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Bevor das Tochterkind geboren wurde, haben wir unsere Einkäufe ungeplant und zwischendurch erledigt. Jeden Tag kam die ungeliebte Frage „Was wollen wir heute essen“ auf und wenn wir uns dann auf etwas geeinigt hatten, sind wir in den Supermarkt um die Ecke gestiefelt, um die fehlenden Zutaten zu besorgen. Da man selten nur das mitnimmt, was man wirklich braucht und es bei dieser Einkaufsroutine auch häufig dazu kommt, dass man schon angebrochene Lebensmittel zuhause vergisst, haben wir unser Einkaufsverhalten schon vor einiger Zeit komplett geändert und sind damit sehr zufrieden. Da ich dazu schon sehr häufig gefragt wurde, möchte ich meine Erfahrungen und Tipps zum nachhaltigeren Einkaufen heute teilen.

Wir kaufen mittlerweile wirklich nur noch einmal in der Woche ein. Da wir inzwischen auch ein Auto haben, ist das auch keine große Schlepperei mehr, aber auch ohne ging es dank Carsharing wirklich ganz gut und ich kann jedem, der kein Auto hat dieses Modell wirklich ans Herz legen. Damit wir nicht mehr wahllos durch den Supermarkt laufen und irgendwas auf Vorrat mit nach Hause nehmen und dann am Ende doch 10 Sachen vergessen haben, machen wir uns jeden Sonntag abend gemeinsam Gedanken, was wir die Woche über essen und kochen wollen. Dazu sei gesagt, dass wir immer abends als Familie zusammen etwas warmes essen und in der Regel auch frisch kochen. Wir machen also einen Essensplan und schauen dementsprechend, was wir noch zuhause haben, was noch verbraucht werden muss und was fehlt. Die Vorteile von dieser Routine sind für mich eindeutig:

  1. Zeitersparnis: Einmal geplant, muss man sich die Woche über keine Gedanken mehr über das Abendessen machen. Man muss auch nicht nochmal extra zum Laden rennen, weil irgendwas fehlt.
  2. Geldersparnis: Dadurch, dass man nur einmal einkauft und so weniger zu „Ach, das nehme ich auch noch mit“ verleitet wird, sparen wir deutlich an Geld, auch wenn unser Einkauf zum größten Teil aus frischen Lebensmitteln besteht, die ja immer den schlechten Ruf haben, sehr teuer zu sein.
  3. Mehr Abwechslung: „Gestern hatten wir schon Nudeln, davor Reis, auf Kartoffeln keine Lust…hmm“ Wer kennt es nicht, es fällt einfach nichts ein, was man machen könnte. Durch unseren Essensplan kommen auch immer häufiger neue Gerichte auf den Tisch. So oft finde ich auf Pinterest oder anderen Blogs tolle Rezepte, die ich unbedingt nachkochen möchte. Die speichere ich mir dann ab und schreibe sie direkt auf unseren Essensplan. Noch benötigte Lebensmittel landen auf der Einkaufsliste und schwupps, etwas mehr Abwechslung auf dem Teller.
  4. Weniger Lebensmittelverschwendung: Es werden zu viele Nahrungsmittel weggeschmissen, das ist kein Geheimnis. Seit wir unsere Planung haben, landen viel weniger Lebensmittel im Abfalleimer, da wir effizienter einkaufen und die Mengen, die wir für eine Woche benötigen, besser einschätzen können.

Nach ein paar Malen ist man dann auch gewohnt, so einen Plan zu erstellen und weiß, was und wieviel man jede Woche braucht. Bei uns sind das vor allem Salatzutaten, denn ein Salat zum Essen darf bei uns nie fehlen. Wenn man doch mal, gerade frische Zutaten, auch zwischendurch benötigt, gehen wir natürlich trotzdem nochmal in den Supermarkt um die Ecke, aber das kommt nun wirklich nur noch total selten vor und spart wiederum wie schon gesagt enorm Geld. Natürlich ist unser Plan nie starr, manchmal haben wir doch keine Lust das zu machen, was auf dem Plan steht und wir essen zwischendurch einfach Nudeln mit Pesto (etwas, das immer im Haus ist) oder machen etwas, das für einen anderen Tag geplant war. Manchmal bleibt auch etwas übrig und wir essen es zwei Tage später nochmal, sodass sich der Plan verschiebt.

Für die Einkaufsplanung nutze ich eine einfache kostenfreie App und für die Essensplanung meinen Kalender. Es gibt aber natürlich auch hier schönere Varianten. Eine kostenfreie Version habe ich zum beispiel hier auf dem Blog der lieben Saskia gefunden. Die Vorlage könnt ihr euch einfach Ausdrucken und habt dann Speiseplan und Einkaufsliste in einem. Eine sehr schöne bestellbare Version findet ihr hier, auch eine sehr schöne Geschenkidee, wie ich finde.

Und nun würde mich interessieren, wie ihr das mit dem Einkaufen und Essensplanen so macht? Plant ihr auch im Voraus oder ist das gar nichts für euch?

