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Dass das arabisch Thymian Gewürz „Zaatar“ bei uns zuhause hoch im Kurs steht, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Schon durch die Posts zum syrischen Frühstück und zu den Zaatar Schnecken hat diese Gewürzmischung ihren Weg auf unseren Blog gefunden. Für all diejenigen, die diese Gewürzmischung nicht zuhause oder in erreichbarer Nähe haben, habe ich hier ein Zaatar-inspiriertes Rezept gefunden, welches ich leicht abgewandelt habe und eine tolle Abwechslung in der Brotauswahl ist: leckere Thymian Brötchen.

Thymian_Brötchen_3

Sie sind schön handlich, schmecken sowohl zu einem herzhaften Frühstück, als Zwischenmahlzeit mit Schwarztee, frischem Gemüse und etwas Feta oder auch zum Grillen statt dem üblichen Kräuterbaguette. Dazu sind sie schnell gemacht und schmecken durch den Thymian wirklich angenehm anders. In dem Rezept verwende ich getrockneten Thymian, wer jedoch frischen zuhause hat, kann auch diesen verwenden und nimmt da einfach nach Geschmack etwas mehr. Die Thymian Brötchen können außerdem sowohl vegan mit Sojajoghurt, als auch vegetarisch mit normalem Naturjoghurt gebacken werden. Die restlichen Zutaten sind ebenfalls nicht ausgefallen und in der Regel bereits zuhause vorhanden.

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Ich höre ja immer wieder von Leuten, die Angst vor Hefeteig haben. Der muss ja gehen, braucht so lange, benötigt die richtige Temperatur, den richtigen Standort usw… Ich verrate euch jetzt ein Geheimnis: Wenn ihr ein paar Dinge beachtet ist es wirklich super einfach. Versprochen! Und da ich mit Entsetzen festgestellt habe, dass mein Lieblingsgebäck, Zimtschnecken, auf diesem Blog nicht vorhanden ist, wird das jetzt ganz schnell geändert und ihr bekommt das Rezept für super einfache Zimtschnecken. Die lassen sich sogar sehr gut mit einem fast 2-Jahre-alten Kind backen (wenn ihr nichts dagegen habt, dass ständig kleine Finger in die Zimt&Zucker Mischung tippen). Also, keine Gründe mehr, sich nicht an den Hefeteig zu trauen, auf gehts.

Zimtschnecken_2

Ihr braucht (für etwa 15 kleine Schnecken)
150 gr Sojamilch
40 gr Zucker
1/2 Würfel Hefe
300 gr Mehl
1 Prise Kardamom
1 Prise Salz
40 ml neutrales Öl
30 gr Alsan / Butter
Zimt&Zucker

Zimtschnecken_3

Und so gehts:

1. Zuerst wird die Hefe angerührt. Wichtig ist die Temperatur der Flüssigkeit, in diesem Fall der Sojamilch. Sie sollte lauwarm sein, nicht über 40°, sonst stirbt die Hefe und der Teig wird nicht aufgehen. Erhitzt sie also kurz und lasst sie dann etwas abkühlen bis sie wirklich handwarm ist. Dann gebt ihr die Hefe und den Zucker hinein, vermischt alles gut miteinander und lasst die Mischung 15 Minuten stehen.

2. In einer großen Schüssel vermischt ihr nun das Mehl, etwas Kardamom und Salz miteinander und fügt dann das Öl und die Hefemischung hinzu. Verknetet alles gut zu einem Teig. Er sollte nicht mehr kleben. Deckt ihn mit einem Küchentuch ab und lasst ihn für etwa 1 Stunde an einem zugfreien Ort stehen.

3. Dann wird die Butter / Alsan geschmolzen und beiseite gestellt. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig zu einem Rechteck ausrollen. Wie dick ihr ihn ausrollt, ist euch überlassen. Ich rolle ihn gerne dünner aus und habe dann mehr „Windungen“ in meinen Zimtschnecken. Nun wird der Teig mit der geschmolzenen Butter gleichmäßig bestrichen und anschließend mit der Zimt&Zucker Mischung bestreut. Ich arbeite die Mischung anschließend mit der Hand noch etwas in den Teig, damit sie überall gut verteilt ist.

