Busy Girl – Keine Zeit zum einkaufen


Momentan geht es bei mir echt stressig zu. Ich habe nicht nur viel beruflich zu tun, sondern muss auch endlich mein Studium beenden. Die Uni hat mir eine Deadline gesendet. Das ist zwar zu schaffen, aber dafür muss man eben auch was tun! Nebenbei steht noch unglaublich viel ehrenamtliche Arbeit an, denn einen Tag nach meinem Geburtstag im September sind in Berlin Wahlen und dafür gibt es natürlich einiges zu tun.

 

Nebenbei will ich ja eigentlich auch noch Sport machen. Und mich gesund ernähren. Leider bleibt es meistens beim Döner, Bürger, Pizza oder Shawarma von einem der Läden rund um den Rosenthaler Platz. Nicht wirklich gut und gesund. Dabei habe ich mir extra eine App runtergelassen und einen Ernährungscoach gebucht um mal wieder gesünder und vor allem kohlenhydratarm zu essen. Die Rezepte sind echt lecker und machen satt. Aber man muss natürlich alles am Abend vorbereiten, vorkochen, schnippeln. Einkaufen nicht vergessen.

 

Einkaufen gehe ich eigentlich sehr gerne. Doch dann bekam ich die Möglichkeit, einmal den Online Supermarkt Allyouneed Fresh zu testen. Warum also nicht? Es hat lange gedauert, bis ich mir die Zeit genommen habe, mich dann auch endlich mal mit dem Shop auseinander zu setzen. Und eigentlich ist es ganz easy. Einkaufen wie in jedem Online-Shop. Bisschen komisch ist es schon, Äpfel einzeln zu bestellen, aber nunja… Das Angebot ist echt groß und vielseitig. Bei den Lebensmitteln hatte ich nicht das Gefühl, dass sie teurer waren als im Supermarkt. Beim Deo (ich habe ein paar Wochen später nochmal bestellt) allerdings schon. Es gab sogar frischen jungen Blattspinat, was mich total begeistert hat. Bei der zweiten Bestellung gab es leider keinen – aber wie dort auch gesagt wird. Es sind halt frische Lebensmittel und Spinat nun auch nicht unbedingt saisonal, da ist das schon ok.

 

Alles in Warenkorb gelegt und zur Kasse gegangen. Da ich über 40€ beim ersten Mal bestellt habe, wurden mir die Versandkosten erlassen. Was ich total gut und spannend fand, dass das geht, war, dass ich auswählen konnte, wann meine Lieferung kommen sollte. Es waren imm Zeitfenster von zwei Stunden möglich und ich entschied mich zwischen 20 und 22 Uhr, denn da bin ich dann auch zuhause.

 

Am morgen der Lieferung kam eine Mail, mit dem Hinweis, dass keine Tomaten geliefert werden können, da keine mehr vorrätig waren. Die Kosten dafür wurden mir sofort per PayPal, das ich auch als Zahlungsmethode wählte, gut geschrieben. Schade um die Tomaten – aber passiert. Dass mir das so schnell und unkompliziert gutgeschrieben wurde (und kein extra Gutschein oder Guthaben bei Allyouneed Fresh) fand ich ziemlich gut. In der Mail, die meine Lieferung dann ankündigte, stand, dass drei Pakete kommen würden. Ich war da schon ein bisschen schockiert und gespannt auf das, was mich erwarten würde.

 

Um 21 Uhr kam dann der junge DHL Mann. Und wie ich im Video erzähle, war es mir irgendwie ein wenig unangenehm, wie er da mit zwei Riesen großen Transportboxen hoch kam. Ich wohne ja nur im ersten Stock aber er erzählte mir, dass viele natürlich auch im siebten Stock ohne Lift bestellen. Und dann nicht zu knapp. Und natürlich auch Getränke. Schlau von denen – aber mir war es irgendwie unangenehm (übrigens beim zweiten Mal gar nicht mehr so, hehe).

 

Er hatte drei Transportboxen dabei, weil jede für eine andere Gruppe an Lebensmitteln war. Ich habe bewusst mal aus allen möglichen Bereichen was bestellt. Eine Box war also für die TK-Produkte, eine für die gekühlten Sachen und eines für die trockenen Sachen. Es kam auch alles gefroren bzw. gut gekühlt an! In den Boxen selber waren dann einzelne Einkaufstüten, in denen die Lebensmittel an mich übergeben wurden. Bei der zweiten Bestellung habe ich nur Kühlprodukte und trockene Produkte bestellt. Das Deo kam da in einer zu den Lebensmitteln separaten Tüte – was mich sehr an das Einpackverhalten in ägyptischen Supermärkten erinnerte.

