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Wenn eine gute Freundin Geburtstag hat, dann braucht es natürlich auch eine wundervolle Torte. Als meine liebe Lisa am Wochenende ihren Geburtstag feierte, durfte so ein wunderschönes Exemplar natürlich nicht fehlen.
Hier ist das Rezept, für alle, die auch für einen lieben Menschen backen wollen:

geburtstagskuchen

Zutaten
Biskuitteig
200g Mehl
6 Eier
200g Zucker
4 El lauwarmes Wasser
1/2 Tl Natron
1 Prise Salz
1 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Backpulver

Füllung
3 unbehandelte Zitronen
4 Blatt Gelatine
6 Eigelb
400ml Sahne
Buttercreme
250g Butter
500g Puderzucker
Vanillearoma
Lebensmittelfarbe

Dekoration
250g Puderzucker
1 Eiweiß
Zuckerperlen

1.
Los geht es mit dem Biskuitboden. Dafür die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Das Eigelb mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Wasser schaumig schlagen. Das Eiweiß vorsichtig unter heben und Mehl, Backpulver, Salz und Natron unter rühren. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Dann den Teig in eine vorgefettete Springform (ca. 22cm) geben und in den Ofen geben. Der Teig muss ca. 25 Min backen – behaltet ihn aber unbedingt im Auge, damit er nicht zu braun wird und testet mit einem Holzspieß, ob er schon durchgebacken ist. Danach abkühlen lassen

2.
Für die Füllung die Schale von zwei Zitronen abreiben und alle drei Zitronen auspressen. Die Gelatine in kaltem Wasser aufweichen. Eigelbe, Zucker, Vanillezucker, Zitronensaft und -schale über einem heißen Wasserbad cremig aufschlagen. Die Gelatine in der heißen Masse auslösen und danach die Creme in einem Eiswasserbad abkühlen lassen. Danach kalt stellen. Die Sahne aufschlagen und unter die Creme heben, sobald sie anfängt zu gelieren.

3.
Den erkalteten Biskuitboden in drei gleich große Scheiben schneiden. Den unteren und den mittleren Boden mit der Creme bestreichen und die Böden aufeinander legen. Für die Buttercreme alle Zutaten mit dem Handrührgerät auf kleiner Stufe verrühren. Mit Lebensmittelfarbe nach belieben einfärben. Dann die Creme vorsichtig über die Torte ziehen.

4.
Um die Torten zu dekorieren mischt ihr etwas von dem übrig gebliebenem Eiweiß mit dem Puderzucker. Die Masse sollte sehr zäh sein. Dann in einen Spritzbeutel mit dünner Tülle geben und nach belieben die Torte verzieren.

Viel Spaß beim Genießen,
Eure Ann Cathrin

Zum zweiten Weihnachtstag gibt’s nun auch von uns ein paar weihnachtliche Grüße! Wir hoffen – und ob nun Weihnachten gefeiert oder nicht – dass Ihr die freien Tage mit Euren Liebsten verbracht habt, und Ihr Euch vom vergangen Jahr ein bisschen erholt habt.IMG_5829

Farina und ich sind zusammen in den hohen Norden gefahren und haben das Wochenende vor Weihnachten zusammen in Hamburg verbracht. Leider hatten wir viel zu viel zu tun, daher müssen wir das unbedingt wiederholen und Euch dann ein paar mehr Bilder von uns in Hamburg präsentieren.

Wir hatten übrigens den Schnee mit in den Norden gebracht. Als wir um drei Uhr nachts ankamen fielen die ersten Flocken und als wir am nächsten morgen erwachten, war alles in wunderbares weiß gehüllt. Allerdings hielt der Schnee nur zwei Tage – leider nicht bis zum heiligen Abend…

IMG_5899Aber nun zu Weihnachten! Ein besonders großer Weihnachts-Fan bin ich ja nicht, aber es ist immer schön zu dieser Zeit nach Hause zu kommen. Und da nun seit drei Jahren ein kleines Mädchen in der Familie ist, wird Weihnachten wieder weihnachtlicher… und vor allem spannender, was das Geschenke auspacken angeht.