4. Nun wird die Teigrolle von der kürzeren Seite her aufgerollt und anschließend in 2-3 cm dicke Scheiben geschnitten. Benutzt dafür ein möglichst scharfes Messer. Die Scheiben werden dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt. Achtet dabei auf genügend Abstand zwischen den Scheiben. Dann bei 190° etwa 20 Minuten backen, bis die gewünschte Bräunung erreicht ist. Wer will, verziert die Zimtschnecken nun noch mit Zuckerguss, ich esse sie am liebsten ohne alles und noch warm.

Zimtschnecken_1

Ich liebe diese Zimtschnecken und sollte sie wirklich viel öfter machen. Denn der Großteil der Arbeit, das Gehen lassen, macht sich ja quasi von selbst! Also, wagt euch an den Hefeteig und lasst euch von diesen einfachen Zimtschnecken die Geschmacksknospen verzaubern!

Viel Spaß beim Nachbacken!

Alles Liebe,
Farina

Im Moment reiht sich hier auf unserem Blog gefühlt ein Frühstückrezept an das nächste. Da ich aber ein großer Frühstücksfan bin und mich immer wieder über neue Ideen und Varianten freue, darf es heute wieder etwas für den gesunden und leckeren Start in den Tag sein.

Auf Instagram und Pinterest bewundere ich immer die leckeren Pancake oder French Toast Kreationen und da ich letzteres bisher noch nie ausprobiert und dieses tolle Rezept auf Pinterest gefunden hatte, wurde dies am Wochenende endlich geändert. Schon die einzelnen Zutaten des Rezepts für veganes French Toast sind meine absoluten Favoriten und kombiniert schmecken sie einfach wunderbar. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit esse ich morgens gerne etwas wärmendes und da ist dieses Rezept genau richtig.

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Ihr braucht (für eine Person):
1 reife Banane
60 ml Pflanzenmilch
1 EL Nussmus
1 TL Ahornsirup
Zimt&Vanille
1 Scheibe herzhaftes (gerne auch älteres) Brot
1 EL Haferflocken

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Und so gehts:
1. Die Banane gründlich mit einer Gabel zerdrücken und in einer tiefen Schale mit der Milch, dem Nussmus, Ahornsirup, Zimt und Vanille nach Geschmack verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Das Brot in mundgerechte Würfel schneiden und mit den Haferflocken in die Bananenmischung geben, bis das Brot von allen Seiten bedeckt ist. Einige Minuten in der Mischung einweichen lassen.

2. Nun alles in eine kleine ofenfeste Form geben, den Ofen auf 175° stellen und etwa 20 Minuten darin backen lassen, bis es goldbraun ist. Anschließend könnt ihr das gebackene French Toast noch mit Obst, Nüssen oder sonstigem toppen oder es euch einfach so schmecken lassen.

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Das Rezept eignet sich super, wenn ihr noch Brot zuhause habt, das schnell verbraucht werden muss, aber keine Lust auf „nur Brot“ habt. Durch die Bananenmischung wird es richtig schön weich und nimmt die Aromen von Nussbutter, Ahornsirup, den Gewürzen und der Banane richtig schön an. Auch das Tochterkind kommentierte ihr veganes French Toast mit „mhh so lecker“. Viel Spaß beim Nachmachen.

Alles Liebe,
Farina

Jetzt, wo es morgens oft noch kalt und ungemütlich dunkel ist, greife ich sehr gerne zu warmen Frühstücksgerichten, am besten mit einer ordentlichen Portion Zimt! Und auch wenn ich sehr gerne meinen Porridge esse – manchmal muss es auch etwas anderes, ein wenig Abwechslung sein. Und wenn man es dann noch am Vorabend und sogar für die ganze Woche vorbereiten kann, umso besser! Die Rede ist von Baked Oatmeal, also Haferflocken, die im Ofen gebacken werden und dann ein herrliches Aroma verströmen. Man kann sie einfach in den Ofen schieben, sich in der Backzeit fertig machen, seine Sachen packen, Mails checken oder in Ruhe seinen Tee trinken und dann, nach etwa 30 Minuten erwartet einen ein wunderbares sättigendes und gesundes Frühstück. Ihr braucht nicht viele Zutaten, könnt auch ganz einfach variieren und nach Geschmack noch weitere Zutaten hinzufügen. Hier kommt meine Variante mit Banane und Walnuss.

