nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung, andrerseits wollten wir auch bewusst nicht zu viel Kram besorgen, der dann doch nur Staub fängt und nicht genutzt wird. Dazu kommt die Tatsache, dass man vor dem ersten Kind auch noch gar nicht weiß, was man jetzt wirklich benötigt und was nur „nice to have“ ist. Dies stellte sich dann aber relativ schnell in den ersten Lebensmonaten heraus und wir bekamen einen besseren Überblick darüber, welche Sachen für uns tatsächlich sinnvoll waren und welche weitergegeben wurden.

Viele der Anschaffungen, die sich als sinnvoll herausgestellt haben, haben wir, als unsere Tochter größer geworden ist, zurückgelegt und für das nächste Kind verwahrt. Und so sind wir nun in der glücklichen Lage, dass Vieles schon da ist und nur einzelne gezielte Dinge besorgt werden müssen. Für unser zweites Kind habe ich mittlerweile dennoch ein paar Dinge ins Auge gefasst, die ich in den nächsten Monaten gerne anschaffen würde und dachte, ich teile meine Wunschliste für Baby Nr. 2 hier auch mit euch.

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Alle paar Monate steht für uns eine kleine Reise aus dem Ländle ins Emsland an. Wem das jetzt nichts sagt, das sind ca. 700 km einmal längs durch Deutschland. Ziel ist meine Familie, die viel zu weit weg wohnt. Als wir noch kein Auto hatten, sind wir diesen Weg mit dem Zug gefahren – leider ist die Anbindung nicht soo toll und die Preise immer zu hoch. Seit wir mobil sind, greifen wir deswegen allein aus Kostengründen schon auf das Auto zurück – leider. Denn gerade mit quirligem Kleinkind an der Seite, welches nach spätestens einer Stunde „Mama, runter?“ fragt und aus ihrem Sitz möchte, kann so eine 8 stündige Fahrt noch anstrengender werden, als sie es sowieso schon ist. Da wir aber mittlerweile schon etwas erprobt sind, was die Ablenkung und das Bei-Laune-Halten der kleinen Madame angeht, habe ich hier ein paar Tipps für euch, wie ihr die langen Autofahrten mit Kleinkind übersteht.

  • Wenn ihr zu zweit seid, setzt euch neben euer Kind auf die Rückbank. Es wird sonst sehr unangenehm für euren Nacken, wenn ihr euch ständig verbiegen müsst, um das Kind bei Laune zu halten, das 100. Mal „blind“ das runtergeworfene Buch/Flasche/Schnuller/… aufzuheben. Solange das Kind wach ist, könnt ihr euch so viel besser mit ihm beschäftigen, es ablenken, auf seine Bedürfnisse eingehen und habt so definitiv weniger Geschrei.

 

  • Die richtige Kleidung! Ihr kennt euer Kind am besten und wisst, ob es dazu neigt, schnell zu schwitzen oder eher unempfindlich ist. Wichtig ist aber, gerade in der kalten Jahreszeit: Die dicken Winterjacken ausziehen! Alles andere ist nicht sicher, da das Kind dadurch zu locker sitzt und bei einem Aufprall auch angeschnallt aus dem Sitz rutschen kann. Meine Tochter möchte oft die Schuhe ausgezogen haben, weshalb ich im Winter gerne zusätzlich dicke Socken mitnehme.

 

  • Bücher. Unsere Tochter ist ein richtiger Bücherwurm und kann sich stundenlang damit beschäftigen, diese durchzublättern. Perfekt also. Wir wechseln die Bücher im Auto immer mal wieder durch und nehmen für lange Autofahrten auch immer ihre momentanen Favoriten mit. Wenn man diese mit ihr zusammen anschaut und sich von ihr dazu „erzählen“ lässt, kann man so schon einiges an Zeit überbrücken.

