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Bald ist es ein Jahr her, dass wir unseren Blog gegründet haben. Nie im leben hätten wir damit gerechnet, dass wir so viele tolle Menschen dadurch erreichen und kennenlernen durften und hoffentlich noch dürfen werden.
Und weil wir jetzt „so groß“ geworden sind, haben wir beschlossen unseren Blog auf einen eigenen Server umzuziehen. Daher erreicht ihr uns jetzt direkt über www.auftuchfuehlung.de (aber keine Sorge, die alte URL funktioniert noch immer und wird umgeleitet).

Alles neu macht der Mai heißt der Artikel und bei uns ist nicht nur der Blog neu. Farina hat endlich ihre lang ersehnte Wohnung bekommen und wir sind ins neue Semester an der Uni gestartet. Da heißt es wieder fleißig lernen und die Zeit gut einplanen. Zu all diesen Themen werdet ihr bald mehr hier lesen und natürlich auch wieder viele leckere Rezepte von uns.
Was bringt der Mai neues bei euch und was wünscht ihr euch neues von uns auf dem Blog zu lesen?
Genießt den Frühling und lasst die Sonne in euer Herz!

Eure Ann Cathrin

Nachtrag: Wenn Ihr uns über WordPress, Bloglovin‘ oder Blog connect abonniert habt, müsst Ihr uns wohl erneut abonnieren, damit Ihr immer auf dem Laufenden bleibt. Falls jemand weiß, wie man Follower mit umzieht – wir sind für jeden Hinweis dankbar!

Und ich kenne dich nicht, aber ich sage dir, lass es uns versuchen. Lass uns so tun, als würden wir einander etwas bedeuten. Lass uns so tun, als wären wir freiwillig aneinander gebunden und fänden genau das lebenswert. Lass uns so tun, als würden wir einander folgen. Und wenn auch nur für einen halben Moment, einen halben Tag. Oder vielleicht, wenn wir so tun, als würden wir nichts mehr fürchten, für ein halbes Leben. Lass uns ignorieren, dass wir zu kaputt sind, um uns selbst noch aufzuopfern. Lass uns so tun, als würden wir keine Angst mehr haben, verletzt zu werden oder zu verletzten, weil wir es eben nicht besser wissen. Lass uns so tun, als wären wir nicht halb so kompliziert, wie wir selbst von uns denken. Lass uns so tun, als wären wir nicht austauschbar, neben all den schönen anderen Wesen, mit ihrer glitzernden Oberfläche und dem tiefen Abhang dahinter.

Folge mir in den Halbdüsterwald, dort wo die roten Bäume stehen, dort wo die weißen Schatten jener Gedanken zu Boden gehen, die wir miteinander teilen, in der Illusion, dass alles wirklich ist und wahr. Lass uns im grünen Dunkeln des Sees schweben, dann, wenn man ihn nicht mehr vom Himmel unterscheiden kann und er eins ist mit allem, um sich herum. Eine transparente Schwärze, in der man nur noch unsere blassen Körper sieht, wie sie aufeinander zu treiben, sich einer dem Anderen nähert, wie sich unsere Silhouetten dann umeinander schlingen und eins werden mit allem, das da nicht ist. Lass uns miteinander reden und so tun, als verstünden wir den Anderen, sodass er sich sicher fühlen kann und nicht allein ist, mit allem, was ihn quält an Frustration und Schönheit.

Ich folge dir in den warmen Schnee, in dem wir fast vollständig verschwinden und man nur noch unsere ebenholzfarbenen Wimpern sieht, wie sie einander zu blinzeln und die Pupillen dahinter, umrandet von der goldzarten Iris, lächeln. Die blassvioletten Weiten lassen Stürme aufmaschieren und wir halten uns an den Händen, lachend, während wir aus dem Schnee in die Welt geweht werden. Unsere Lippen, zu schwach, um sich zu bewegen, erklären die Erhabenheit und Größe des Ganzen, das pochende Glück in der Brust und noch vieles mehr. Und auch wenn wir stumm sind, verstehen wir doch jedes Wort des Gegenüber. Denn wir wollen es so. Wir wollen so tun, als sei die Kälte der Welt um uns herum nicht wahr, als sei jedweder Abgrund nie vor unsere Füße gewachsen, als sei die Einsamkeit ein Ort, den wir gewählt hätten und den wir jederzeit wieder verlassen könnten. Wir wollen so tun, als ob. Als sei das wirkliche Liebe zwischen uns. Als sei das Leben des Anderen mehr wert, als das eigene. Und wenn wir lange genug so tun, dann könnte es irgendwann vielleicht wahr sein. Wenn wir fest daran glauben, könnte dies eine grenzenlose, eine sich nicht erklärende, mutige und wahrhafte Liebe sein. Wenn wir das wollten. Aber du weißt so gut wie ich, dass wir uns eigentlich nur dafür entscheiden müssen.