Alles Liebe,
Farina

Das neue Jahr steht vor der Tür und obwohl noch nicht mal Weihnachten ist, steht es gefühlt schon mit einem Fuß im Türspalt und drängt sich energisch herein. Dabei muss noch so viel erledigt, besorgt, abgearbeitet und vorbereitet werden. Denn mit dem neuen Jahr kommen ja bekannterweise auch die guten Vorsätze. Gesünder leben, mehr Sport, mehr Lesen, effektiver Arbeiten… da kann man schonmal ganz schön gestresst sein. Ich selbst erwische mich immer wieder dabei, wie ich an mehreren Sachen gleichzeitig arbeite und mir dann irgendwann denke: Wie soll ich das noch alles schaffen. Und dann noch möglichst viel Zeit mit meinem Kind verbringen. Unmöglich? Für alle, die sich in diesen Zeilen wiedererkennen habe ich einen Buchtipp. „Sowieso schon keine Zeit und jetzt will sie noch, dass ich ein Buch lese? Wann denn bitte?“ Ja genau so würde ich jetzt auch erstmal denken. Aber lest erstmal weiter, dann wisst ihr, warum es sich lohnen wird, ein paar freie Minuten pro Tag für dieses Buch und nicht für eure Social Media Kanäle, Mails oder To Do Listen zu nutzen.

Das Buch, welches ich meine trägt den Titel „Der Tag, an dem ich aufhörte, „Beeil dich“ zu sagen – Lektionen einer entspannten Mutter„*, die Autorin heißt Rachel Macy Stafford, sie ist Bloggerin und lebt mit ihren zwei Kindern in den USA. Letzteres muss man auf jeden Fall dazu sagen, denn mir ist diese typisch Amerikanische Art beim Lesen sofort ins Auge gesprungen. Das kann störend sein (so geht es mir bei Filmen und Serien oft, wenn es zu amerikanisch synchronisiert wird), bei diesem Buch kann man sich aber schon sehr gut darauf einstellen, sodass es nicht zu stark stört.

Das große Thema des Buches ist Entschleunigung. „Nicht jetzt“ „Beeil dich“ „Dafür haben wir jetzt keine Zeit“. Ich glaube, nicht nur Müttern kommen diese Sätze bekannt vor, ich zumindest sage sie auch oft gedanklich zu mir selbst. Die Autorin ist Gründerin der „Hands Free-Revolution“, einer Seite auf Facebook, die enormen Zuspruch erhalten hat und mittlerweile zu einer richtigen Bewegung geworden ist, mit dem Ziel, für Achtsamkeit im Umgang mit Technologien und das Erleben des Augenblicks zu plädieren.

Das Buch ist keines, welches man in die Hand nehmen und in einem Stück durchlesen sollte. Angelegt ist es auf einen Veränderungsprozess, der ein Jahr andauert und ist dementsprechend in 12 Kapitel unterteilt (man kann aber – anhängig von seinem eigenen Fortschritt auch schneller oder langsamer voran kommen). Diese bestehen aus 4 Einheiten, für jede Woche eine und beginnen jeweils mit sehr greifbaren Beispielen aus dem persönlichen Alltag der Autorin, durch die sie deutlich macht, welche Situationen sie selbst zum Nachdenken und Entschleunigen gebracht haben. Anschließend folgt die „Strategie der Woche“, in der sie bestimmte Wege zeigt, sich selbst von den Dingen zu befreien, die sie davon abhalten, Zeit mit ihren Kindern oder den Menschen, die ihr wichtig sind, zu verbringen. Dabei geht es wirklich um kleine Schritte und keine radikalen Maßnahmen. Am Ende jedes Kapitels und damit jedes Monats folgt eine Betrachtung, eine kleine Beschreibung von Situationen, die die Wichtigkeit des Moments deutlich machen. Es schließt dann mit einigen Fragen, die der Leser sich selbst stellen kann und zum weiteren Nachdenken anregen sollen.

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Ich selbst habe dieses Buch noch nicht zuende gelesen. Ich habe es – ganz klischeemäßig – mit in den Urlaub genommen und die ersten Kapitel immer während des Mittagsschlafs meiner Tochter gelesen. Und wirklich, es hat mir sehr viele Dankanstöße gegeben und mich aufmerksamer und sensibler gemacht. Vielleicht wäre mir der Junge im Hotel sonst nicht aufgefallen, dessen Eltern wirklich ununterbrochen jeweils auf ihr Smartphone/Tablet gestarrt haben und nicht einmal mit ihrem Sohn ins Wasser gegangen sind. Oder wie oft ich selbst schon meine to-do Listen im Kopf durchgehe und nicht die Auto- oder Fahrradfahrt mit meiner Tochter auch geistig anwesend genieße. Deswegen kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich bin davon überzeugt, dass es niemals schaden kann, seine eigenen Handlungsabläufe und Gewohnheiten zu hinterfragen, und das tut dieses Buch auf jeden Fall. Besonders – aber nicht nur – für viel beschäftigte Mütter (wenig beschäftigte gibt es ja auch nicht 😉 ) auch eine tolle Geschenkidee!

Alles Liebe,
Farina

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Am letzten Wochenende durften wir wieder an einem Bloggertreffen teilnehmen und dieses Mal hatten wir sogar ein Heimspiel: In Tübingen fand der alljährliche Schokoladenmarkt statt und wir waren mittendrin. Während Ann Cathrin extra aus Berlin angeflogen kam, konnte ich mich also morgens mehr oder weniger gemütlich mit dem Fahrrad auf den Weg machen. Das Ziel: Die SchokoWerkstatt von Ritter Sport, in dem wir auch auf die anderen Blogger/innen und den Organisator der chocolART trafen. Das Wetter meinte es wohl gut mit uns und zeigte sich – eiskalt und sonnig – von seiner besten Seite.

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Morgens um 10:00 Uhr kam man noch leicht durch die verhältnismäßig leere Tübinger Altstadt – dies sollte sich in den nächsten Stunden ändern.