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Ihr braucht (für 1 Portion)
40 gr Haferflocken
Zimt
1 handvoll Walnüsse
1 Prise Salz
1 reife Banane
1 EL Erdnussmus
60 ml Hafermilch
1 TL Chiasamen
Ahornsirupe/Agavendicksaft nach Belieben

Und so gehts:
1. Den Ofen auf 175° vorheizen. Haferflocken, Zimt, Walnüsse und Salz miteinander vermengen und beiseite stellen. Die Banane in einer Schüssel gut zerdrücken und mit Erdnussmus, Hafermilch, Chiasamen und, wer will auch der Süße (ich nutze keine) sorgfältig vermischen.

2. Die trockenen Zutaten zu der Bananenmischung geben und alles gut miteinander verrühren. Die Masse in eine Ofenform geben und das Oatmeal für 30-40 Minuten backen.

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Und das war auch schon alles! Die Haferflocken sind jetzt richtig schön „chewy“ und haben durch die Kombination von Erdnussmus, Zimt, Banane und Walnüsse einen wirklich genialen Geschmack. Ihr könnt nun entweder, so wie ich, das Baked Oatmeal einfach aus der Form essen oder es auf einen Teller/in eine Schüssel stürzen (dann evtl. die Form vor dem Backen etwas fetten) und noch mit euren liebsten Toppings wie Früchten, Nussbutter oder Superfoods dekorieren und dann unbedingt noch warm genießen! Ihr könnt auch sehr gut mehrere Portionen für mehrere Tage zubereiten, backen und diese dann jeweils morgens aufwärmen. Klappt und schmeck super. Jeder Haferflocken-Fan sollte das unbedingt mal ausprobieren =)

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Was frühstückt ihr momentan am Liebsten? Habt ihr tolle Baked Oatmeal Variationen? Ich kann es mir auch sehr gut mir Apfelstückchen vorstellen und will das demnächst unbedingt noch probieren!

Alles Liebe
Farina

Wenn es draußen kälter und ungemütlicher wird, steigt bei mir parallel zum Konsum von wärmenden Heißgetränken auch die Lust auf Süßes, am besten frisch aus dem Ofen, sodass man es sich – eingehüllt in den unvergleichlichen Geruch von Selbstgebackenem – gleich auf der Couch mit den Liebsten gemütlich machen möchte. Mit Kleinkind am sprichwörtlichen Rockzipfel ist es aber gar nicht so einfach, etwas aufwändiges zu zaubern und gleichzeitig der immer lauter und eindringlicher werdenden Forderung „Mama, Arm!“ nachzukommen. Deswegen muss es in solchen Fällen möglichst schnell gehen und mit wenigen Zutaten auskommen. Mein go-to Rezept ist da momentan Obst Crumble, ob mit leckeren Zwetschgen, Beeren, Äpfeln, Pfirsichen oder auch mal einer Mischung aus allem zusammen: Es geht schnell, schmeckt hervorragend – auch dem Töchterlein – und ist gelingsicher. Das Rezept habe ich ursprünglich von der tollen LadyLandrand und dieses dann nach unserem Geschmack zu einem leckeren Pflaumen Crumble mit Mandel und Zimt abgewandelt. Ich hoffe, es schmeckt euch genauso gut wie uns!

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Ihr braucht (für etwa 4 Portionen)
Obst (z.B. 500 gr Pflaumen und 2 Äpfel)
1 EL Zucker oder Agavendicksaft (wenn das Obst an sich süß ist, könnt ihr darauf auch verzichten)
1 TL Zimt
etwas Wasser
1 handvoll Mandeln
120 gr Dinkelmehl
80 gr Butter oder Alsan
1-2 TL Zimt
8 EL Haferflocken
1 Prise Salz
60 gr Rohrohrzucker (oder Birkenzucker)

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Und so gehts:

1. Den Ofen auf 200° vorheizen. Das Obst Waschen, Zwetschgen entkernen und vierteln, Äpfel in Spalten schneiden. In einen Topf geben und mit ein klein wenig Wasser und Zimt aufkochen lassen. Ich gebe zusätzlich zum Zimt auch gern etwas selbst angerührtes Pumpkin Pie Spice hinzu. Nach Belieben süßen (ich süße oft gar nicht zusätzlich) und 5 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.

2. Butter/Alsan in einem weiteren Topf zum schmelzen bringen und beiseite stellen. Die Mandel fein hacken oder in der Küchenmaschine grob zerkleinern. Sie sollten nicht fein gemahlen sein, sondern eher gehackt, sodass noch eine Stückchen vorhanden sind. Die Mandeln mit dem Mehl, den Haferflocken, Salz und Zimt gut vermengen. Zucker und geschmolzene Butter/Alsan hinzugeben und alles mit zwei Gabeln zu einer krümmeligen Masse verkneten.