Was habt Ihr denn so alles vom Weihnachtsmann, Christkind oder einfach von der Familie und Freunden bekommen? Hier sind meine wundervollsten Geschenke, die ganz klar in eine Richtung gehen: backen!

Cupcakes! Meine Freundin fand sie wohl sehr verlockend und will jetzt auch welche. Aber größere! Dafür gab es Silikonförmchen und ganz viele leckere Rezepte.

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CakePops! Die will ich schon lange mal backen. Von meiner Schwester und Farina gabs das entsprechende Zubehör. Natürlich mit rosa Deko und Glasur 🙂

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Parfüm! Mal was neues von Mama. Estée Lauder – Sensuous. Laut Beschreibung riecht es nach geschmolzenen Holznoten, Amber, Jasmin und Ghost Lily. Hätte ich niemals raus gerochen, aber es riecht super und passt vor allem zu mir.

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Buch! Obligatorisch, wie jedes Jahr von Mama. „Mit Romanen brauch ich Dir ja nicht kommen!“, sagte sie und schenkte mir „Die Kunst des klaren Denkens“ von Rolf Dobelli.IMG_5974

Nochmal vielen Dank für all die schönen Geschenke!

Eure Ann Cathrin

IMG_5295_1Wir lieben Cupcakes! Ob groß oder klein – sie sind super zum Kaffee oder Tee am Nachmittag, um sie einem Büffet beizusteuern oder um einfach Freunde und Kommilitonen mit kleinen Süßigkeiten zu beglücken!

Damit Ihr Euer Umfeld auch mit dieses süßen Köstlichkeiten beglücken könnt, haben wir hier ein Rezept für simple Vanillie-Cupcakes mit einem Frischkäse-Topping für Euch. Ob Ihr lieber große oder kleine Cupcakes bevorzugt, ist dabei Euch überlassen.





IMG_5259Zutaten

Teig
160g Butter
150g Zucker
2 Eier
150g Mehl
1/2 Tl Backpulver
1/2 Tl Natron
1 Prise Salz
1 Pck. Vannillin
etwas Milch

Topping
100g Butter
100g Puderzucker
100g Frischkäse
1 Tl Vanillepaste (alternativ eine Vanilleschote)

1.
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen. Die Butter und den Zucker in eine Schüssel geben und schaumig schlagen. Dann die Eier nach und nach hinzugeben und gut verrühren. Dann das Mehl, das Backpulver, Natron, Salz und Vanillin unterheben. Etwas Milch hinzugeben, bis der Teig zähflüssig ist. Den Teig in die Förmchen füllen (ca. halb voll) und im Ofen ca. 20 Min backen lassen (bei Mini-Cupcakes evtl. kürzer, am besten gut beobachten!)

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2.
Während die Cupcakes abkühlen, könnt Ihr schon mal das Frosting vorbereiten. Dazu die Butter kurz cremig schlagen und dann den (am besten gesiebten) Puderzucker unterheben. Dann den Frischkäse und die Vanille hinzugeben und mit einem Schneebesen zu einer homogenen Masse verrühren.

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3.
Das Frosting erst auf die Cupcakes geben, wenn sie kalt geworden sind. Wer mag kann – wie wir – das Frosting mit Lebensmittelfarbe einfärben und dann mit einer Sternenförmigen Tülle auf die Cupcakes spritzen. Süße Verzierungen sehen natürlich auch super aus und schmücken die Cupcakes für jeden Anlass!

Guten Appetit
Eure Ann Cathrin & Farina

Dieses Rezept lagert schon lange bei mir und wartet auf Veröffentlichung. Ich habe es aus der ersten Koch-Zeitschrift die ich mir gekauft habe. Die Marketing-Maßnahmen an der Supermarktkasse meines Vertrauens zogen natürlich auch bei mir und ich konnte dem leckeren Titel-Rezept nicht widerstehen. Beim durchblättern entdeckte ich dann das Rezept für einen Aprikosen-Mandel-Kuchen. Eigentlich war ich nie ein Fan von Blechkuchen, aber seit diesem… (daher kam ich dann auch auf den Pflaumenkuchen).