Zuerst erfuhren wir viele interessante Details zur chocolART, die dieses Jahr ihr 10. Jubiläum hatte. Ich wusste z.B. vorher nicht, wie das Schokofestival entstanden ist oder dass seitens der Organisatoren einen großen Wert auf faire Produktion und das Stichwort „Slow Food“ gelegt wird. So darf von den Ausstellern auf dem Markt, beispielsweise für die beliebten heißen Trinkschokoladen nur TüBio Milch verwendet werden (in den 6 Tagen des Markts sind es bis zu 5000 Liter!), die jeden morgen frisch angeliefert wird und regionale, faire und biologische Milchhaltung unterstützt. Begonnen hat die chocolART mit 30 Ständen, mittlerweile sind über 100 internationale Aussteller fester Bestandteil des Marktes und die chocolART in Tübingen der größte Schokomarkt Deutschlands. Die schokoladigen Argumente ziehen jedes Jahr 300.000 Besucher an – zum Vergleich: Tübingen selbst hat etwa 90.000 Einwohner.

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Achtung, es folgt eine kleine Bilderflut.

Weiter ging es im Programm und wir durften in der Schokowerkstatt unsere eigene Schokolade machen. Dazu wählten wir zwischen Zutaten wie getrockneten Himbeeren, Smarties oder auch Chili unsere Favoriten aus, die dann mit leckerer Schokolade vermischt und in eine quadratisch praktisch gute Form gebracht wurden. Während die Schokolade trocknete hatten wir Zeit, die Schokoladenverpackung mehr oder weniger kreativ zu designen und die anderen Blogger/innen kennenzulernen.

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Anschließend – draußen drängte sich schon eine Gruppe von Kindern vor das Zelt, die nun an der Reihe waren, ihre eigene Schokolade herzustellen – ging es für uns wieder in die Kälte und zum Stand der Madlon Confiserie, bei dem Herr Madlon uns von seiner Genuss – Philosophie und seinem ganzen Stolz, seinen Pralinen Kreationen berichtete. Seine Anti – Stress Praline kommt beispielsweise mit einer Gebrauchsanleitung für den richtigen Genuss daher und an seiner Erzählung war die Leidenschaft für seine Arbeit nicht zu übersehen.

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Auch hier durfte eine Kostprobe nicht fehlen, bevor es zum nächsten Stand weiterging.

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Weiter ging es zum ShowRoom, einem Zelt mit Fenstern, in dem die mittlerweile schon sehr zahlreichen Besucher von außen live die Produktion der beliebten Chocolinos bewundern konnten. Von Konditor Johannes Becker erfuhren wir mehr über die Herstellung und durften jeden dort mit unseren Fragen über die schokoladigen Kunstwerke löchern.

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Auch hier durften sich die Chocolino und andere Kreationen einem Geschmackstest von uns unterziehen, der ohne Frage bestanden wurde.

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Mit nun schon einigem an Schokolade intus bewegten wir uns ein paar Meter weiter und bekamen – live übersetzt – auf dem Marktplatz etwas über die Produkte und Geschichte der L’Artigiano Perugino – Chocolateria aus Tübingens Partnerstadt in Italien erzählt. Darauf folgte der wohl süßeste Teil des Tages: Wir durften uns einmal kreuz und quer durch den Stand probieren – und dieser hatte von Schokolade mit Früchten über Nüsse und Gewürze wirklich einiges zu bieten. Besonders die weiße Schokolade mit Cranberrys und die Haselnussschokolade haben einen großen Zuspruch in der Bloggerrunde gefunden.

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Gefühlte 5 kg Schokolade später ging es dann zum Mittagessen, nun aber herzhaft. Im Stadtmuseum wird jedes Jahr von dem Lions Club Tübingen ein Essen angeboten, dessen Erlös einem sozialen Zweck zu Gute kommt. Nach dem Essen hatten wir Zeit, uns auf eigene Faust den Markt und das schöne Tübingen anzuschauen, was allerdings bei den Menschenmassen, die mittlerweile durch die Tübingen Altstadt strömten, gar nicht mehr richtig entspannt möglich war.

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Der nächste Programmpunkt war mein persönliches Highlight: Das faire Schokoladentasting mit dem beeindruckenden Jan Marcel Schubert. Jeder, der sich zur Schokomarkt-Zeit in Tübingen aufhält sollte versuchen, an diesem Schokoladentasting teilzunehmen (man muss sich vorher anmelden), es gibt so viel zu erfahren, sowohl geschmacklich als auch über die Hintergründe der Schokoladenproduktion.

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Die dort gewonnenen Informationen bestärken mich persönlich nochmal darin, Wert auf faire Produkte zu legen und auch beim Thema Schokolade weiterhin das Prinzip „lieber weniger/seltener und dafür gut und fair“ zu verfolgen, denn gerade in diesem Bereich kann man selbst mit seinen Entscheidungen wirklich einen Unterschied machen.

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Nach dem fairen Schokotasting folgte dann noch ein obligatorisches Gruppenbild, bevor es dann dunkel wurde und wir uns durch die Menschenmassen langsam zum Rathaus vorarbeiteten, wo u.a. die Ausstellstücke aus dem Konditorenlehrlingswettbewerb bestaunt wurden.

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Mit Einbruch der Dunkelheit fogte dann auch die wunderbare Illuminierung der Häuserfassaden, einem geradezu magischen Anblick.