3. Das Obst aus dem Topf in eine feuerfeste Form geben, den Crumble darauf verteilen (nicht wundern, wenn noch recht viel Flüssigkeit da ist, die wird im Ofen verschwinden) und das ganze für etwa 20 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Etwas abkühlen lassen und unbedingt noch warm genießen!

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Dieser Crumble ist wirklich ruck zuck mit ein paar Handgriffen gemacht und schmeckt einfach so gut. Die Streuselkomination ist momentan mein absoluter Favorit, mit den Haferflocken und den kleinen knusprigen Mandelstückchen… einfach genau richtig! Ich kann euch nur ans Herz legen, das mal auszuprobieren!

Er schmeckt übrigens auch als Blechkuchen hervorragend: Einfach die passende euer liebstes Rührkuchenrezept nehmen, dieses für den Boden verwenden und, die ungekochten Früchte darauf verteilen und dann die Streusel wie beschrieben herstellen. Die Backzeit verlängert sich dann natürlich.

Was ist euer derzeitiges Soulfood, seid ihr auch im Crumblefieber?
Farina

In ein paar Tagen ist es mal wieder so weit und es stehen Feiertage vor der Tür. Und bevor ihr jetzt vielleicht panisch überlegt, ob ihr irgendwas vergessen habt oder ob ihr vielleicht noch einkaufen müsst, weil die Geschäfte geschlossen haben: Keine Angst! Ich rede nicht von gesetzlichen Feiertagen hier in Deutschland, sondern vom islamischen Opferfest. Das ist der höchste Feiertag für die Muslime, an dem an die Geschichte von Abraham/Ibrahim und seinem Sohn Ismail gedacht wird. Viele schlachten an diesem Tag ein Opfertier und verteilen das Fleisch an Arme und Bedürftige. Und wie es an Feiertagen auf der ganzen Welt wohl so üblich ist, werden traditionell auch die Verwandten und Nachbarn besucht, man sitzt beisammen, trinkt Tee oder Kaffee und genießt die ein oder andere selbst gebackene Süßigkeit.

Maamoul 5

Aus diesem Grund habe ich heute ein Rezept für ein besonderes Gebäck für euch, welches in Syrien und der restlichen Levante an den Feiertagen, also auch am Fest zum Ende des Ramadan, gebacken und gegessen wird. Man fängt schon einige Tage vorher an und backt gleich eine große Menge, da die leckeren Teilchen sehr schnell verspeist sind. Ich mag diese Tradition sehr gern, vor allem, wenn man mit der Familie zusammen backt, man kann es wahrscheinlich gut mit dem Plätzchenbacken in der Adventszeit vergleichen. Das Gebäck heißt Maamoul und besteht zum großen Teil aus Gries und wird mit einer Füllung aus Datteln oder Nüssen zubereitet. Hier gibt es natürlich in jedem Haushalt ein eigenes Rezept, manche nehmen nur Gries, manche mischen Mehl dazu und wieder andere nutzen Hefe. Mein Rezept ist einfach das, was uns am besten schmeckt, mit einer leckeren Füllung aus Walnüssen und etwas Zimt. Und das benötigt ihr:

Maamoul 3

Zutaten für etwa 25 Stück:
Für den Teig:
350 gr Hartweizengries
80 gr Mehl
40 gr Zucker
1 Prise Salz
180 gr Butter oder Alsan
0,5 bis 1 Teeglas Wasser
1 EL Orangenblüten- oder Rosenwasser
Für die Füllung:
100 gr Walnüsse
2 gehäufte EL (Rohrohr-)Zucker
Zimt
Orangenblüten- oder Rosenwasser
Außerdem:
Puderzucker

Maamoul 1

Und so gehts:
1. Hartweizengries, Mehl, Zucker und Salz miteinander in einer großen Schüssel vermengen. Die Butter oder pflanzliche Margarine in kleine Stücke schneiden und mit den Händen mit den trockenen Zutaten in der Schüssel gut verkneten, bis ein krümmeliger Teig entstanden ist. Das Orangenblüten- oder Rosenwasser und etwa die Hälfte des Wassers hinzugeben und nochmals sehr gut kneten, bis die Masse relativ glatt ist. Die Schüssel abdecken und etwa 30 Minuten stehen lassen.