 

Wie ich auch in dem Video erzähle – leider echt viel Verpackungsmüll. Die ganzen einzelnen Tüten, zusätzlich zu der sonstigen Verpackung in der die Lebensmittel schon eingepackt sind, das ist echt so das einzige Manko, was ich an der Bestellung sah. Wenn ich bei mir um die Ecke im Supermarkt einkaufen gehe, nehme ich entweder einen Beutel mit oder eine Tüte die ich schon mal gebraucht habe. Und die wird dann auch bis an die Belastungsgrenze bepackt. Hier waren leider teilweise einzelne Produkte in einer Tragetasche und Einzelne Lebensmitteln nochmal in Tüten. Ich kann verstehen, dass das logistisch wahrscheinlich so am einfachsten und effektivsten Funktioniert und die Tüten sollen ja laut Aufschrift auch gut recyclebar sein, aber da sehe ich dennoch noch deutlichen Optimierungsbedarf.

 

Für einen größeren Einkauf würde ich aber öfter mal dort bestellen – gerade wenn ich wenig Zeit habe und an Tagen wie heute um 20 Uhr echt genervt und gestresst an der ewig langen Kasse im Supermarkt stand. Da ist es wirklich um einiges bequemer am Abend auf die Lieferung zu warten – und jetzt wo ich Zuhause endlich Internet habe, kann ich dabei sogar richtig produktiv sein!

 

Hier mein „unboxing“ Video der ersten Lieferung. Ich habe es direkt bei Snapchat gesnappt. Leider sind beim herunterladen meiner Geschichte Bild und Ton nicht mehr passend, aber nunja. Hier mein erstes öffentliches Video 😃 Ihr könnt mir übrigens unter anncathrin-87 auf Snapchat folgen!

 

anncathrin87 snapchat

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von Allyouneed Fresh.

anncathrin
About me

Studiert(e) Islamwissenschaft, BWL und Politik, Bloggerin und Unternehmerin. Schreibt hier über Food, Reisen, Feminismus und Gesellschaft.

2 Comments

Frieda
Reply 28. Juni 2016

Tut mir leid, aber das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Die Einzelhändler (in jeder Branche) kämpfen ums überleben. Wer bezahlt in Ihrer Stadt Gewerbesteuer, wer stellt Ausbildungsplätze zur Verfügung, wer sorgt dafür das Städte und Dörfer nicht veröden, wer zahlt Steuern in Deutschland? Mit welchen Steuergeldern wird auch Ihr Studium mitfinanziert?

    anncathrin
    Reply 28. Juni 2016

    Hallo erstmal.

    Allyouneed Fresh zahlt in genau meiner Stadt Gewerbesteuer - denn es ist ein Unternehmen mit sitz hier in Deutschland. Und die meisten Online-Händler zahlen auch in Deutschland ihre Steuern. Wenn es Gesetze, vorrangig europäische es Unternehmen wie Amazon ermöglichen, keine Steuern zu zahlen, dann sollte man nicht den Online-Händlern alleine die Schuld in die Schuhe schieben, sondern die Regierungen dazu auffordern, diese Steuerschlupflöcher zu schließen.
    Der stationäre Handel in den Dörfern und Städten hat die Möglichkeit anders beim Kunden zu punkten und zwar mit Service. Leider muss ich - gerade jetzt wo ich mit unglaublichen vielen Einzelhändlern zusammenarbeite - immer wieder feststellen, dass es nicht nur am Service hapert, sondern an ganz banalen Dingen wie Freundlichkeit. Ich bevorzuge selber im Geschäft vor Ort einkaufen zu gehen, aber ich habe darauf keine Lust, wenn man mein "Hallo" nicht mal erwidert. Kundenservice und Freundlichkeit muss an erster Stelle stehen, das begreift aber leider kaum einer mehr. Und ehrlich: da wechsle ich lieber in den anonymen online-Raum. Zudem kommt, dass mein Supermarkt täglich von 18-20 Uhr so voll ist, dass alle Kassen besetzt und dennoch die Schlangen bis ans Ende des Raumes reichen - sorry, aber ich habe da kein Bock so lange zu warten.

    Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben übrigens mittlerweile ihren eigenen Online-Shop. So z.B. der Buchladen meiner Mutter oder der Buchladen bei mir um die Ecke. Das Zauberwort heißt Crosschannel - nicht nur im Laden verkaufen, sondern da wo die Kunden sind und die gehen nun mehr und mehr online. Online-Handel einfach so zu verteufeln ist falsch und negiert, dass wir uns alle weiterentwickeln. Schließlich kaufen wir auch alle nicht mehr beim Bauern auf dem Land, sondern bei den großen Supermarktketten ein. Auch der Tante-Emma-Laden auf dem Dorf hat die Entwicklungen leider nicht mehr mit gemacht. Das "Problem" heißt aber nicht nur Online-Handel, sondern auch demographischer Wandel. Denn weil immer mehr Menschen vom Land in die Städte ziehen, müssen da die Läden leider zu machen, weil es keine Kundschaft mehr gibt. Übrigens kann gerade für diese Betreiber in bestimmten Branchen Online-Handel die Rettung sein, weil sie so an Kunden in der ganzen Welt verkaufen können und nicht nur in ihrem Dorf.

    Die Welt dreht sich weiter und wir und unsere Gesellschaft entwickelt sich weiter. Willkommen in 2016.

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