Zum ersten Mal habe ich ihn für meine Freunde gebacken und da er so gut ankam (und das Rezept auch darauf hinwies, dass Kinder ihn mögen), habe ich ihn gleich zwei Tage später nochmal für unser Sommerfest von ROCK YOUR LIFE! gebacken. Und siehe da: kam wirklich gut an bei Kindern. Und nun das Rezept:

Zutaten
1,5kg frische Aprikosen (oder 1kg aus der Dose)
5 Eier
180g Zucker
250g weiche Butter
1 Prise Salz
300g Vollmilchjoghurt
400g Mehl
2 Tl Backpulver
200g gemahlene Mandeln
100g Mandelblättchen

1.
Eigentlich soll man die Aprikosen häuten (ganz klassisch macht man das, wie bei Tomaten). Das hat bei mir aber nun überhaupt nicht geklappt. Daher habe ich sie nur entkernt und gewaschen. Funktioniert super, fällt nicht auf, niemand hat sich beschwert.

2.
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen. Eier und Zucker in einer großen Schüssel schaumig schlagen und dann Butter und Salz unterrühren. Dann nach und nach das Mehl, den Joghurt, das Backpulver und die gemahlenen Mandeln dazugeben. Den Teig auf das Backblech schreiben und mit den halbierten Aprikosen belegen. Zum Schluss den Kuchen mit den Mandelblättchen bestreuen und ca. 50 Minuten backen.

Viel Spaß beim Genießen, Eure Ann Cathrin

20120823-162310.jpg„Meinst du, du bist dafür schon bereit?“ „wofür?“ „zurück zu gehen.“ „ja, bald.“ ich saß mit meiner Freundin dort wo wir oft saßen. Dort wo wir stunden, Tage, ja unser halbes damaliges leben verbracht haben. Schöne Zeiten waren es, darin sind wir uns einig. Wir wünschen sie uns zurück, aber irgendwie auch nicht. Auch darin sind wir uns einig. Beide sind wir gegangen. Nahezu zeitgleich. Wir beide mussten undbedingt raus aus dieser Kleinstadt, raus aus unserem damaligen leben und sind unseren Herzen gefolgt. Bereut haben wir es beide bis heute nicht, sondern sind froh über diesen Schritt.
Ob und wann wir zurück gehen, darüber sprachen wir. Ja, sagten wir beide. So bald wie möglich sagte ich.

Das Heimweh ist plötzlich so groß.

Vielleicht kam ich deshalb nie für länger zurück nach Hause.

 




Seit über einer Woche bin ich bei Mama und meiner Schwester in der Heimat im hohen Norden. Gut, nähe Hamburg ist für manche nicht ganz der hohe Norden – für eingefleischte Schwaben geht es aber vermutlich kaum nördlicher…

Es ist schon jetzt der längste Aufenthalt in der alten Heimat seit ich studiere und ich genieße es sehr. Vom Hamburger Schietwedder habe ich bisher kaum was mitbekommen, Gott sei Dank, doch manchmal regnet es schon und ich lasse diesen typischen norddeutschen Nieselregen (ja, er ist hier anders!) vergnüglich in mein Gesicht rieseln und verzichte bewusst auf meinen extra mitgebrachten Regenschirm!

Der Grund, warum ich auf Heimaturlaub bin, war unter anderem ein Klassentreffen. Fünf Jahre Abi! Wie schnell die Zeit vergeht. Es war so schön so viele alte Bekannte und Freunde wieder zu treffen, die ich so lange nicht mehr gesehen habe. Teilweise wirklich nicht mehr seit dem Abi oder mindestens drei Jahre nicht mehr. Fast schon selbstverständlich war, dass wir im Anschluss nach Hamburg auf die Reeperbahn gehen – ich glaube so viele Menschen habe ich lange nicht mehr gesehen. Und es war wieder schön, diese Atmosphäre zu genießen und in den kleinen Bars auf dem Hamburger Berg zu tanzen.