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Wir hatten alle zusammen einen wirklich tollen Tag mit viel Input. Auch in den vorigen Jahren waren wir zwar schon als Besucher auf der chocolART gewesen, jedoch ist der große Nachteil an der riesigen Resonanz und dem enormen Besucherstrom, dass man meist, besonders am Wochenende, mittlerweile aber oft auch schon unter der Woche, gar nicht so viel sehen kann, wie man gern möchte.  Umso herzlicher bedanken wir uns für die tolle Gelegenheit, einmal etwas hinter die Kulissen blicken und schmecken zu dürfen, neue tolle Bekanntschaften zu schließen und die chocolART einfach zu genießen.

Wie einige von euch vielleicht schon auf Instagram und Facebook verfolgt haben, war ich am vergangenen Wochenende in Stuttgart. Ich durfte im Rahmen der Messe veggie&frei von mit knapp 40 anderen Blogger/innen an einem Bloggertreffen teilnehmen, mehr über die Messe und Aussteller erfahren und hatte dabei wirklich eine Menge Spaß. Schon im letzten Jahr war ich beim Bloggertreffen von laufmamalauf, welches auf der Babywelt stattfand, die sich dieses Jahr eine Halle mit der veggie&frei von teilte.

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Vor allem das Showkochen von Christian Weber („einfach anders essen“) und seine Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit haben mir gut gefallen

Die veggie&frei, die „Leitmesse für Genuss und Gesundheit“, hat dieses Jahr das erste Mal stattgefunden und bot neben über 130 Ausstellern zum vegetarisch/veganen Lifestyle und allergenfreier Ernährung auch ein Bühnenprogramm mit Showkochen, sowie Vorträgen und Diskussionen. Sowohl Neulinge in dem Bereich (zu denen ich mich immer noch zählen würde), als auch Menschen, die sich schon lange mit dem Thema gesunde Ernährung befassen sind an dem Wochenende auf ihre Kosten gekommen und konnten nicht nur leckere, neue Produkte, sondern auch neuen Input und Kontakte mit nach Hause nehmen.

Nach einer Kennenlern- und Informationsrunde im Pressezentrum hatten wir die Möglichkeit, mit einigen Ausstellern ins Gespräch zu kommen und anschließend auf eigene Faust die Messe zu erkunden. Zusammen mit Julia von dem Blog lila violett und Annelina, dem Gesicht hinter food_without_regrets, schoben wir uns mit den Massen an Besuchern an den Ständen entlang, probierten leckeren Agavendicksaft, frisches Kokoswasser direkt aus der Kokosnuss, vegane Snacks für Kinder, frisch gepresste Säfte, Kekse, Tortellini, Balsamicoessig, veganen Käse, glutenfreie Pizza…und ich könnte hier wirklich noch lange weitere Leckereien aufzählen. Das Angebot und die Vielfalt auf der Messe war für mich wirklich beeindruckend. Besonders gefallen hat mir auch die Aufteilung in einen „vegetarischen“ und einen „veganen“ Bereich.

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Kokoswasser mochte ich bisher – außer in Smoohies – überhaupt nicht. Frisch aus der Kokosnuss schmeckt es jedoch ganz anders und ist ein richtiger Genuss!

Von einigen Gesprächsfetzen, die ich von anderen Messebesuchern aufgeschnappt habe, kann ich sagen, dass auch Menschen, die sich bisher noch nicht großartig mit veganer/glutenfreier oder vegetarischer Ernährung beschäftigt haben, sehr angetan von den Produkten der Aussteller waren. Das war nämlich ein positiver Nebeneffekt der Hallenaufteilung: Viele Besucher der Babywelt haben auch auf der veggie&frei von vorbeigeschaut und sind so ganz ungezwungen in Kontakt mit alternativen Ernährungsweisen gekommen, was ich persönlich immer toll finde.

Vielen Dank an dieser Stelle an die Organisatoren, die uns wirklich einen schönen Tag, viele neue Eindrücke und tolle Bekanntschaften beschert haben. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr, in dem die veggie&frei von in die zweite Runde geht.

Alles Liebe,
Farina

Nachdem ich in puncto Grüne Smoothies richtig auf den Geschmack gekommen bin, haben mich auch die auf Instagram viel gepriesenen Säfte sehr interessiert. Nicht die Detox-ich-geb-mal-eben-ein-paar-hundert-Euro-aus Säfte, sondern die selbstgemachten, frischen. Doof nur, dass ich keinen Entsafter habe und unsere kleine Küche platztechnisch mit dem Thermomix auch schon ausgelastet ist. Als ich dann letztens ein paar Knollen Roter Beete zuhause hatte, habe ich mich aber wirklich nach einem Entsafter gesehnt, denn sie mussten schnell verbraucht werden und im Smoothie mag ich die Konsistenz leider überhaupt nicht. Ich habe es trotzdem versucht und die Rote Beete zusammen mit Karotte Orange und etwas Wasser in den Themomix geworfen – und fand es immer noch schrecklich. Zum Glück fiel mir dann ein Trick ein, den ich in einem Youtube Video gesehen hatte und der mir meinen Smoothie mit den guten Früchten doch noch schmackhaft machen konnte: Saft ohne Entsafter selber machen. Wie das geht? Ganz einfach.

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Ihr braucht:
Obst/Gemüse eurer Wahl
Mixer
Wäschenetz

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Und so gehts:
1. Zuerst geht ihr genau so vor, als würdet ihr euch einen Smoothie zubereiten: Früchte waschen und/oder schälen, in Stücke schneiden, die euer Mixer verarbeiten kann und nach Belieben mit so viel Wasser begießen, wie ihr mögt. Dann möglichst fein pürieren.

