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Kurz vor 22 Uhr am letzten Tag des Jahres 2017. Die Kinder schlafen – endlich – nachdem die Große heute besonders lange gebraucht hat, um in den Schlaf zu finden. Der Mann ist arbeiten, er wird den Jahreswechsel im Krankenhaus erleben. Und ich sitze jetzt zuhause und habe Zeit, durchzuatmen. Zurückzublicken. Vorauszuschauen. Zumindest solange, bis eines der Kinder von dem geböller da draußen wach wird.

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  • 31. December 2017

Wer kennt es nicht, dieses Gefühl, am Ende des Tages nur die Hälfte von dem geschafft zu haben, was auf der to do Liste stand. Da sind zum einen die offensichtlichen Dinge die der klischeehafte Wäscheberg oder das Wohnungschaos vom Tag. Und zum anderen sind es Dinge, die mehr Zeit benötigen, Konzentration, Ruhe und Ausdauer. Bei mir sind das z.B. eine immer größer werdende Monsterbestellung an Fotos, die ich eigentlich in die Alben der Kinder einkleben möchte. Das habe ich auch schon mal angefangen und die ersten drei Lebenswochen meiner Großen sind fertig eingeklebt – sie ist jetzt dreieinhalb Jahre alt. Oder so viele Themen, die ich eigentlich hier auf dem Blog eigentlich schon gerne mal verschriftlichen wollte. Einfach, weil es mir Spaß macht und ich mich über den Austausch freue. Nähprojekte, zu lesende Bücher, mich mal genauer mit meiner Kamera auseinandersetzen, sportliche Ziele undundund. Die Liste könnte ich ewig fortführen. Bitte sagt mir, dass es euch auch so geht.

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  • 2. October 2017

Der November ist schon ein paar Tage alt und vielen Eltern geht spätestens jetzt die Frage nach den Weihnachtsgeschenken durch den Kopf. Was schenken, was schenken lassen? Was ist zu viel, was wird wirklich gebraucht? Wir haben uns bisher generell sehr zurück gehalten, was das Schenken an Feiertagen anging. Das Tochterkind ist nun 21 Monate alt und versteht noch nicht, was Schenken heißt. Sie weiß noch nicht, dass ihr etwas gehört, was sie auspackt. Sie findet meist immer noch die Verpackung interessanter als den Inhalt. Und am allerliebsten spielt sie mit Alltagsgegenständen: Dosen, Löffeln, Stiften, Zeitschriften, Tüchern… was nicht heißt, dass sie kein eigenes Spielzeug hat, aber es ist – so habe ich das Gefühl – verhältnismäßig wenig.

Und das finde ich gut so. Mal abgesehen davon, dass wir in unserer kleinen Wohnung gar keinen Platz für Unmengen an Spielzeug haben, bin ich auch bei diesem Thema von dem Prinzip „Weniger ist Mehr“ überzeugt. Selbst bei den Sachen, die meine Tochter hat, konzentriert sie sich meist auf ein paar Sachen, während sie an anderen schnell die Lust verliert und diese dann bald in der Kiste mit den wenig bespielten Sachen landen. Sie hat ein Regalbrett, welches sie nach Lust und Laune ausräumen darf und in dem hauptsächlich ihre Bücher, Puzzle und ein Ball liegen. Von den anderen Regalbrettern, in denen unsere Bücher stehen, weiß sie, dass das nicht ihre sind und sie dort auch nicht dran darf.

Wenn ich allerdings die Diskussionen um das Schenken zum Geburtstag oder zu Weihnachten verfolge, erschrecke ich mich manchmal ein bisschen. Brauch ein Kind wirklich ein eigenes Bällebad? Muss das Tipi im Zimmer sein? Die Ikea Küche zu Weihnachten? Oder lieber die Eisenbahn? (Das heißt nicht, dass ich irgendwen dafür verurteile, diese Dinge für sein/e Kind/er zu kaufen, das hier ist meine persönliche Sichtweise auf unseren Umgang mit dem Überangebot an Spielzeug). Wir haben all diese Sachen nicht und auch vorerst nicht vor, sie zu kaufen. Und manchmal bekomme ich ein schlechtes Gewissen, bin ich zu geizig, bräuchte sie vielleicht doch mehr, fördere ich sie nicht genug? Sie hat kein Spielzimmer, in dem viele bunte Kisten voller pädagogisch wertvoller oder weniger wertvoller Dinge sind. Es geht ja schon in der Schwangerschaft los, dass den werdenden Eltern suggeriert wird, dies und jenes werde unbedingt gebraucht, um ein Kind großzuziehen. Wenn das Kind dann da ist, hört das nicht auf, sondern wird – so kommt es mir vor – noch mehr. Vor allem um die Feiertage ist das Thema sehr präsent und kann ganz schön verunsichern.

Doch dann stelle ich mir vor: Hätten wir ein Bällebad oder eine Spielküche zuhause, würde sie sich in der Kita dann noch so darüber freuen, diese dort zu bespielen? Wahrscheinlich nicht. Für sie ist es dort etwas besonderes und das finde ich schön so. Und vor allem bin ich mir sicher, dass sich mit der Zeit vermutlich sowieso ganz viele Spielsachen anhäufen werden, je älter sie wird oder wenn Geschwister dazu kommen. Deswegen gehen wir, solange sie klein ist und das Schenken noch nicht richtig begreift, bewusst den Weg des Minimalismus und begrenzen uns bei Geschenken und Wünschen für sie auf Dinge wie Kleidung, Schuhe oder allgemein Dinge, die wirklich benötigt werden.

Nun würde mich interessieren, wie geht ihr mit dem Thema Schenken an Feiertagen um? Habt ihr vielleicht eine ganz andere Meinung?

Alles Liebe,
Farina

  • 9. November 2015