2. Für die Füllung könnt ihr natürlich auch mit den Nüssen variieren, ich mische gerne noch ein paar Cashewkerne unter. Alle Zutaten in einen Mixer geben und zerkleinern, bis die Nüsse gehackt sind (nicht zu fein). Noch einmal gut miteinander vermengen, damit der Zucker gleichmäßig verteilt ist.

3. Nun kommt der „anstrengendste“ Teil: Ihr müsst den Teig so lange kneten, bis er gut zusammenhält und die einzelnen Grieskörner nicht mehr an der Hand kleben. Dafür könnt ihr den Teig aneinander reiben und die Teigkugel auch mal auf ein Tablett oder in die Schüssel „werfen“. Gebt währenddessen nach und nach den Rest des Wassers hinzu. Das kann schonmal 30 Minuten dauern, ist aber sehr wichtig. Ihr merkt, dass ihr fertig seid, wenn der Teig gut zusammenhält und ihr eine Kugel formen könnt, die beim Formen nicht zerfällt und keine Risse bekommt. Ist der Teig immer noch zu klebrig, gebt etwas mehr Mehl hinzu, ist er zu trocken und bröselig, noch etwas Wasser.

Maamoul 2

4. Den Ofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen. Nun geht es ans Füllen. Ihr formt wie gesagt eine Kugel, macht dann mit dem Finger eine Kuhle in diese und formt diese so aus, dass die Wände etwas dünner werden, aber noch gut halten. Dann gebt ihr etwas von der Füllung in diese Kuhle, verschließt die Öffnung, sodass die Füllung von dem Teig bedeckt ist. Wenm ihr nun eine Form für Maamoul habt, dann drückt die Kugel in die Form und „klopft“ sie anschließend heraus und legt das fertige Teilchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Habt ihr keine Form, könnt ihr einfach die Kugel etwas flach drücken und mit einer Gabel ein Muster darauf pressen. Hier findet ihr eine schöne bebilderte Anleitung dazu.

5. Wenn ein Blech voll ist, dieses für etwa 20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Sie müssen nicht braun werden, sollten aber fest sein, hebt sie einfach mit einer Gabel oder einem Messer hoch und schaut, wie sie von unten aussehen. Wenn sie fertig sind, großzügig mit Puderzucker bestreuen und auskühlen lassen. In einer dichte Dose halten sie sich eine ganze Zeit lang. Es sei denn, sie stehen in Reichweite, dann halten sie garantiert nicht lange!

Maamoul 4

Es scheint vielleicht etwas aufwändig, lohnt sich aber allemal! Probiert es mal aus 🙂

Was ist euer liebstes Festtagsgebäck (egal für welchen Festtag)?

Alles Liebe,
Farina

Ich bin ein bekennender Fan von Hefeteig in all seinen Variationen, süß oder herzhaft, als Pizza oder Brot… ich liebe Hefe. Allein der Geruch und die Konsistenz, wenn man die Hefe in das lauwarme Wasser bröselt können mich schon glücklich machen. In der letzten Zeit hatte ich immer mal wieder Lust auf leckere fluffige Brioche, die ich einerseits mit meiner wundervollen Zeit in Frankreich verbinde, andererseits aber auch irgendwie mit der Vor-Oster Zeit. Also habe ich mal kurz die Rezeptewelt im Internet durchstöbert, auf der Suche nach einem veganen Brioche Rezept, dieses kurzerhand ausprobiert und durfte so wieder im Hefe-Himmel schwelgen. Sie ist wirklich ganz einfach zu machen, geschmacklich trifft sie nicht genau die gekaufte französische Brioche, einfach weil der buttrige Geschmack fehlt, sondern reiht sich eher irgendwo zwischen dieser und einem Hefezopf ein. Also das perfekte vegane Ostergebäck, würde ich sagen. Dafür kommt es mit relativ wenig Zucker aus, was mir persönlich sehr gut gefällt, da ich es so ohne schlechtes Gewissen auch mit meiner kleinen Maus teilen kann, wenn sie mit einem fordernden „Hmmma!“ neben mir sitzt und etwas abhaben möchte 🙂 Aber ich schweife ab, hier kommt das Rezept:

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Ihr braucht:

260 gr Pflanzenmilch (ich habe Hafermilch verwendet)
70 gr neutrales Pflanzenöl
1/2 Vanilleschote
380 gr Mehl
60 gr (Rohrohr-)Zucker
Prise Salz
1/2 Würfel Hefe

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Und so gehts:
1. Die Milch handwarm erhitzen (nicht über 40°) und die Hefe darin auflösen. Öl und das Mark der Vanilleschote hinzugeben und vermengen. Die restlichen Zutaten hinzugeben und alles sehr gut zu einem Teig verkneten, der sich einfach vom Schüsselrand löst.