2. Nun die entstandene Masse durch das Wäschenetz geben, dieses noch so lange mit der Hand ausdrücken, bis fast keine Tropfen mehr kommen und fertig ist euer Saft!

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Ihr sehr, es geht wirklich ganz schnell und ist super, wenn man sich erstmal an Säfte herantasten will, ohne gleich Geld für ein neues Gerät auszugeben. Noch ein paar Tipps: Kauft lieber ein neues Wäschenetz und nehmt keins, welches schon einmal seinen ursprünglichen Zweck erfüllt hat. Ihr wollt ja schließlich einen Waschmittel-Saft haben. Dieses vor dem ersten Gebrauch ein paar Mal heiß unter klarem Wasser ausspülen. Ihr könnt es beim Saft machen am besten zusätzlich in ein Sieb legen, das über einer Schüssel ist, so geht auch nichts von dem guten Saft daneben.

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Nach dem gleichen Prinzip könnt ihr z.B. auch Nussmilch machen, eine Anleitung dafür gibt es beispielsweise hier. Der Rote Beete Saft hat mir dadurch richtig gut geschmeckt und wurde auch gleich ein zweites und sicherlich nicht letztes Mal gemacht.

Seid ihr auch Fans von frischen Säften? Habt ihr vielleicht sogar einen Entsafter und könnt ihn empfehlen?

Alles Liebe,
Farina

Der November ist schon ein paar Tage alt und vielen Eltern geht spätestens jetzt die Frage nach den Weihnachtsgeschenken durch den Kopf. Was schenken, was schenken lassen? Was ist zu viel, was wird wirklich gebraucht? Wir haben uns bisher generell sehr zurück gehalten, was das Schenken an Feiertagen anging. Das Tochterkind ist nun 21 Monate alt und versteht noch nicht, was Schenken heißt. Sie weiß noch nicht, dass ihr etwas gehört, was sie auspackt. Sie findet meist immer noch die Verpackung interessanter als den Inhalt. Und am allerliebsten spielt sie mit Alltagsgegenständen: Dosen, Löffeln, Stiften, Zeitschriften, Tüchern… was nicht heißt, dass sie kein eigenes Spielzeug hat, aber es ist – so habe ich das Gefühl – verhältnismäßig wenig.

Und das finde ich gut so. Mal abgesehen davon, dass wir in unserer kleinen Wohnung gar keinen Platz für Unmengen an Spielzeug haben, bin ich auch bei diesem Thema von dem Prinzip „Weniger ist Mehr“ überzeugt. Selbst bei den Sachen, die meine Tochter hat, konzentriert sie sich meist auf ein paar Sachen, während sie an anderen schnell die Lust verliert und diese dann bald in der Kiste mit den wenig bespielten Sachen landen. Sie hat ein Regalbrett, welches sie nach Lust und Laune ausräumen darf und in dem hauptsächlich ihre Bücher, Puzzle und ein Ball liegen. Von den anderen Regalbrettern, in denen unsere Bücher stehen, weiß sie, dass das nicht ihre sind und sie dort auch nicht dran darf.

Wenn ich allerdings die Diskussionen um das Schenken zum Geburtstag oder zu Weihnachten verfolge, erschrecke ich mich manchmal ein bisschen. Brauch ein Kind wirklich ein eigenes Bällebad? Muss das Tipi im Zimmer sein? Die Ikea Küche zu Weihnachten? Oder lieber die Eisenbahn? (Das heißt nicht, dass ich irgendwen dafür verurteile, diese Dinge für sein/e Kind/er zu kaufen, das hier ist meine persönliche Sichtweise auf unseren Umgang mit dem Überangebot an Spielzeug). Wir haben all diese Sachen nicht und auch vorerst nicht vor, sie zu kaufen. Und manchmal bekomme ich ein schlechtes Gewissen, bin ich zu geizig, bräuchte sie vielleicht doch mehr, fördere ich sie nicht genug? Sie hat kein Spielzimmer, in dem viele bunte Kisten voller pädagogisch wertvoller oder weniger wertvoller Dinge sind. Es geht ja schon in der Schwangerschaft los, dass den werdenden Eltern suggeriert wird, dies und jenes werde unbedingt gebraucht, um ein Kind großzuziehen. Wenn das Kind dann da ist, hört das nicht auf, sondern wird – so kommt es mir vor – noch mehr. Vor allem um die Feiertage ist das Thema sehr präsent und kann ganz schön verunsichern.

Doch dann stelle ich mir vor: Hätten wir ein Bällebad oder eine Spielküche zuhause, würde sie sich in der Kita dann noch so darüber freuen, diese dort zu bespielen? Wahrscheinlich nicht. Für sie ist es dort etwas besonderes und das finde ich schön so. Und vor allem bin ich mir sicher, dass sich mit der Zeit vermutlich sowieso ganz viele Spielsachen anhäufen werden, je älter sie wird oder wenn Geschwister dazu kommen. Deswegen gehen wir, solange sie klein ist und das Schenken noch nicht richtig begreift, bewusst den Weg des Minimalismus und begrenzen uns bei Geschenken und Wünschen für sie auf Dinge wie Kleidung, Schuhe oder allgemein Dinge, die wirklich benötigt werden.