Ich hab nicht nur meine Familie wieder um mich, sondern auch mein geliebtes Kätzchen, die jetzt schon über ein Jahr bei meiner Mama wohnt. Ich bin mittlerweile schrecklich allergisch gegen sie und leide ein wenig – aber was erträgt man nicht alles für ein Kätzchen.

Aber nicht nur meine Katze lässt mein Gesicht anschwellen. Meine neu entdeckte Sucht „Sonnenblumenkerne knabbern“ tut sein Übriges. Da ich echt süchtig nach denen werde, sobald ich eine Packung öffne, und nicht mehr aufhören kann diese Dinger zu essen, habe ich regelmäßig aufgeplatzte und geschwollene Lippen. Ich zwinge mich jetzt keine mehr zu kaufen und bitte liebe Tübinger Freunde: HALTET DIE DINGER FERN VON MIR!!

Ich hab nicht nur in Hamburg wieder ein bisschen Sightseeing gemacht und Großstadtluft getankt, ich war auch am Elbstrand mit Freunden. Ich liebe diesen Strand, war aber diesmal nicht schwimmen. Es ist großartig dort zu liegen und die großen Schiffe zu sehen, wie sie in den Hafen einfahren oder in die große weite Welt aufbrechen. Was wirklich großartig ist: ich habe meinen nächsten Sightseeing-Trip gebucht! Im September geht es DREI WOCHEN nach ISRAEL/PALÄSTINA! Ich glaubt gar nicht wie sehr ich mich freue. Ich werde bei einem Freund in Palästina wohnen und so viele andere Freunde werden auch in der Region sein und ich freue mich einfach auf diese wundervolle bevorstehende Zeit.

Aber ich habe noch weiter vorausgeschaut und meinen neuen Stundenplan fürs kommende Semester größtenteils zusammen gestellt. Dieses Semester kommt eine neue Sprache dazu: Türkisch! Ich habe etwas Angst davor, da es schon wieder eine komplett andere Sprachfamilie ist, aber ich habe ja viele Freunde und meinen Mann die mir helfen können beim lernen. Dann habe ich mir das Buch Schluss mit dem ewigen Aufschieben besorgt. Ich habe hier schon einmal über Tipps aus diesem Buch geschrieben, die die ZEIT CAMPUS veröffentlicht hat. Außerdem habe ich mir die Autobiografie von meinem Professor Reza Hajatpour zugelegt: Der brennende Geschmack der Freiheit. Er hat so viel aus seinem spannenden Leben als Mullah und  politischer Flüchtling erzählt, da musste ich es einfach lesen. Und es lohnt sich! Außerdem habe ich mir eine Einführung in die Islamische Philosophie zugelegt. Unsere Professorin ist auf diesen Bereich spezialisiert und ich werden wahrscheinlich auch ein Seminar im kommenden Semester bei ihr belegen. Diese kleinen aus der Beck Reihe finde ich super als Einstieg und bin mal gespannt wie ich mit der Philosophie klar komme.

So, jetzt genieße ich noch die letzen Tage bei meiner Mama und wünsche Euch ein schönes Wochenende! Was habt Ihr denn so vor?

Eure Ann Cathrin 

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Ein afghanisches Gericht, angefragt von einem Jemeniten, gekocht von einer Deutschen – mehr Multi-Kulti geht wohl kaum!