 

  • Wenn eure Kinder gerne Malen, kann ich euch diese Malmatte* ans Herz legen. Unsere Kleine hat einen großen Spaß daran, auch wenn man ihr etwas malt und dazu eine Geschichte erzählt. Sehr praktisch, weil nichts schmutzig werden kann und es sehr klein zu verstauen ist. Die Idee auf dem Bild – aus einer leeren DVD Hülle ein Malbuch mit Stiften zu machen finde ich auch sehr genial – ist aber wahrscheinlich praktischer für ältere Kinder.

 

  • Etwas zu essen und zu trinken. Bei uns ist die Purakiki Flasche immer dabei, mittlerweile natürlich ohne Trinklernaufsatz, da das Tochterkind einfach so aus der Öffnung trinkt. Außerdem haben sich Dinge wie Manderinen, Knabberstangen und Kekse besonders bewährt. Und ja, das Auto muss danach erstmal gründlich gestaubsaugt werden. Das ist mir ein gut gelauntes Kind dann aber wert 😉

 

  • Kindermusik. Das Tochterkind liebt Musik und das große Problem beim Radio ist, dass der Aufforderung „Nochmal“ nicht so einfach nachgekommen werden kann, wenn ihr ein Lied gefallen hat 😉 Wir haben zwei CDs mit Kinderliedern, eine auf arabisch und eine auf deutsch*, die sie unglaublich gerne hört – und auch als Eltern gewöhnt man sich irgendwann an das x-te Mal „Eine kleine Spinne“ 😉

 

  • Nicht zu viele Pausen. Ja das hört sich erstmal komisch an. Aber bei uns ist es so, dass sie nach den Pausen eher unzufriedener ist, wieder in den Sitz zu müssen, deswegen versuchen wir immer, so lang wie möglich am Stück zu fahren und nur zu halten, wenn die Windeln gewechselt werden müssen, der Tank leer ist oder wir uns wirklich die Beine vertreten müssen. Bei den 700 km kommen wir da meist mit zwei Stopps ganz gut hin.

 

Ansonsten kann ich euch wirklich empfehlen, mal bei Pinterest nach Anregungen zu schauen, da sind wirklich ein paar sehr tolle Ideen dabei auch für jüngere oder ältere Kinder. Gerade so ein „Busy Book“ finde ich total toll, da man es individuell gestalten und auch an die Altersstufe seines Kindes anpassen kann. Hier findet ihr mehr Anregungen dazu.

Was sind eure Tipps für entspanntere Autofahrten? Ich bin da immer glücklich über neue Anregungen!

Alles Liebe
Farina

*Amazon Affilliate Link

Seit Monaten rege ich mich schon auf – und das über eine Sache die mich nicht betrifft. Die mich NOCH nicht betrifft.

Worüber ich mich aufrege? Über das Betreuungsgeld oder die „Herdpauschale“. Aber auch über Frauenquoten und fehlende Kita- und Krippenplätze. Noch betrifft mich das alles nicht, aber ich gehöre zu den jungen Frauen, die das wohl ziemlich bald betreffen wird, die mit eventuell halbwegs etablierten Systemen diesbezüglich leben muss. Und daher frage ich mich: warum fragt uns eigentlich keiner nach seiner Meinung? Ich höre und lese immer nur die Meinung von Frauen, jüngstens Mitte 30 und Männern. Was ist aber mit uns jungen Frauen, die das alle betreffen werden?

Ich und alle jungen Frauen meiner Generation sollen nicht nur perfekt ausgebildet sein – gerne Akademikerin mit sehr gutem Masterabschluss wenn nicht sogar Promotion – wir sollen in Führungsetagen wollen, wir sollen Vorstandsvorsitzende werden, Quoten in Führungsetagen aller Art erfüllen und nebenbei noch mindestens zwei Kinder bekommen um damit etwas gegen den Demografischen Wandel zu tun. Neben unserer Führungsposition sollen wir uns natürlich noch die ersten drei Lebensjahre um das Kind kümmern, es dann in die Kita geben, um es dann am Nachmittag selbst zu betreuen. Schön und gut – nur wie soll das gehen?