Nun würde mich interessieren, wie geht ihr mit dem Thema Schenken an Feiertagen um? Habt ihr vielleicht eine ganz andere Meinung?

Alles Liebe,
Farina

Seit einem halben Jahr geht das Tochterkind nun schon in die Kita, unfassbar, dabei haben wir sie doch grad erst eingewöhnt! Sie geht aber gottseidank sehr gerne hin und auch ich genieße es, Zeit zu haben, in der ich meine Sachen erledigen kann ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich mich eigentlich lieber mit ihr beschäftigen würde. Und ich freue mich jeden Tag aufs Neue riesig darauf, sie von der Kita abzuholen, auf ihr strahlendes Gesicht, wenn sie mich sieht und mir aufgeregt mit „Mama! Mama!“ entgegen läuft. Wenn wir dann nach Hause gehen, nehme ich nicht nur sie mit, sondern auch einen Beutel mit den benutzten Stoffwindeln vom Kitatag (was vom Kind immer laut mit „Ihh“ kommentiert wird). Ja, auch in der Kita kann sie mit Stoff gewickelt werden und ich bin sehr froh darüber, das wir die Möglichkeit haben. Und deswegen möchte ich gerne meine bisherigen Erfahrungen zu „Kita und Stoffwindeln“ teilen.

In der Eingewöhnungszeit der Kita habe ich die Erzieherinnen gefragt, ob sie grundsätzlich bereit dazu wären, sich an das Stoffwickeln zu wagen, denn bisher gab es noch kein anderes Kind, bei dem dies der Fall gewesen wäre. Da sie sagten, dass sie es gerne versuchen würden, habe ich einfach gezeigt, worauf sie achten müssen: Papiervlies kann bei Verschmutzung weggeschmissen werden, die restliche Windel einfach in den mitgegebenen Wetbag und die saubere Windel genau wie eine normale Wegwerfwindel anziehen. Normalerweise wird das Tochterkind in der Zeit, in der sie in der Kita ist 2 Mal gewickelt, weswegen ich jeden morgen 2, manchmal auch 3 Stoffwindeln mitgebe. Zur Sicherheit sind auch immer ein paar Wegwerfwindeln griffbereit, falls sie doch öfter gewickelt werden muss und nicht genügend Stoffies da sind, aber das kam bisher wirklich selten vor.

Ich habe mich anfangs dazu entschlossen, meine All-in-Ones mitzugeben, da diese am einfachsten für ungeübte Stoffwickler zu händeln  und Wegwerfwindeln am ähnlichsten sind (wir haben Blueberry Simplex und Totsbots Easyfit V3 und V4, alle mit Klett). Morgens, wenn ich sie noch zuhause wickel, verwende ich entweder unsere Blueberry Simplex mit Druckknöpfen oder eine Pocketwindel (Little Bloom oder Milovia), die dann für die Erzieherinnen ganz einfach zu wechseln sind. Zwischendurch habe ich auch mal versucht, mit unseren gDiapers All-in-Threes zu verwenden, das habe ich aber relativ schnell wieder gelassen. Ein Hin und Her zwischen den Systemen ist nicht unbedingt empfehlenswert, da es für die Erzieherinnen schnell verwirrend wird und der Vorteil der All-in-Threes, nämlich, dass nur ein Teil von ihnen gewaschen werden muss und man somit weniger Wäsche hat, oft nicht zum Tragen kam, da wie bei den AIOs die komplette Windel in den Wetbag gegeben wurde, wodurch natürlich auch der äußere Stoffteil der g’s in die Wäsche musste.

Wieviele Stoffwindeln brauchen wir für die Kita? Wir haben insgesamt 10 Windeln, die nur für die Kita genutzt werden. Bei den 2 Malen, die sie am Tag dort gewickelt wird, reicht das auch vollkommen aus. Dienstags wasche ich nach der Kita die 6 benutzten Windeln von Montag und Dienstag (plus natürlich denen, die wir zuhause genutzt haben), Mittwochs haben wir dann noch 4 saubere, auf die wir zurückgreifen können und Donnerstags und Freitags sind die gewaschenen Windeln vom Anfang der Woche wieder einsatzbereit. Mit dieser Routine fahren wir bisher gut.  Generell gebe ich lieber die Windeln mit Klettverschluss mit, da ich finde, dass diese für ungeübte Hände am einfachsten in der Enge zu regulieren sind. Deswegen verwende ich selbst morgens unsere Windeln mit Druckknöpfen.

Ich kann allen Eltern, die ihre Kinder auch in der Kita oder bei der Tagesmutter mit Stoff gewickelt wissen wollen raten, den Erzieherinnen von Anfang an die Scheu davor zu nehmen und zu zeigen, dass dies wirklich nicht kompliziert sein muss. Meist sind sie davon ganz überrascht und sogar begeistert von den schönen Designs. Bleibt bei einem System, wenn ihr z.B. lieber gDiapers oder Windelmanufaktur-Windeln benutzt, dann erklärt einfach ganz am Anfang und notfalls auch mehrmals, worauf es ankommt (dass z.B. die Außenwindel nicht sofort mit in den Wetbag muss) und was euch wichtig ist. Die Kita sollte kein Grund sein, auf Stoffwindeln verzichten zu müssen, lasst lieber andere an dem Spaß teilhaben =)

Was sind eure Erfahrungen mit dem Stoffwickeln in der Fremdbetreuung?