Dieser Text stammt von Susa (und hier ist ihr toller Blog). Danke, dass wir diesen wundervollen Text bei uns veröffentlichen durften.

Eure Ann Cathrin

Und ich spüre noch immer Deine Hand, als Du die Meine nahmst und sie ganz fest hieltst. Spüre das Glück in mir, als ich aufschaute und das Strahlen in Deinen Augen sah. Höre, wie Du mir „I love you“ ins Ohr flüstertest, als Du auf meinem Schoß saßt, während wir über die holprigen Straßen fuhren.

Ich öffne morgen noch immer meine Augen und sehe Dich, obwohl Du nicht da bist. Stelle mir vor, wie wir uns wieder minutenlang angucken würden, grinsen, und irgendwann beginnen zu sagen „ich will nicht, dass Du gehst“.  Ich sehe uns noch immer vorm Spiegel stehen, beratend, welche Farbe des Tuches wohl am besten zu meinem Outfit passe. Höre Dich sagen, „nimm Dir einfach ein Tuch von mir, Du bist jetzt meine Schwester“. Spüre Deine Hände, die mir jeden Tag das Tuch um Kopf legten, damit auch ja alles richtig sitzt.

Ich schmecke noch immer Deinen Tee auf meiner Zunge. Der Tee, der nach Geborgenheit schmeckte. Der Tee, der jeden Tag zu einem der schönsten meines Lebens machte. Ich sehe Dich lachen, weil Du mir versucht mit einzelnen Wörtern und Handzeichen etwas zu erklären und ich es wieder nicht verstehe. Ich spüre noch immer Deine Umarmungen, voller Wärme und Zuneigung, wie nur eine Mutter sie geben kann.

Ich höre Dich noch immer, wie Du mit mir redest, und vermutlich gar nicht merkst, dass ich Dich nicht verstehe.  Aber ich höre Dir zu, spende Dir Trost. Reiche Dir Taschentücher, damit Du Deine Tränen nicht ins Kopftuch wischen musst; und wünschte Du könntest mir jetzt welche reichen für meine Tränen.

Mein Bauch schmerzt noch immer, von dem ganzen leckeren Essen, das allein Du gekocht hast. Und er schmerzt von dem vielen Gelächter, wegen Dir. Wegen Deinen vielseitigen Sprachkenntnissen, Deinen beeindruckenden Gymnastikübungen, Deinen unendlich vielen Brüdern.

Ich will wieder mit Dir unterm Sternehimmel tanzen. Dein unschuldiges Kichern hören. Kein Wort mit Dir reden und Dich dennoch mehr als genug verstehen. Dir noch einmal meine liebste Kette umhängen, damit irgendwas von mir bei Dir bleibt. Dich auf meinem Schoß wiegen, Dich in den Schlaf singen.

Ich habe bei jedem Einzelnen ein Stück meines Herzens gelassen und mehr zurück bekommen, als ich je erwarten konnte.

Ich vermisse Euch.

20120823-162310.jpg„Meinst du, du bist dafür schon bereit?“ „wofür?“ „zurück zu gehen.“ „ja, bald.“ ich saß mit meiner Freundin dort wo wir oft saßen. Dort wo wir stunden, Tage, ja unser halbes damaliges leben verbracht haben. Schöne Zeiten waren es, darin sind wir uns einig. Wir wünschen sie uns zurück, aber irgendwie auch nicht. Auch darin sind wir uns einig. Beide sind wir gegangen. Nahezu zeitgleich. Wir beide mussten undbedingt raus aus dieser Kleinstadt, raus aus unserem damaligen leben und sind unseren Herzen gefolgt. Bereut haben wir es beide bis heute nicht, sondern sind froh über diesen Schritt.
Ob und wann wir zurück gehen, darüber sprachen wir. Ja, sagten wir beide. So bald wie möglich sagte ich.

Das Heimweh ist plötzlich so groß.

Vielleicht kam ich deshalb nie für länger zurück nach Hause.