Sambosa, das sind frittierte Teigtaschen mit Hackfleischfüllung. Eigentlich gar nicht so schwer – vor allem nicht, wenn man nicht so viel Wert drauf legt, dass sie besonders hübsch sind (vielleicht aber auch einfach eine Sache der Übung…)


Zutaten:

für den Teig:
1 kg Mehl
1 Tl Salz
2 Tl Backpulver
Wasser

für die Füllung:
500g Lamm- oder Rinderhack
3 kleine Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
5 Zweige frischer Koriander
1 El Garam Masala (oder selbst mischen… 😉 )
1/2 Tl Ingwerpulver
Salz, Pfeffer, Cayenne-Pfeffer
Öl

1.
Für den Teig das Mehl mit dem Salz und Backpulver in eine Schüssel geben und vermengen. Dann so viel Wasser hinzugeben und kneten bis ein gleichmäßiger, nicht zu weicher Teig entsteht. Das Ganze mit Frischhaltefolie bedecken und für 15 Min in den Kühlschrank stellen.

2.
Für die Füllung Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin dünsten. Dann das Hackfleisch hinzugeben und mit anbraten. Den klein geschnittenen Knoblauch und Koriander ebenfalls dazu geben, das Ganze mit den Gewürzen würzen und nochmals kurz anbraten. Dann die Pfanne vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

3.

Den Teig mit ordentlich Mehl auf der Arbeitsfläche dünn ausrollen und in ca. 10x10cm große Quadrate schneiden. Einen gehäuften Esslöffel der Füllung in die Mitte geben und die Quadrate zu Dreiecken zusammen legen. Die Ränder mit etwas Wasser bestreichen und verkleben.

4.
Öl zu frittieren in einem Topf erhitzen und die Sambosa darin goldbraun frittieren. Damit sie gleichmäßig braun werden, sollten sie zwischendurch gewendet werden. Die fertigen Teigtaschen auf ausgelegtem Küchenpapier abtropfen lassen.

Eure Ann Cathrin

Gestern hatte ich das erste Mal wieder Zeit um zu kochen – nicht nur für mich, nein ich habe mir gleich 10 liebe Menschen in die Küche geholt um ihre hungrigen Mäuler nach einem langen und heißen Tag des Fastens zu stopfen. Fünf Stunden habe ich in der Küche gewuselt um meine Ideen, aber auch Wünsche meiner Freunde auf den Tisch zu zaubern.

Wie es sich gehört, gab es zum Fastenbrechen eine Suppe. Ich habe mich für einen Ramadan-Klassiker aus Marokko entschieden: Harira. Diese Suppe wird besonders dort, aber eigentlich in der ganzen Magreb-Region gerne gegessen. Eigentlich ist diese Suppe mit Fleischeinlage, da sie aber bei uns als Vorspeise gedient hat, habe ich sie ohne gemacht und stattdessen einen Würfel Hühnerbrühe dazu gegeben.

Zutaten:
1 große Zwiebel
100 g Linsen, kurz blanchiert
100 g Kichererbsen aus der Dose (getrocknete über Nacht einweichen lassen!)
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Koriandergrün (wenns nach meinem Geschmack geht: möglichst wenig nehmen!)
Öl
Hühnerbrühe
2 Zimtstangen (1/2 Teelöffel Pulver geht auch!)
1/2 Teelöffel gemahlener Ingwer
1 Prise Safran (falls verfügbar)
1 Esslöffel Salz
1 Teelöffel gemahlener Pfeffer
100 g Reis
4 Fleischtomaten klein gewürfelt
1 Esslöffel Tomatenmark
4 Esslöffel Mehl

1.
Die Zwiebel fein hacken, die Kichererbsen abtropfen lassen, die Kräuter waschen und fein hacken. Die Linsen in kochendem Wasser kurz blanchieren. In einem großen Topf (ca. 3l) die Zwiebeln im Öl anschwitzen und die Gewürze hinzugeben. Das Ganze mit einem Liter Wasser auffüllen, die Hühnerbrühe einrühren, die Petersilie und 2/3 des Korianders hinzugeben. Tomaten würfeln und ebenfalls dazu geben. Bei kleiner Flamme eine Stunde garen lassen.

2.
Währenddessen das Mehl in einem weiteren Liter kalten Wassers auflösen. Tomatenmark und den restlichen Koriander hinzugeben und verrühren. Das Ganze nach der Kochzeit unter ständigem Rühren in die Suppe geben. Linsen und Reis ebenfalls dazu und dann weitere 20 Min kochen lassen.