Ich mache mir schon seit Jahren Gedanken darum, wie meine Zukunft mit Kindern und Job aussehen soll. Meinen Master werde ich voraussichtlich mit Ende 26, Anfang 27 machen um dann hoffentlich direkt ins Berufsleben einzusteigen. Bevor ich ans Kinderkriegen denken sollte, sollte ich erstmal ein paar Jahre Berufserfahrung sammeln, damit ich nicht nur eine Position erreichen kann, die mir gefällt, nein, ich möchte auch nach einer eventuellen Babypause direkt wieder einsteigen und das ist nur möglich, wenn man Beruflich was vorzuweisen hat.

Ist das erste Kind dann mit Anfang 30 erstmal da möchte ich mich sicherlich erstmal eine Weile um mein Kind kümmern. Wie lange diese „Weile“ dann sein wird, weiß ich nicht. Aber wohin mit dem Baby, wenn die „Weile“ nicht so lange gehen soll. Gibt es genug Krippenplätze? Kann man sich auf eine Tagesmutter verlassen? Und macht überhaupt der Arbeitgeber mit, dass ich eventuell flexibler und auch von zu Hause arbeiten möchte und muss um mich um mein Kind zu kümmern? Drei Jahre zu Hause bleiben kann ich mir nicht vorstellen – und auch kein Betreuungsgeld der Welt würde mich dazu bringen. Wie bescheuert ich diese Idee finde, möchte ich hier gar nicht erst ausbreiten. Vor allem setzt es völlig falsche Anreize an junge Frauen und an Gleichberechtigung bzw. Gleichbehandlung mit Männern ist durch ein Betreuungsgeld gar nicht erst zu denken (ja, auch wenn nur von Frauen gesprochen wird, Männer könnten es ja auch bekommen…).

Wie soll ich also als junge Frau mit diesen ganzen Anforderungen klar kommen? Wie soll ich all diese Anforderungen erfüllen und wie kann ich mich selbst verwirklichen? Wird es in fünf Jahren soweit sein, dass Arbeitgeber flächendeckend Verständnis für Frauen und Eltern haben, die sich um ihr Kind kümmern möchten und daher auf Leistung und nicht Anwesenheit im Büro achten? Und kann ich das alles überhaupt mit einer Führungsposition vereinbaren? Lässt es die Gesellschaft zu, dass ich mich für eine Karriere und Kinder entscheide und zwar weniger Zeit mit meinem Kind verbringe als „normale“ Mütter, dafür aber diese Zeit intensiver nutze?

Ich habe wirklich Angst vor alledem. Vielleicht sind es nicht die Anforderungen an mich die mir Angst machen sondern habe ich Angst weil ich zu viel will? Nein, ich glaube nicht. Wir jungen Frauen haben heute so viele Möglichkeiten uns selbst zu verwirklichen, unabhängig und eigenständig zu sein und sollten diese auch nutzen. Dabei sollten wir aber auch nicht auf das Glück verzichten, Mutter von ein paar Kindern zu sein. Und da uns Frauen „die Natur einen Strich durch die Rechnung“ gemacht, aber uns auch das Glück geschenkt hat, Mutter zu werden, müssen wir damit klar kommen, dass wir – mehr als Männer – beides unter einen Hut kriegen wollen und auch müssen.

Und natürlich muss auch zum Abschluss gesagt werden, dass Männer immer mehr Druck ausgesetzt sind. Auch sie sollen den Balanceakt zwischen Karriere und liebevollem Vater meistern, der sich mehrere Monate Elternzeit nimmt und sich intensiver um seine Kinder kümmert.

Ich wünsche mir daher, dass man uns junge Frauen (und auch Männer) mehr anhört, mit unseren Sorgen und Zukunftsängsten. Denn planen kann man heute viel – umsetzen werden wir es müssen. Und ich wünsche mir, dass die Gesellschaft schon bald meine Entscheidung als Frau akzeptiert. Ob sie nun lautet, dass ich nur Karriere mache, nur Mutter bin, oder den Spagat wage und beides vom Leben fordere.