Alles Liebe,
Farina

Letzte Woche habe ich euch bereits von unserer liebsten Babykleidung erzählt. Heute möchte ich euch zeigen, was wir abgesehen von Kleidung praktisch gefunden haben und was wir gerne weiterempfehlen. Auch hier war es wieder so, dass wir keines der hier gezeigten Dinge vor der Geburt gekauft haben, sondern dass es sich über einen längeren Zeitraum als sinnvoll erwiesen hat und wahrscheinlich auch noch eine lange Zeit in Gebrauch sein wird. Wie euch vielleicht auffällt sind bei meiner Zusammenstellung keine Spielzeuge enthalten. Das liegt ganz einfach daran, dass das Tochterkind recht wenig Spielzeug besitzt. Sie hat sehr viele Bücher, die sie sich sehr gerne und intensiv anschaut (wenn Interesse besteht, kann ich gerne von unseren Favoriten berichten) und spielt ansonsten gerne mit Alltagsgegenständen wie leeren Dosen, Löffeln, Tüchern etc.. Wahrscheinlich wird sich das mit den Jahren ändern, aber für den jetzigen Zeitpunkt finde ich es so für uns genau richtig. Nun aber zurück zu unseren Ausstattungslieblingen aus Essen/Trinken und Unterwegssein:

Kinder Ausstattung

 

1. Als das Thema Beikost und damit auch zusätzliche Flüssigkeitszufuhr aufkam, habe ich nach plastikfreien Trinkbechern Ausschau gehalten und mich schließlich für das BIOBU Geschirr* aus Bambus entschieden. Auch für Teller und Schüsseln finde ich sie sehr praktisch, da sie leicht sind und so vom Kind ohne Probleme allein gehalten und getragen werden können, ohne das man Angst haben muss, dass etwas kaputt geht. Das Geschirr und die Becher sind biologisch abbaubar.
2. Die Lätzchen von Lässig* haben nicht nur total süße Designs, sie schützen auch wirklich die Kleidung vor kleineren und größeren Kleckereien. Ob für Baby-Led-Weaning oder wenn die Kinder selbst anfangen, mit Besteck oder den Händchen zu essen, diese Lätzchen sind unsere absoluten Favoriten gewesen. Sie sind außerdem schnell und leicht abwaschbar und können sehr klein gefaltet werden, sodass sie auch unterwegs zum Einsatz kommen können.
3. Von unserer Purakiki Trinkflasche* habe ich bereits hier berichtet. Sie ist nachwievor in Gebrauch wenn wir unterwegs sind, hat mittlerweile einige Beulen und Dellen, funktioniert aber einwandfrei. Genial.
4. Unser Ergobaby*. Warum die Trage für uns perfekt war und bis heute ist, könnt ihr hier nachlesen. Auch hier hat sich meine Begeisterung im letzten Jahr nicht gemindert und ich empfehle sie gerne weiter.
5. Meine Tochter war nie ein großer Fan vom Kinderwagen, weshalb wir immer die Trage als Ergänzung dabei hatten: Nach spätestens 30 Minuten wurde sie sowieso getragen und der Kinderwagen diente eher als Ablage für Einkäufe, Jacken, Taschen etc. Seit sie aber merklich schwerer geworden ist und auch die meiste Zeit selbst laufen will, kommt diese Variante nicht mehr in Frage. Vor unserem Urlaub haben wir uns nach einem kleineren und mobileren Gefährt umgesehen und sind auf diesen Gesslein Buggy* gestoßen. In ihm sitzt sie viel lieber auch für längere Strecken, er lässt sich auch auf unebenem Gelände ganz gut fahren und lässt sich wirklich gut lenken. Auch auf ihn wollen wir nicht mehr verzichten.
Ich hoffe, ich konnte euch mit unseren Favoriten etwas weiterhelfen. Nun würde ich gerne von euch erfahren, was eure absoluten Favoriten in der Kinderausstattung sind?
Alles Liebe, Farina

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In der Schwangerschaft habe ich total gerne Posts von Müttern gelesen, die erzählt haben, welche Anschaffungen sie im Nachhinein sinnvoll fanden und was kaum benutzt wurde. Natürlich gibt es da verschiedene Geschmäcker, so schlafen die einen Kinder nur im Schlafsack, andere mögen diese überhaupt nicht, das eine Kind nimmt diesen Schnuller, das nächste einen anderen und meins will gar keinen.

Ich habe in der letzten Zeit auch oft überlegt, was unsere absoluten Favoriten bisher waren, auf die wir nicht mehr verzichten wollen und was ich nun weiterempfehlen würde. Generell haben wir vieles im Nachhinein gekauft, was ungemein hilft, um hormongesteuerte Fehlkäufe zu vermeiden – denn sein wir mal ehrlich, die Werbeindustrie weiß ganz genau, wie sie eine Schwangere zum Kauf von Babyprodukten bewegen kann. Gerade an Kleidung haben wir vieles geschenkt bekommen und gebraucht gekauft, nur ein paar Lieblingsteile haben wir uns selbst ausgesucht. Wie dem auch sei, hier zunächst einmal eine Auswahl unserer Kleidungslieblinge in den ersten 18 Lebensmonaten:

Kinderkleidung Favoriten
1. Halstücher. Ganz viele Halstücher. Teilweise sogar noch welche aus meiner Kindheit. Anfangs dienten sie nur dem Schutz der Kleidung beim Bäuerchen, später als Auffangschutz beim Sabbern und jetzt, wo es wieder kühler wird sind sie ideal, um den kleinen Hals vor Kälte zu schützen. Praktisch ist auch, dass sie meist eine ganze Weile passen.
2. Da wir das Bärchen viel getragen haben musste im Herbst, als es noch nicht kalt genug für einen Overall war, etwas wärmendes für die Beinchen her. Babylegs/Stulpen sind da ideal, vor allem, wenn die Hose in der Trage gerne etwas hochrutscht.
3. Wir haben uns recht schnell von allen Hosen getrennt, die ein straffes Bündchen oder gar Knöpfe hatten. Bis jetzt trägt das Tochterkind eigentlich hauptsächlich Leggins oder Pumphosen. Durch die Bündchen sitzen sie einfach bequemer, passen recht lang und sind auch sehr praktisch für:
4. Stoffwindeln. Eine der besten Entscheidungen, die wir für unsere Tochter und die Umwelt machen konnten. Ich lege jedem ans Herz, sich einmal damit auseinanderzusetzen, denn glaubt mir, sich damit zu beschäftigen lohnt sich. Berichtet habe ich darüber bereits hier und hier.
5. Vor ein paar Tagen habe ich unseren Wollfleece Overall* vom letzten Herbst wieder hervorgeholt, um zu schauen, ob er noch passt. Und das tut er. Ich bin sehr begeistert von der Qualität, der Bewegungsfreiheit und der langen Passdauer und würde ihn auch jederzeit wieder kaufen. Was auch super ist: Bein- und Armbündchen kann man umklappen und hat so u.a. auch gleich Handschuhe für die Kleinen.

Das waren nun erstmal unsere Kleidungsfavoriten, ich bin gespannt, was die nächsten 18 Monate an neuen Favoriten bringen. Nächste Woche dürft ihr euch auf unsere Ausstattungslieblinge freuen: Unterwegs, Zuhause, zum Spielen… alles was dazu gehört. Was war und ist eure Lieblingskleidung für die Kleinen?

Farina

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Vor unserem ersten Familienurlaub im letzten Monat habe ich oft Sätze gehört wie: „Urlaub mit Kleinkind ist kein Urlaub“ oder „Jetzt brauche ich aber erstmal Urlaub vom Urlaub„. Ich war also recht gespannt, wie sich unsere Zeit in der Türkei mit einem 18 Monate alten kleinen Trotzkopf gestalten würde.

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Wir haben unsere Urlaubswoche in dem kleinen Ort Dalyan verbracht, wo auch sonst viele Familien Urlaub machen und der Massentourismus noch nicht so stark angekommen ist. Das heißt nicht, dass es dort nicht auf Touristen ausgelegt ist, aber es gibt z.B. keine großen Hotelanlagen, sondern ist eher durch Ferienwohnungen, Appartments und kleinere Hotels geprägt. Die Anreise hat das Tochterkind sehr gut mitgemacht und fand alles unheimlich spannend. Zwischendurch konnte sie dennoch im Flugzeug und im Bus zum Hotel die Äuglein zu machen. In den darauffolgenden Tagen haben wir Dalyan und ein paar umliegende Ortschaften erkundet, waren natürlich am Strand und im Pool schwimmen. Wir waren auf Obst- und Gemüsemärkten und haben uns die aromatischen Früchte schmecken lassen. Und zwischendurch gab es – natürlich – auch Geschrei. Wie sollte es auch anders sein, in Deutschland ist es ja genauso. Filmreifes auf den Boden schmeißen auf dem Markt – kann sie. Aber wisst ihr was? Das war überhaupt nicht schlimm, denn es gehört dazu. Und es hielt sich auch im Rahmen. Sie versucht, ihren Willen durchzusetzen oder ihren Unmut zu äußern, und ob sie das jetzt im Urlaub oder im Alltag macht ist für sie total irrelevant. Und genauso ist es für uns unerheblich, ob wir den Trotzanfall zuhause beim Zähneputzen abwarten müssen oder am Strand beim Eincremen.

Urlaub 3

Dementsprechend kann ich den Satz „Urlaub mit Kleinkind ist kein Urlaub“ überhaupt nicht bestätigen. Wichtig ist, dass man realistische Erwartungen hat. Natürlich kann man nicht bis Mittags ausschlafen, solange im Wasser bleiben wie man will, entspannt im Pool ein paar Bahnen schwimmen oder bis spät in die Nacht in einem Café sitzen. Wir haben uns einfach an den Rhythmus des Bärchens angepasst, waren also vormittags z.B. im Pool und haben geschwommen (oder sind ihr abwechselnd hinterher gerannt um aufzupassen, dass sie nicht in eines der Becken fällt), sind dann in unser Appartment, wo sie ihren Mittagsschlaf gehalten hat, während wir uns entweder mit ihr hingelegt haben (er) oder uns auf den Balkon gesetzt und in Ruhe ein Buch gelesen haben (ich). Nach dem Mittagsschlaf sind wir dann in den Ort gelaufen, mit dem Dolmus woanders hingefahren, waren zwischendurch mit ihr auf Spielplätzen und haben gutes Essen genossen, während das Bärchen die Aufmerksamkeit der anderen Touristen und vor allem der Einheimischen genossen hat. Und Abends, wenn sie im Bett lag und schon selig träumte, konnten wir noch draußen in der warmen Sommerluft sitzen, uns ganz ohne Alltagspflichten und Smartphoneablenkung unterhalten, leckeren Tee trinken und den Grillen lauschen (die zugegebenermaßen schrecklich laut waren). Und so war es ein richtig schöner, für uns perfekter erster Urlaub. Mit Kleinkind.

Farina