Eure Ann Cathrin

Gott bewahre!
Ok, nein, so schlimm wäre es nun auch nicht.

Bei Farina gehört’s dazu, bei mir ist’s wiedermal nur rum gesponnen…

Mein Konvertieren zum Islam ist komischerweise bei vielen Thema. Wie ich jüngst feststellen musste, sogar bei Leuten, die ich gar nicht wirklich kenne. Da bekomme ich plötzlich mitten auf der Autobahn Glückwünsche übermittelt: „Ich wünsche Dir alles gute für Deinen Weg.“ – Huch? Woher wusste derjenige, dass ich auf der Autobahn bin? Wusste er natürlich nicht. Man sah mich angeblich in der örtlichen Moschee, in der ich mich zum Islam bekannt haben soll. War scheinbar ein anderes Mädchen mit dem gleichen (oder zumindest ähnlichem Namen). Missverständnis geklärt – alles gut. Obwohl das Gerücht wohl noch immer in Tübingen rum schwirrt.

Während ein Großteil meiner Freunde und Bekannten es vermutlich begrüßen würde, wenn ich zum Islam konvertiere, wäre so eine Nachricht für meine Freunde im Norden und die meisten meiner Familie sicher eine Schreckensnachricht. Ich spüre oft bei Gesprächen diese Angst, die Tochter, die Freundin an den Islam zu verlieren. Diese dezente Frage „… aber Du bist doch nicht … oder?“ stellt sich immer öfter. Dazu noch nebenbei die Beobachtungen wenn ich im Norden bin „Isst sie auch noch brav Schweinefleisch und trinkt Alkohol?“. Ich finde es ziemlich ulkig und kann hiermit beruhigen: ja tue ich. Bitte keine Panik.

Diese Angst meiner Familie und Freunde macht mir Angst. Ja, durch mein Studium und meinen Freundeskreis hier in Tübingen beschäftige ich mich unglaublich viel mit dem Islam. Ich mag ihn auch. Nur nicht für mich. Das weiß eigentlich auch jeder. Dennoch ist da bei vielen diese Angst um mich. Doch womit begründen sie sie? Was wäre so schrecklich daran, wenn ich mich entscheiden würde Muslima zu sein? Dass ich dann evtl. ein Kopftuch tragen würde und fünfmal am Tag beten würde? Würde so etwas irgendwas an einem Verhältnis zwischen zwei Menschen ändern? Meiner Meinung nach nicht – nach deren scheinbar schon. Ich verstehe es nicht.

Man hat Angst um mich, ich habe Angst um die anderen. Was veranlasst sie dazu, so eine Angst vor dem Islam zu haben? Wäre es besser wenn ich Katholikin werden würde? Wann ja, warum? In Gesprächen versuche ich immer nach dem Grund zu forschen. Und das einzige was ich erkenne ist blanke Unwissenheit. Vielleicht kommt die Angst daher. Man hat oftmals Angst vor etwas was man nicht kennt.

So wie es ist, bin ich glücklich und zufrieden. Das soll auch erstmal so bleiben. Wenn sich daran irgendetwas ändern soll, dann wird das so passieren; aber ob und wann, dass weiß heute keiner. Ich bin froh, dass man mich hier in meinem Freundeskreis so nimmt wie ich bin. Mit meinen religiösen Ansichten, mit meinem Bedarf an kontroversen Diskussionen über Religionen, aber auch meinem Interesse an der Kultur und Religion von dem Großteil meiner Freunde. Ich bin Ihnen dankbar, dass sie das alles mit machen, mir neue Erkenntnisse und Ansichten offenbaren und mich teilhaben lassen – und das ohne auch nur einmal von mir zu verlangen zu konvertieren. Das ist ihnen wichtig, und das ist mir wichtig. Und so lebe ich mit allen mein wundervolles Studentenleben in Tübingen weiter und bin glücklich – als Kryptomuslimin, wie mich hier so mancher liebevoll nennt. 🙂

– Ann Cathrin