2. Den Teig in die gewünschte Form bringen. Ich habe einfache Kugeln geformt und diese mit ausreichend Abstand in eine leicht gefettete und bemehlte Form gegeben, ihr könnt aber auch die typische Brioche Form mit dem Knubbel oben wählen oder einen Hefezopf flechten. Das ganze etwa 45 Minuten gehen lassen bis es sich sichtbar vergrößert hat.

3. Mit etwas Pflanzenmilch bepinseln und im vorgeheizten Backofen bei 180° etwa 25 Minuten backen. Etwas auskühlen lassen und noch leicht warm mit frischer Marmelade oder einfach pur genießen. Nach Geschmack kann sie auch mit etwas Puderzucker bestreut werden.

Brioche 5

Uns haben sie wirklich sehr gut geschmeckt und sie waren schneller weg, als ich schauen konnte. Ein unkompliziertes und einfaches Rezept, ideal, wenn man spontan Lust auf etwas anderes zum Frühstück hat, da alle Zutaten doch meist vorhanden sind. Ich werde es sicherlich noch öfter machen und evtl. auch mal mit Alsan statt Öl probieren um so etwas näher an einen authentischen Brioche Geschmack zu kommen.

Viel Spaß beim Nachbacken!
Farina

Nach Zucchini und Roter Beete heißt es heute: Bühne frei für die Süßkartoffel. Vor einiger Zeit noch recht unbekannt, hat sie mittlerweile  den Weg in die meisten Supermärkte gefunden und viele haben sich schonmal an sie herangewagt. Sie schmeckt sehr lecker im Ofen gebacken als Süßkartoffel Pommes, im Auflauf…und, wie ich euch heute beweisen werde, auch als Brownie.

Süßkartoffel 1

Auf der Suche nach Inspiration bin ich auf Pinterest auf dieses Rezept gestoßen und habe es ein wenig abgeändert. Und heute gibt es quasi sogar zwei Rezepte in einem, denn obwohl die Süßkartoffel Brownies auch alleine umwerfend lecker sind, habe ich sie mit einem veganen Schoko Frosting getoppt. Dieses Frosting wird in Zukunft ganz sicher noch oft Verwendung finden und mein bevorzugtes Rezept werden, denn man braucht nicht viele Zutaten, es ist vegan und schmeckt einfach zu gut. Man kann sogar etwas mehr machen und den Rest für ein anderes Mal einfrieren. Pur schmeckt es, wie ich finde, wie eine Mischung aus sehr schokoladigem Pudding und Mousse au Chocolat. Aber genug der Vorrede, hier kommt das Rezept.

Ihr braucht für die Brownies:

70 ml heißen Kaffee
30 gr vegane Schokolade (am besten ungesüßt)
1 TL Dunkler Diwan Gewürz (optional)
30 ml geschmacksneutrales Öl
170 gr Süßkartoffelpüree
1 Vanilleschote
100 gr Zucker
40 gr Kakaopulver
Prise Salz
100 gr Mehl
1/2 TL Backpulver
50 gr vegane Schokolade (ungesüßt)
Eine handvoll Walnüsse

Süßkartoffel 5

Kurz noch ein paar Informationen vorneweg. Bevor ihr mit dem eigentlichen Backen anfangt, müsst ihr die Süßkartoffel schälen, in Stücke schneiden und etwa 20-25 Minuten in Wasser kochen, bis sie weich ist. Anschließend fein pürieren und abkühlen lassen. Für die benötigten 170 gr sollte eine kleine Süßkartoffel reichen. Oder ihr nehmt eine mittlere und habt dann noch etwas für Babybrei übrig 😉 Für die Schokolade ist es am besten, wenn ihr ungesüßte Schokolade nehmt, so könnt ihr auch am besten kontrollieren, wieviel Zucker eure Brownies enthalten. Ich habe keine ungesüßte Schokolade finden können und habe deswegen Zartbitter genommen (die ist oft vegan). So, nun gehts aber wirklich los.

1. Den Ofen auf 175 °C vorheizen. Eine kleinere Auflaufform fetten und mehlen, beiseite stellen. Die 30 gr Schokolade und den heißen Kaffee zusammen in eine Schüssel geben, die Schokolade schmelzen lassen und gut verrühren, bis sie sich vollständig gelöst hat. Ich habe hier noch etwas Herbaria Gewürz „Dunkler Diwan“ hinzugegeben, ihr könnt aber nach Geschmack auch einfach etwas gemahlenen Kardamom, Nelken und Muskat hinzugeben – oder es einfach weglassen.

2. Öl, Süßkartoffelpüree, Zucker, Kakaopulver, Salz und das Mark einer halben Vanilleschote zu der Kaffeemischung geben und alles gründlich miteinander vermengen. In einer zweiten Schüssel das Mehl  mit dem Backpulver vermengen und diese Mischung unter die erste heben, sodass eine einheitliche Masse entsteht. Die 50 gr Schokolade und die Walnüsse grob hacken und ebenfalls unterheben.

3. Den Teig in die vorbereitete Form geben und etwa 35-40 Minuten backen bis bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr kleben bleibt.

Süßkartoffel 3

Nun könnt ihr eure Brownies entweder so genießen oder ihr macht noch ein zusätzliches Frosting. Da dieses etwas stehen muss, würde ich empfehlen, dieses vor den eigentlichen Brownies zu machen.

Ihr braucht für das Frosting:
1 Dose Kokosmilch
2 Tafeln Schokolade (ungesüßt)
Vanilleschote

Und so gehts:
1. Die Dose Kokosmilch über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag die feste Masse abnehmen und zusammen mit der kleingemachten Schokolade in einen Topf geben. Auf niedriger Flamme langsam erhitzen, bis die Schokolade sich vollkommen mit dem Kokosfett vereint hat. Die Flüssigkeit der Kokosmilch könnt ihr übrigens super für Smoothies verwenden. Die Schokomasse abdecken und für 3-4 Stunden in den Kühlschrank stellen, bis sie fest ist.

2. Die Schokomasse schlagen, bis sie cremig ist. Das Vanillemark unterheben und die Masse auf den Brownies verteilen. Ihr werdet in etwa die Hälfte brauchen, den anderen Teil könnt ihr für ein anderes Mal einfrieren.

Süßkartoffel 4

Und schon habt ihr ganz wunderbare Süßkartoffel Brownies. Sie schmecken sogar noch besser, wenn sie einen Tag gestanden haben. Ich muss sagen, ich bin wirklich begeistert von diesem Rezept. Sie sind supersaftig, schokoladig und machen einfach glücklich. Sie sind bisher mit die besten Brownies, die ich bisher gemacht habe und lohnen sich auf jeden Fall auch ohne Frosting.

Verratet ihr mir eure liebsten Süßkartoffel Rezepte?

Alles Liebe, Farina

Das Knistern von auf dem Boden liegenden Blättern, über die man läuft, die ersten Lebkuchen und Kürbisse in den Geschäften und Kastaniensammeln… die Zeichen sind überdeutlich, der Herbst ist da. Um ihn gebührend zu empfangen, haben wir die momentan noch warme Herbstsomme mit einem leckeren Apfelkuchen genossen.

Apfelkuchen 2

Das Rezept dafür hatte ich vor einiger Zeit im Internet gefunden und etwas abgewandelt. Daraus ist ein Apfelkuchen entstanden, der durch einen leckeren Mürbeteig, seine fruchtige Füllung und eine wunderbar knusprige Mandeldecke besticht. Für Zimtjunkies wie mich wird das Ganze dann noch durch etwas Zimtsahne abgerundet. Na, Lust auf Herbstgeschmack bekommen? Hier ist das Rezept:

Apfelkuchen 3

Ihr braucht:

Für den Teig
250 gr Mehl
100 gr Zucker
125 gr Butter
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
Abrieb einer Zitrone
1 TL Backpulver
Für die Füllung
4 große Äpfel
etwas Zitronensaft
Für die Mandeldecke
100 gr Butter
1 Päckchen Vanillezucker
120 gr Zucker
200 gr Mandelblättchen
Zimt
3 EL Milch
3 EL Mehl

Apfelkuchen 5

Und so geht’s:

1. Alle Teigzutaten gut miteinander vermengen, sodass ein Mürbeteig entsteht. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

2. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Diese mit etwas Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Den Ofen auf 200° vorheizen.

3. Eine Springform fetten und mit dem gekühlten Teig auskleiden, inklusive des Randes. Dafür zügig arbeiten, da der Mürbeteig sonst sehr klebrig wird. Die Äpfel auf den Teig geben und gleichmäßig verteilen.

4. Butter, Zucker, Vanillezucker und Mandelblättchen in einen Topf geben und erwärmen, sodass die Butter schmilzt und zusammen mit dem Zucker als eine Masse die Mandeln umgibt. Anschließend Zimt nach Belieben, Milch und Mehl hinzufügen und gut vermengen. Masse auf die Äpfel geben und gleichmäßig verteilen.

5. Den Kuchen für 50-60 Minuten in den Ofen geben. Anschließend etwas abkühlen lassen und genießen.

Apfelkuchen 4

Am besten schmeckt er mir noch etwas warm mit einer Portion Zimtsahne (einfach Sahne mit Zimt aufschlagen). Ob bei grauem Nieselwetter oder an einem sonnigen Spätsommertag – dieser Kuchen sorgt für das ultimativ-apfelige Herbstgefühl und zaubert mit Sicherheit ein genussvolles Lächeln auf eure Lippen. Probiert es aus!

Was sind denn eure liebsten Apfelrezepte? Ich kann davon gar nicht genug bekommen und freue mich über weitere Ideen!

Eure Farina

Vor ungefähr einem Jahr hatten wir hier schonmal ein Rezept für lecker-saftigen Karottenkuchen mit euch geteilt. Heute haben wir hier etwas ähnliches für euch, ebenfalls Karottenkuchen, aber aus dem Glas. Zugegeben, die Idee ist keine bahnbrechend neue, aber ich finde es immer wieder schön. Vor allem, wenn man lieben Menschen, die weiter weg wohnen damit eine Freude machen kann. Der Kuchen im Glas lässt sich nämlich super verschicken und sieht dabei noch richtig schick aus. Sei es zum Geburtstag, oder einfach nur als kleine Überraschung ohne besonderen Anlass – das Lächeln auf dem Gesicht des Beschenkten ist garantiert 🙂 Aber nicht nur zum Verschicken, diese kleinen Glücklichmacher sind auch perfekt für ein Picknick bei dem schönen Wetter im Moment, sie lassen sich super überall mit hinnehmen und halten sich sogar bis zu 4 Wochen. Perfekt oder? Ihr braucht auch gar nicht viele Sachen dazu:

Zutaten:
150 gr Mehl
2 TL Weinsteinbackpulver
3 Eier
240 gr Zucker
140 gr weiche Butter
1 Pckch. Vanillezucker
400 gr Möhren
150 gr gemahlene Mandeln

Weckgläser eurer Wahl

Karottenkuchen im Glas 2

Und so gehts:

1. Die Möhren schälen und raspeln. Beiseite stellen. Den Ofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen. Mehl mit Backpulver mischen und in eine Schüssel sieben, ebenfalls beiseite stellen.

2. Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Anschließen nach und nach 120 gr Zucker dazugeben und weiter schlagen, bis die Masse cremig und fest ist.

3. 120 gr Butter, 120 gr Zucker und Vanillezucker gründlich schaumig rühren. Eigelbe dazu geben und unterrühren. Eischnee unterheben. Mehlmischung, Möhren und 200 gr Mandeln unterheben.

4. Die Weckgläser mit Butter fetten und etwas gemahlenen Mandeln ausstreuen. Den Teig so in die Gläser füllen, dass diese etwa zu 2/3 gefüllt sind. Im heißen Ofen ca. 30-35 Minuten offen backen. Nach dem Backen sofort mit Gummi, Deckel und Klammern verschließen.

Karottenkuchen im Glas 1

Und das wars auch schon. Die Kuchen können jetzt abkühlen und sind danach bereit zum Verzehr. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, habe ich tulpenförmige Gläschen verwendet. Aus diesen könnt ihr den Kuchen nur direkt essen. Wenn ihr die Kuchen aber stürzen wollt, achtet darauf, gerade Gläser zu nehmen. Bei mit hat die Menge für 10 Gläser á 220 ml gereicht. Auch da könnt ihr natürlich variieren und größere Gläser nehmen.Für mich war es das erste Mal, dass ich die Weckgläser so verwendet habe und ich bin echt begeistert. Vor allem auch, da sie sich so lange halten und man sie perfekt mitnehmen kann, z.B. zur Arbeit. Sagt mir doch, ob ihr Interesse an weiteren solcher kleinen praktischen Rezepte habt!

Und nun, genießt die Sonne,

Eure Farina